**************************************************************************** ************ ABSTRACT Am Fachbereich Germanistik der Universit„t Barcelona wird zur Zeit ein Programm zur Textproduktion und didaktischen Verwendung von Textkorpora im fortgeschrittenen Fremdsprachenunterricht im universit„ren, akademischen Bereich entwickelt. Ausgangspunkt war die Idee, den Schreibprozeá des Studenten und den Korrekturprozeá des Dozenten mit dem Computer durchzufhren, um sowohl die Korrekturen als auch ihre Bewertung einheitlicher gestalten zu k”nnen. Dafr wurde einerseits eine vereinheitlichte Fehlertypologie entwickelt, andererseits das Programm zur Auszeichnung der Fehler und zur Bearbeitung der in den Text des Studenten eingefgten Fehlercodes. Bei der Anwendung des Programms f„llt textuelles Material an, das ein neues Korpus bildet und in vielfacher Hinsicht ausgewertet werden kann; zusammen mit einem speziell zusammengestellten Muttersprachlerkorpus steht es fr didaktische Verwendungen bereit. Die Weiterentwicklung der Idee fhrte zur Entwicklung eines Programms, das wir in Verbindung mit den technischen Problemen der Auszeichnung vorstellen m”chten. Die eigentliche Software besteht aus fnf Modulen, die jeweils eigene didaktische und technische Funktionen haben: * Schreiben * Kodieren * Dekodieren * Automatisierte Erzeugung von šbungen und * Hilfen. Das Modul Schreiben untersttzt den Studenten w„hrend des Schreibprozesses mit authentischen Beispielen aus dem Muttersprachlerkorpus (ein Korpus akademischer Texte von deutschen Studenten, 40.000 W”rter in der jetzigen Version), in dem anhand eines Concordancers nach grammatischen Kategorien (Tagset Schiller et al. 1995) oder orthographischen W”rtern gesucht werden kann. Auáerdem kann der Student auf Beispiele akademischer Textsorten zurckgreifen, auf lexikalische Listen (Konnektoren u.a.) usw. Das Modul Kodieren steht nur fr den korrigierenden Dozenten bereit. Mit diesem Modul wird der studentische Text mit den Fehlerkodes und den Korrekturen versehen, die in einem SGML-Format dem Originaltext beigegeben werden. Zus„tzlich erm”glicht es die Zusammenstellung eines mit Fehlerkodes versehenen Lernerkorpus, das im Modul šbungen Verwendung findet. Das Modul Dekodieren erm”glicht es, den didaktischen Wert des Textes zu erweitern: der Student muá versuchen, seine Fehler selbst zu korrigieren. Das Programm hilft ihm bei diesem Prozeá aufgrund der Information, die vorher vom Dozenten mit dem Modul Kodieren eingegeben wurde, oder mit anderen Submodulen, wie dem Concordancer. Das Modul šbungen erzeugt aufgrund des Textes des einzelnen Studenten oder des sich erweiternden Korpus von studentischen Texten (Lernerkorpus) vielf„ltige šbungen, von der Umstellung einzelner Abs„tze bis hin zu šbungen zu spezifischen Problemen eines einzelnen Studenten. Im Modul Hilfen werden weitere Submodule zusammengefaát, wie Erkl„rungen zu grammatischen Schwerpunkten, eine Einleitung zum Kodierungssystem, der Concordancer usw. Abgesehen von den spezifischen, didaktischen Funktionen in der Textproduktion wirft die Zusammenstellung eines Lernerkorpus und seine Auszeichnung zahlreiche Probleme auf, die sich auf inhaltlicher Ebene in der Bestimmung der Fehlertypologie widerspiegeln und auf technischer Ebene im Format der Auszeichnungen und der L”sung technischer Probleme, wie z.B. diskontinuierliche Elemente. Zu diesen Aspekten wollen wir ebenfalls gefundene L”sungen vorstellen oder ungel”ste Probleme darstellen und thematisieren. ******************************************************* Dr. Oliver Strunk ************************************************ strunk@fil.ub.es Secci=F3 de Filologia Alemanya / Fachbereich Germanistik Departament de Filologia Anglesa i Alemanya Universitat de Barcelona Tel. 34 93 4035675 http://www.ub.es/filoal/strunk01.htm ************************************************