In der gemäß IV.1.3. der Studienordnung vorgesehenen Einführungsveranstaltung soll Studienanfänger/innen ein Einblick in Organisation, Verlauf und Ziele des Studiums der Vergleichenden Sprachwissenschaft geboten werden. Die Teilnahme ist allen inskribierten Studierenden des Faches dringend angeraten.
In der Vorlesung wird ein allgemeiner Überblick über die zur indogermanischen Sprachfamilie zählenden Sprachen und ihre zeitliche und räumliche Verbreitung gegeben. Das Hauptaugenmerk wird auf Fragen der Überlieferung im Bereich der altbezeugten Einzelsprachen liegen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden des Faches Vergleichende Sprachwissenschaft, darüber hinaus an Interessent/inn/en aus anderen linguistischen, philologischen und historischen Disziplinen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
In dem Seminar soll anhand von Beispielen aus europäischen und außereuropäischen Sprachen der Aufbau von Kasussystemen untersucht und typologisch klassifiziert werden. Im Vordergrund steht dabei u.a. die Frage nach dem Verhältnis zwischen "primären" und "sekundären" Kasus und die Ergativproblematik, ferner sprachhistorische Fragestellungen (Entstehung, Ausbau und Reduktion von Kasussystemen). Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Vergleichenden Sprachwissenschaft beider Studienschwerpunkte (Allgemeine Vergleichende Sprachwissenschaft / Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft), darüber hinaus aber auch an Interessenten aus anderen sprachwissenschaftlichen Disziplinen. Durch die Anfertigung eines Referats kann ein qualifizierter Schein erworben werden.
Die Lehrveranstaltung gibt eine Einführung in die hethitische Grammatik sowie in
die dafür verwendete Variante der Keilschrift. Die Lautlehre und Morphologie des
Hethitische soll im Vergleich zu den anderen altindogermanischen Sprachen betrachtet
werden. Die Veranstaltung wendet sich an Studierende der Vergleichenden Sprachwissenschaft
ebenso wie Interessent/innen aus anderen (archäologischen oder philologischen) Diziplinen.
In diesem Proseminar soll die ältest bezeugte Sprachform des Altindischen, das Vedische, durch die Lektüre ausgewählter Texte vorgestellt und in ihrer sprachgeschichtliche Entwicklung, auch im Verhältnis zum Klassischen Sanskrit, umrissen werden. Die Texte werden zumeist in Transliteration, zum Teil jedoch auch in Originalschrift gelesen. Die Veranstaltung wendet sich v.a. an Teilnehmer/innen der Sanskrit-Kurse (zuletzt: WS 97/98 bis SS 98), aber auch an andere Hörer/innen mit indogermanistischen oder sprachwissenschaftlichen Interessen sowie an Student/inn/en aus Einzeldisziplinen wie der Germanistik oder Klassischen Philologie. Vorkenntnisse im Altindischen / Sanskrit werden bei den Teilnehmer/inn/en vorausgesetzt.
In der Veranstaltung wird - ausgehend von den indogermanischen Grundlagen - eine
Einführung in die historische Laut- und Formenlehre der lateinischen Sprache geboten.
Die Darstellung wird das durch innere Rekonstruktion und Nebenüberlieferung erschließbare
Vorlatein erschließbare Urlatein, das Altlatein der Inschriften und literarischen
Werke, das klassische Latein und das "Vulgärlatein" (Protoromanische) umfassen.
Die Arbeiten von Richard Montague stellen einen vielbeachteten Versuch dar, natürliche Sprachen mit den formalen Mitteln der Logik zu beschreiben. In dieser Veranstaltung sollen die Grundzüge der Theorie dargestellt werden (im wesentlichen die Formalisierung von Aussagesätzen und die Verknüpfung von Teilaussagen). Die benötigten Grundlagen der intensionalen Logik und Modelltheorie werden nicht vorausgesetzt, sondern mitbehandelt. Aber auch den Möglichkeiten und Grenzen dieses Ansatzes soll ein Blick gewidmet werden. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Studierende sprachwissenschaftlicher Disziplinen.
In der siebten Folge des Überblicks über die iranischen Sprachen sollen die neuwestiranischen Sprachen vergleichend betrachtet werden, insbesondere das Persische, Kurdische, Zaza und Balôèî. Anhand eines Vergleichs der phonologischen und morphologischen Systeme dieser Sprachen sollen ihre Beziehungen zueinander sowie zu den mittel- oder altiranischen Sprachen untersucht und dabei auftretenden Problem beleuchtet werden. Die Lehrveranstaltung wendet sich an die Hörer/innen der bisherigen den iranischen Sprachen gewidmeten Lehrveranstaltungen, darüber hinaus an Student/innen der Vergleichenden Sprachwissenschaft, der Orientalistik und anderer benachbarter Fächer.
Die Veranstaltung behandelt Spezialprobleme der kaukasischen Sprachwissenschaft,
insbesondere im Hinblick auf Fragen der digitalen Verarbeitung und Analyse der kaukasischen
Sprachen. Objektsprachen werden vorrangig das Georgische und das Udische sein. Die
Veranstaltung richtet sich vor allem an Teilnehmer/innen der Sprachkurse Georgisch,
Lasisch und Svanisch, die in den vergangenen Semestern in Frankfurt durchgeführt
wurden.
Die abchasische Sprache wird in Nachbarschaft des Georgischen und seiner Schwestersprachen südlich des Kaukasushauptkamms an der Schwarzmeerküste gesprochen; zusammen mit dem Tscherkessischen und dem (ausgestorbenen) Ubychischen zählt sie zu den sog. (nord)westkaukasischen Sprachen. In der Einführung sollen Grundkenntnisse in dieser Sprache erworben werden, wobei typologische Fragestellungen im Vordergrund stehen. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Teilnehmer/innen der Sprachkurse Georgisch, Lasisch und Svanisch, die in den vergangenen Semestern in Frankfurt durchgeführt wurden.
Vorgesehen ist eine kursorische Lektüre von Autoren der "nachklassischen" Zeit.
Die Auswahl wird sich teilweise an den Präferenzen der Hörerschaft orientieren.
Die Veranstaltung soll eine Einführung in die armenische Dialektgeschichte sein.
Behandelt werden die Frage einer dialektalen Gliederung des Altarmenischen, die
mittelarmenischen Mundarten und die mordernen - vorzugsweise ostarmenischen - Dialekte.
Grundkenntnisse des Alt- oder Neuarmensichen werden vorausgesetzt.
Die Veranstaltung ist als Lektürekurs mit sprachhistorischen Anmerkungen zur Vertiefung
der Kenntnisse des Mittelarmenischen gedacht.
Die Auswahl der Texte wird in Absprache mit der Hörerschaft erfolgen.
Die Auswahl der Sprache erfolgt zu Semesterbeginn. Grundkenntnisse des Finnischen oder Estnischen werden vorausgesetzt.
Die Veranstaltung hat die urarischen, urbaltischen und urgermanischen Lehnwörter
des Ostseefinnischen zum Gegenstand. Es soll ferner auf den altindogermanischen
Lehnwortschatz des Lappischen und die Zeugniskraft der Entlehnungen für die Geschichte
der darreichenden Sprachen eingegangen werden.
Ziel dieses Kurses ist es, einen Überblick über die grammatikalische Struktur des Litauischen zu bieten sowie einige Fragen der litauischen bzw. baltischen Sprachwissenschaft anhand von Originaltexten zu eroertern. Als Kursliteratur werden in erster Linie die folgenden Werke verwendet: S. Ambrazas: Lithuanian Grammar, Vilnius 1996; (Autorenkollektiv): Modern Lithuanian, Vilnius 1994 (+ Tonmaterial); E. Jaikaitienë: Lietuvi¹kai apie Lietuv±. Vilnius 1994 (+ Tonmaterial); V. Zinkevièius: Lietuviu kalbos istorija. I-VII. Vilnius, 1984 - 1995. Vorkenntnisse im Litauischen oder im Lettischen sind erwünscht, können aber im Laufe des Semesters durch selbständige Vor- und Nachbereitung erworben werden.
In der auf zwei Semester angelegten Einführung (Beginn WS 1998/99) sollen Kenntnisse vermittelt werden, die es den Hörer/inne/n ermöglichen, einfache Texte in der "klassischen" Ausprägung des Sanskrit selbständig zu lesen und zu verarbeiten. Der Besuch des Sanskrit-Kurses ist Student/inn/en der Vergleichenden Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt "Vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft" im Hinblick auf den Erwerb des gemäß Studienordnung erforderlichen Sprachkursscheins dringend angeraten.
Das Singhalesische als die Staatssprache von Sri Lanka hat eine über zweitausendjährige schriftliche Tradition aufzuweisen und stellt somit einen der bedeutendsten Vertreter der indoarischen Sprachfamilie dar. In der Einführung sollen Grundkenntnisse der Grammatik und des Wortschatzes sowie der singhalesischen Schrift vermittelt werden. Die Veranstaltung wendet sich v.a. an Teilnehmer/innen der Sanskrit-Kurse (zuletzt: WS 97/98 bis SS 98), aber auch an andere Hörer/innen mit indogermanistischen oder sprachwissenschaftlichen Interessen. Vorkenntnisse im Altindischen / Sanskrit oder neuindoarischen Sprachen werden bei den Teilnehmer/inn/en vorausgesetzt.
Die Einführung in das Hindi als die neuindische Sprache mit der weitesten Verbreitung wendet sich an Hörer/innen aller Fachbereiche. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.