TITUS
Johannes Fischart, Geschichtsklitterung
Part No. 465
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Paragraph: 14      Mitlerweil warffen sechs seines Hofgesinds, einer nach dem andern, daß sie einander ersetzten vnd vorspanten5859, stets mit vollen Schaufeln Obernähemischen Senff in das Maul, daß jm die augen vbergiengen : Dann60 der Senff war noch vom sauren Herbst. Darauf that er einen schrecklichen trunck weissen Weins, jm alle strümpff vnd stöck des leibs zubegiessen vnnd zuerquicken. Demnach er wie es jn ankam, so viel als jm geful, spant die Backenleist, ließ zu thal, schütt auff die Mül, schwedert in sich wie ein Laugensack, schoppet sich vnnd fraß biß jm der Bauch strotzt61, wie ein Füllwürst vnnd Seusack. Im trincken hett er kein Maß, regel,62 noch zehengebott. Dann er sagt, maß63 vnnd ziel des trinckens sey, wann der64 trinckend Kerles65 seine Pantoffelsolen vmb ein halben fuß auffplaset, die Nestel, hafften vnd Kneiflin aufftreibet, vnnd oben zum halß ein mit eim Leffel mag den Wein erreichen vnnd schnitten darein66 weichen. Das heißt ein zil gesteckt, ein Rock gelegt, es springt67 hernach, welchen gelust : Lang Füß theten es, aber nicht lang Arm : Wiewol wer ist arm? sind wir doch Reich Hudler, wir haben zerrissen Kleider.



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