TITUS
Johannes Fischart, Geschichtsklitterung
Part No. 413
Paragraph: 4
Auff
den
Abend
zu
dem
Nachtjmbiß
,
fürt
der
von
Marais
seiner
Jungen
einen
von
Gongewiler
genannt
Eudemon
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Wolbegeist
hinzu
,
so
wol
begnadet
,
guts
Kopffs
,
so
Bossenschicklich
,
so
schön
rein
abgestäubet
,
vnd
inn
seinen
Geberden
so
holdselig
,
das
er
viel
meher
einem
kleinen
Engelchen
vom
Fron
Altar
als
eim
Menschen
änlichet
.
Sprach
darnach
zu
dem
Grandgoscher
17
,
Secht
jhr
das
jung
Kind
?
es
trägt
18
noch
nicht
gar
zwölff
Jar
auff
jhm
:
Nun
laßt
vns
,
wann
es
euch
gelust
,
ein
versuchens
vnderstehen
,
was
vnderscheyds
sey
zwischen
eueren
Matheologischen
Künsthümplern
,
Weißheitverkauffern
vnnd
Fantasten
auß
der
alten
Welt
,
vnd
den
jungen
Leuten
dises
vnseren
Neuen
wesens
.
Diß
fürnemmen
geful
vnserm
Herrn
von
der
Großgoschen
19
,
vnd
hieß
den
jungen
Knaben
20
gleich
sein
Sach
vortragen
.
Hierauff
bat
Eudemon
zu
forderst
seinen
Herren
den
Königlichen
Statthalter
vmb
erlaubnuß
solches
zuthun
,
sein
Hütlin
inn
der
Hand
stätt
haltend
,
mit
auffrechtem
sittigem
Antlitz
,
doch
etwas
jugendgemäser
schamerrötung
,
mit
vnerschrokkenen
stäten
augen
,
sein
gesicht
vff
den
Gargantua
richtend
,
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nicht
daß
er
sich
vom
ort
verwendt
,
oder
die
füß
,
nach
Storcken
art
,
wie
die
Schmid
die
Blasbälg
,
abgewechsselt
hette
.
This text is part of the
TITUS
edition of
Johannes Fischart, Geschichtsklitterung
.
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, Frankfurt a/M, 7.5.2019. No parts of this document may be republished in any form without prior permission by the copyright holder.