Albanische Handschriften aus dem Sinai


Im 1975 wurden im Katharinen-Kloster auf dem Sinai zwei Palimpseste entdeckt, deren untere Schicht als Albanisch identifiziert werden konnte und bisher die einzigen authentischen handschriftlichen Zeugnisse der Sprache der kaukasischen "Albaner" darstellen. Die "Albaner" des Kaukasus, als deren heutige Nachkommen die Uden in Azerbajdschan angesehen werden, verfügten, wie verschiedenen Historiographen des Mittelalters zu entnehmen ist, etwa vom 6.-11. Jh. über ein eigenes Staatsgebilde sowie eine autokephale christliche Kirche.

Von der eigenständigen Sprache und Schrift der "Albaner", über die v.a. armenische Autoren berichten, waren bisher nur wenige inschriftliche Zeugnisse bekannt. Nach der Ensduckung der Palimpsesthandschriften ist auch das Udische zu den verschriftlichen Sprachen der Kaukasus einzuordnen. Die Palimpsesthandschriften wurden im Rahmen des von VW-Stiftung geforderten Proejkts "Palimpseste kaukasischer Abstammung" an Ort und Stelle photographisch erfaßt, dann graphisch digitalisiert und somit für eine Entzifferung und Edition vorbereitet.






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22.09.2006

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