TITUS
Johannes Fischart, Geschichtsklitterung
Part No. 412
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Paragraph: 3      DES Gargantuwalds Vatter1 sahe wol, daß2 sein schöner Filius an jhm nichts3 ließ erwinden allen fleiß fürzuwenden, vnnd kein stund hinschleichen ließ, darinn er nit ein Lini zog, vnd solt er auch schon mit dem 'Rastro' sechs gemacht haben : aber das er gleichwol nichts zu höherer künst verstand fortstieg,4 sonder nur wuchse5 wie ein Eselsohr in eim Negelinhafen, jhe lenger jhe Närrischer, ward mit gewalt zu eim Stockfisch, Plateisel, Tölpel, Fantasten, vnnd sonst nichts fast. Dessen beklagt sich6 der gut Mann auff ein zeit bey dem Dom Philippo von Marach, Vicekönig inn Papeligosse, der gab jhm zuverstehen, daß jhm schier nutzer wer nichts zulehrnen7, als zulehrnen das jhm nichts nutz wer8 : Dann sprach er, was sind diser Fretter Künst9 als Kuntzenwerck vnnd Kühdunst, jhr Weißheit ist Schmeißheit, jr klugheit Lugheit, damit sie die Kinder, wie mit den Winterhändschuhen schrecken, die gute Edele Geyster10 verbastarten, vnd die gantze Blühe der Jugend vergifften, ersticken, der flor defloriren erfrören Page: 277   vnnd versehren. Daß jhm also11, nempt12 mir einen jungen Knaben von diser jetzigen jungen Welt, der allein zwen Monat gestudiert13, da wett ich, wa er nicht ein besser Vrtheil, bessere Gesprechlichkeit vnd bessere Zuberclausische zufäll in eim Jtem, als euwer Son inn vielen summarum14 hab, auch baßgeberdiger vnnd ehrenerbietiger15 seie : vnnd wa es nicht war, will ich mein Lebenlang ein Mechelburgischer Schunckenmadenfresser16 vnd Speckhecker auß Engern bleiben. Welchs dem Grandgusier mächtig wol geful, vnnd befahl alsbald, daß mans versuchte.

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