TITUS
Konrad von Megenburg, Buch der Natur
Part No. 9
Book: IV
IV.
Line: 1
Line: 2
A.
Line: 3
VON
DEN
PAUMEN
.
Line: 4
Wir
schüllen
nu
in
disem
vierden
stuck
des
puoches
Line: 5
sagen
von
allerlai
paumen
und
des
êrsten
von
gemainen
5
Line: 6
paumen
,
dar
nâch
von
wolsmeckenden
und
gar
edeln
Line: 7
paumen
und
schüllen
die
ordnung
haben
,
daz
wir
des
Line: 8
êrsten
von
den
sagen
,
der
nam
sich
ze
latein
an
ainem
Line: 9
A
anhebt
,
und
dar
nâch
an
dem
B
,
reht
als
daz
ABC
Line: 10
geordent
ist
,
sam
unser
weis
vor
gewesen
ist
in
andern
10
Line: 11
dingen
.
Chapter / Strophe: 1
1.
Line: 12
Line: 13
VON
DEM
KÄUSCHEN
LAMP
.
Line: 14
Agnus
castus
haizt
daz
käusch
lamp
.
daz
ist
ain
Line: 15
paum
,
sam
Platearius
spricht
,
der
ist
an
kraft
haiz
und
15
Line: 16
trucken
,
alsô
daz
er
hitzet
und
trükent
,
und
hât
den
na\men
Line: 17
dar
umb
,
daz
er
den
menschen
käusch
macht
sam
Line: 18
ain
lämpel
,
wan
er
auzräut
und
auzwürzelt
den
unkäu\schen
Line: 19
glust
,
dar
umb
,
daz
er
des
menschen
unkäusch
Line: 20
fäuhten
mit
seiner
hitz
verzert
.
und
daz
würkt
der
paum
20
Line: 21
niht
allain
mit
seinen
pletern
noch
allain
mit
seim
saff
Line: 22
wer
daz
trinket
,
er
würkt
ez
auch
dâ
mit
,
ob
man
den
Line: 23
ligenden
menschen
sein
plüet
oder
sein
pleter
understrä\wet
.
Line: 24
daz
bezeugt
Galiênus
,
der
dâ
schreibt
von
den
pur\gern
Line: 25
ze
Athên
in
der
stat
in
Kriechen
,
und
spricht
,
daz
25
Line: 26
die
êrbærigen
frawen
des
paumes
pleter
in
ir
häuser
sträu\ten
Line: 27
hie
vor
,
daz
si
und
ir
man
dester
käuscher
lebten
.
Line: 28
man
liset
auch
in
der
alten
maister
schrift
,
daz
die
alten
Page: 312
Line: 1
haiden
,
die
mit
irm
opfer
antwürt
wolten
paiten
von
den
Line: 2
abgötern
,
sich
legten
auf
des
paumes
pleter
,
dar
umb
,
Line: 3
wenn
si
entsliefen
,
daz
si
kain
pœs
traum
oder
kain
val\schez
Line: 4
gesiht
velschet
und
beswært
.
der
paum
pringt
sein
Line: 5
pleter
niht
mit
andern
paumen
,
die
in
dem
lenzen
grüe\nent
:
5
Line: 6
er
paitet
mit
seinen
pletern
und
mit
seinen
plüeten
Line: 7
unz
verr
in
den
sumer
,
sô
der
sunnen
hitz
daz
ertreich
Line: 8
gar
erhitzet
hât
.
des
paumes
plüet
oder
sein
pleter
sint
Line: 9
zuo
erznei
gar
guot
,
wan
wer
sein
saft
trinket
oder
ir
Line: 10
wazzer
,
dâ
inn
si
gesoten
sint
,
der
verleuset
seinen
un\käuschen
10
Line: 11
gelust
gar
vast
,
und
benimpt
hitz
oder
prunst
,
Line: 12
dâ
mit
ain
mensch
überhitzet
ist
,
und
allermaist
wenn
Line: 13
man
diu
schämigen
gelider
dâ
mit
handelt
.
waz
man
auch
Line: 14
riemen
seudet
in
derlai
saf
,
die
sint
guot
für
genorream
,
Line: 15
daz
ist
unwillig
sâmenrêrn
,
sam
in
dem
slâf
geschicht
15
Line: 16
oder
auch
etleichen
läuten
wachend
.
der
pâm
hât
ple\ter
Line: 17
sam
ain
ölpaum
,
iedoch
sint
si
niht
sô
hert
,
und
hât
Line: 18
die
art
,
daz
er
gern
an
wäzrigen
steten
wechset
und
an
Line: 19
nidern
steten
.
wolt
got
,
daz
der
werlt
der
weinreben
Line: 20
minner
wüechs
und
derlai
paum
mêr
,
und
allermaist
gaist\leichen
20
Line: 21
läuten
.
Chapter / Strophe: 2
2.
Line: 22
Line: 23
VON
ADAMS
PAUM
.
Line: 24
Ainer
lai
paum
wachsent
in
dem
land
gegen
der
sun\nen
Line: 25
aufganch
,
sam
Jacobus
spricht
,
die
tragent
gar
schœn
25
Line: 26
gelb
öpfel
.
an
den
öpfeln
scheint
ains
menschen
piz
gar
Line: 27
offenleich
und
kuntleich
und
dar
umb
haizt
man
si
Adâ\mes
Line: 28
öpfel
.
wærleich
,
daz
ist
ain
grôz
wunder
,
daz
got
Line: 29
des
êrsten
menschen
sünd
wolt
zaigen
an
derlai
frühten
.
Chapter / Strophe: 3
3.
Line: 30
Line: 31
VON
DES
PARADIS
PAUM
.
Line: 32
Arbor
paradisi
haizt
des
paradis
paum
und
haizt
von
Line: 33
etleichen
maistern
ze
latein
pulcherrima
,
daz
spricht
:
der
Page: 313
Line: 1
allerschœnist
,
wan
er
ist
sô
schœn
,
daz
seineu
pleter
an
Line: 2
der
leng
ain
daumeln
habent
und
an
der
prait
ain
halb
Line: 3
daumeln
.
der
paum
tregt
lenklocht
öpfel
und
die
sint
Line: 4
süez
und
vaiztelochter
fäuhten
,
und
sprechent
die
maister
,
Line: 5
daz
er
der
öpfel
mêr
den
hundert
trag
an
ainem
stengel
.
5
Line: 6
sein
stam
ist
hol
sam
ain
rœr
und
wechset
gern
an
fäuh\ten
Line: 7
steten
,
die
man
allzeit
fäuht
macht
,
reht
sam
der
Line: 8
kürbiz
tuot
.
Pei
dem
paum
verstên
ich
unser
frawen
.
Line: 9
diu
haizt
wol
der
allerschœnst
paum
,
der
under
frawen
Line: 10
pild
fruht
ie
getruog
;
diu
ist
sô
voller
genâden
,
daz
si
ie
10
Line: 11
an
ainem
ast
der
sælichait
tregt
mêr
dann
hundert
tugent
.
Chapter / Strophe: 4
4.
Line: 12
Line: 13
VON
DEM
WUNDERLEICHEM
PAUM
.
Line: 14
Arbor
mirabilis
haizt
der
wunderleich
pâm
.
des
Line: 15
stam
ist
auch
hol
sam
ain
rœr
und
wehst
auch
gern
an
15
Line: 16
fäuhten
steten
,
reht
sam
der
schœnist
tuot
.
aber
der
wun\derleich
Line: 17
hât
praiteu
pleter
und
gar
grôzeu
und
tregt
ge\körnteu
Line: 18
fruht
an
langen
stengeln
sam
die
weintrauben
.
Line: 19
sein
pluom
ist
sô
schœn
geschicket
als
ain
weintraub
und
Line: 20
ist
gevar
als
safrân
.
der
paum
wechst
gern
an
dem
20
Line: 21
schaten
,
auch
als
daz
kürbiz
.
Pei
dem
paum
verstên
ich
Line: 22
daz
hailig
cräuz
,
daz
hât
getragen
die
gar
schœnen
pluo\men
Line: 23
unsern
herren
Jêsum
Christum
,
wan
daz
hailig
cräuz
Line: 24
haizt
wol
der
wunderleich
paum
von
den
wunderleichen
Line: 25
werken
,
diu
got
würkt
in
seim
namen
.
von
dem
paum
25
Line: 26
und
von
dem
vodern
sagt
unser
puoch
ze
latein
niht
,
ich
Line: 27
hân
si
genomen
auz
grœzern
püechern
von
der
nâtûr
,
als
Line: 28
ich
willen
hân
ze
tuon
an
vil
paumen
und
kräutern
;
dâ
Line: 29
twinget
mich
zuo
gar
guoter
will
.
Chapter / Strophe: 5
5.
Line: 30
Line: 31
VON
DER
TANNEN
.
Line: 32
Abies
haizt
ain
tann
und
ist
ze
latein
sô
vil
gespro\chen
Line: 33
sam
ain
aufgängel
,
wan
der
paum
wirt
gar
hôch
Page: 314
Line: 1
und
langet
über
ander
paum
,
sam
Isidorus
spricht
,
und
Line: 2
ist
gar
lüftiger
art
.
dar
umb
mag
man
ez
wol
gehandeln
Line: 3
zuo
paw
und
zuo
feur
,
wan
ez
ist
eben
und
hât
niht
vil
Line: 4
knorren
,
die
von
erdischer
grober
fäuhten
koment
.
daz
Line: 5
holz
hât
die
art
,
ist
,
daz
man
ez
allzeit
in
wazzer
legt
5
Line: 6
oder
ob
ez
allzeit
an
dem
luft
stêt
,
sô
gefaulet
ez
selten
Line: 7
nümmer
;
ist
aber
ez
ain
zeit
in
wazzer
und
ain
zeit
in
Line: 8
luft
und
geschicht
der
wechsel
dick
,
sô
faulet
ez
leiht
.
Line: 9
dû
scholt
auch
wizzen
,
daz
die
maister
in
der
nâtûr
vör\hein
Line: 10
holz
und
viechtein
holz
allez
tannen
haizent
mit
dem
10
Line: 11
gemainen
namen
abies
;
aber
si
sprechent
,
daz
diu
reht
Line: 12
tann
under
den
drein
die
alleredelst
sei
,
wan
diu
hât
Line: 13
daz
allerweizist
und
daz
allerlüftigst
holz
.
daz
viechtein
Line: 14
holz
ist
ain
tail
rœter
und
der
viechten
pleter
sint
niht
Line: 15
sô
smal
sam
diu
tannenpleter
,
aber
vörheinz
holz
ist
vol\ler
15
Line: 16
kiens
und
dâ
macht
man
lieht
auz
.
die
drei
paum
Line: 17
haizent
ze
latein
nâch
enander
abies
alba
,
abies
citrina
,
Line: 18
abies
resinosa
.
iedoch
werd
wir
von
der
viechten
sunder\leichen
Line: 19
schreiben
.
auz
tänneim
holz
werdent
niht
guot
Line: 20
päuch
zuo
saitenspil
,
sam
zuo
fideln
,
zuo
leirn
und
zuo
20
Line: 21
andern
dingen
,
dar
umb
,
daz
derlai
holz
von
seiner
lüf\tigen
Line: 22
nâtûr
gesträutes
leibes
ist
und
vol
gar
klainer
leip\löchel
,
Line: 23
diu
wir
an
uns
swaizlöchel
haizent
,
und
dar
umb
Line: 24
helt
ez
den
luft
niht
vast
,
dâ
von
der
dôn
kümt
,
aber
ez
Line: 25
werdent
gar
guot
pödem
an
sölchen
dingen
auz
tänneim
25
Line: 26
holz
,
dar
umb
,
wenn
sich
der
luft
gestôzen
hât
an
die
Line: 27
starken
saiten
in
der
ding
päuchen
,
sô
zinzelt
er
langsam
Line: 28
durch
die
linden
pödem
,
und
dâ
von
wirt
daz
gedœn
süez
.
Chapter / Strophe: 6
6.
Line: 29
Line: 30
VON
DER
ERLN
Line: 31
Alnus
haizt
ain
erl
.
der
paum
wechst
gern
an
fäuhten
Line: 32
steten
und
ist
sein
holz
rôt
und
diu
rind
swarz
.
wenn
Line: 33
man
daz
holz
geprennet
,
dâ
wirt
weizer
asch
auz
wan
Line: 34
auz
kainrlai
anderm
holz
,
daz
uns
bekant
sei
.
daz
holz
Page: 315
Line: 1
hât
die
art
,
die
weil
ez
grüen
ist
,
sô
læzt
ez
sich
niht
sô
Line: 2
gern
spalten
sam
daz
tännein
;
aber
wenn
ez
gedorret
,
sô
Line: 3
læzt
ez
sich
gerner
spalten
.
des
paumes
pleter
habent
die
Line: 4
art
,
wenn
si
des
êrsten
her
für
gênt
,
sô
habent
si
ain
Line: 5
vaizt
zæh
fäuhten
,
reht
als
des
popelpaums
pleter
.
iedoch
5
Line: 6
ist
der
erlpleter
saf
niht
sô
schœn
smeckend
sam
der
Line: 7
popeln
pleter
saf
.
diu
erlpleter
habent
die
art
,
wâ
man
Line: 8
si
sträut
in
ain
kamern
,
dâ
tœtent
si
die
flœch
,
und
daz
Line: 9
ist
wâr
von
den
pletern
,
diu
newleich
auzgeschozzen
sint
,
Line: 10
wan
dâ
müezent
die
flœch
an
hangen
.
daz
erlein
holz
10
Line: 11
alsô
grüenez
in
wazzer
gelegt
erfaulet
gar
langeu
jâr
Line: 12
nümmer
und
dar
umb
sleht
man
pfeiler
in
die
mosigen
Line: 13
stet
auz
derlai
holz
und
pawet
dar
auf
türn
,
maur
und
Line: 14
andreu
werk
.
Chapter / Strophe: 7
7.
Line: 15
Line: 16
VON
DEM
MANDELPAUM
.
Line: 17
Amygdalus
haizt
ain
mandelpâm
und
ist
ain
krie\chisch
Line: 18
wort
,
sam
Isidorus
spricht
,
und
bedäutet
sô
vil
Line: 19
als
ain
langeu
nuz
.
Rabanus
spricht
,
daz
sich
der
paum
Line: 20
ê
mit
plüeten
klaid
dann
kain
ander
paum
.
der
paum
20
Line: 21
früht
sint
zwairlai
.
etleich
sint
süez
,
die
sint
guot
ze
ez\zen
,
Line: 22
und
etleich
sint
pitter
,
die
sint
guot
zuo
erznei
.
ie\doch
Line: 23
werdent
die
pittern
süez
,
wenn
man
si
dar
nâch
Line: 24
pawet
,
wan
der
den
paum
umbgrebt
dreir
vinger
lank
Line: 25
von
der
würzeln
mit
ainr
gruob
,
dâ
diu
schedleich
fäuh\ten
25
Line: 26
auz
gêt
,
sô
werdent
die
mandelnüz
süez
,
oder
pei
der
Line: 27
wurzeln
den
stam
durchport
mit
aim
nägbær
und
sleht
Line: 28
ainen
keil
dar
ein
ze
mittelst
übertwerch
,
sô
werdent
si
Line: 29
auch
süez
,
oder
der
eisnein
negel
durch
den
stam
sleht
.
Line: 30
wenn
man
die
mandelkern
mit
merwazzer
oder
mit
an\derm
30
Line: 31
gesalzem
wazzer
wescht
,
sô
werdent
si
weiz
und
Line: 32
sint
lang
frisch
.
Pei
der
arbeit
,
dâ
mit
man
die
mandel
Line: 33
süez
macht
,
verstên
ich
die
gaistleichen
arbait
,
diu
alle
Line: 34
die
pitterkait
der
rew
und
der
puoz
verkêrt
in
ain
süe\zen
Line: 35
der
êwigen
süezikait
und
sælichait
.
35
Page: 316
Chapter / Strophe: 8
8.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
HAGDORN
.
Line: 3
Bedegar
haizet
ain
hagdorn
oder
weithagen
.
der
Line: 4
paum
hât
seinen
stam
vol
kurzer
weizer
dorn
oder
rœt\loter
Line: 5
und
hât
pleter
geleich
aim
rôsendorn
oder
aim
velt\dorn
.
5
Line: 6
iedoch
sint
sein
früht
klainer
wan
des
veltdorns
Line: 7
früht
,
ez
sint
auch
sein
rôsen
klainer
wan
des
veltdorns
Line: 8
rôsen
.
des
hagdorns
pleter
habent
ainen
weinsmack
und
Line: 9
allermaist
in
dem
lenzen
,
die
weil
si
new
sint
.
des
hag\dorns
Line: 10
sâm
ist
an
der
kraft
haiz
und
behend
und
ist
den
10
Line: 11
kinden
guot
,
diu
ir
ärmel
oben
verlaidigt
habent
an
der
Line: 12
wegung
:
wenn
si
den
sâmen
trinkent
,
sô
hailent
si
.
wer
Line: 13
auch
den
munt
reibet
und
weschet
mit
des
paumes
saft
,
Line: 14
daz
ist
guot
für
den
zantsiechtum
.
man
spricht
auch
,
Line: 15
daz
sein
wurzel
guot
sei
für
daz
pluoträchsen
auz
dem
15
Line: 16
mund
und
auz
dem
hals
und
ist
guot
für
die
krankhait
Line: 17
des
magen
und
ist
guot
für
diu
fieber
,
diu
von
pœser
Line: 18
wäzriger
fäuhten
koment
.
Chapter / Strophe: 9
9.
Line: 19
Line: 20
VON
DEM
PUCHSPAUM
Line: 21
Buxus
haizt
ain
puchspaum
.
der
paum
ist
gar
knor\rot
Line: 22
und
sein
holz
ist
gelblot
und
gar
vest
und
dar
umb
Line: 23
mag
man
behendeu
pild
und
ander
gestalt
dar
ein
graben
.
Line: 24
der
paum
wechset
niht
hôch
und
ist
an
der
kraft
warm
Line: 25
und
trucken
und
hât
ainen
smack
,
wenn
des
mannes
sâm
25
Line: 26
dem
selben
smack
geleich
smeckt
,
sô
ist
er
wol
perhaft
,
Line: 27
als
etleich
sprechent
.
wenn
auch
der
mensch
gesunt
ist
,
Line: 28
sô
smecket
er
sam
der
puchspaum
an
dem
leib
zemâl
,
Line: 29
ân
daz
des
puchspaumes
smack
scherpfer
ist
und
trückner
.
Line: 30
der
paum
ist
grüen
winter
und
sumer
und
hât
klaineu
30
Line: 31
plätel
,
diu
sint
hertgriffig
.
der
paum
ist
zwair
lai
.
ainr
Line: 32
lai
wechst
hœher
wan
der
andern
lai
und
der
hœher
praitt
Line: 33
sich
niht
sô
vast
sam
der
nider
und
tregt
klaineu
äpfell
,
Page: 317
Line: 1
diu
habent
oben
scharpf
spitzling
und
klainen
sâmen
.
der
Line: 2
puchspaum
hât
gar
knorrot
wurzeln
,
und
dar
umb
vint
Line: 3
man
edlern
maser
an
derlai
holz
wan
an
kaim
andern
Line: 4
holz
.
iedoch
smeckt
der
wein
paz
auz
viechteim
maser
.
Chapter / Strophe: 10
10.
Line: 5
Line: 6
VON
DEM
KESTENPAUM
.
Line: 7
Castanea
haizt
ain
kestenpaum
.
der
paum
ist
grôz
Line: 8
und
praitt
sein
est
sam
diu
puoch
tuot
,
iedoch
ist
diu
Line: 9
puoch
hœher
wan
der
kestenpaum
und
sint
des
kesten\paums
Line: 10
pleter
lenger
und
dicker
wan
der
puochen
pleter
.
10
Line: 11
der
kestenpaum
hât
sein
fruht
in
ainer
rauhen
spitzigen
Line: 12
schaln
,
reht
sam
diu
puoch
hât
,
aber
des
kestenpaums
Line: 13
früht
sint
verr
grœzer
wan
der
puochen
früht
und
iet\weder
Line: 14
paum
hât
in
ainer
schaln
vil
kern
und
hât
ietleich
Line: 15
kern
ain
besunder
häutel
,
daz
ist
swarz
.
der
kestenpaum
15
Line: 16
hât
die
art
,
wenn
man
im
oben
den
wipfelink
abhawet
,
sô
Line: 17
schozzet
er
in
vil
schozreiser
und
pringt
der
ainen
grô\zen
Line: 18
pusch
.
wer
die
kestennüz
zestœzt
mit
salz
und
dar
Line: 19
nâch
mit
honig
mischet
,
daz
ist
guot
wider
die
slangen
Line: 20
pizz
und
wider
der
töbigen
hund
pizz
.
20
Chapter / Strophe: 11
11.
Line: 21
Line: 22
VON
DEM
CEDERPAUM
.
Line: 23
Cedrus
haizt
ain
cederpaum
.
daz
ist
gar
ain
edel
Line: 24
paum
an
der
hœch
,
wan
er
wechset
nâhent
zuo
den
wol\ken
,
Line: 25
sam
Jacobus
und
Isidorus
sprechent
.
des
paumes
25
Line: 26
pleter
sint
nâhent
geleich
des
cypressen
pleter
und
sint
Line: 27
sam
der
tannen
und
der
viechten
pleter
und
smeckent
gar
Line: 28
schôn
und
sint
den
slangen
gar
wider
.
ez
ist
auch
des
Line: 29
paumes
holz
gar
wol
smeckend
und
wert
lang
und
scha\dent
Line: 30
im
die
holzwürm
niht
.
des
paums
harz
haizt
ze
30
Line: 31
latein
resina
cedrina
,
daz
spricht
cederharz
.
wer
diu
Line: 32
püecher
dâ
mit
bestreicht
,
diu
vrezzent
die
schaben
niht
Page: 318
Line: 1
und
werent
gar
lang
.
die
slangen
sterbent
von
seim
smak
.
Line: 2
der
cederpaum
ist
zwair
lai
.
ainr
lai
plüet
und
pringt
Line: 3
niht
fruht
.
der
ander
plüet
niht
und
pringt
fruht
.
der
Line: 4
fruhtpær
pringt
new
früht
,
ê
diu
vorder
fruht
ab
dem
Line: 5
paum
kom
.
die
fruhtpærn
haizent
merceder
und
haizent
5
Line: 6
ze
latein
maritime
.
die
wachsent
in
Italia
und
sint
klain
Line: 7
und
ist
ir
fruht
grôz
als
ains
menschen
haupt
nâhent
ge\leich
Line: 8
den
kürbizen
.
der
apfel
ist
gel
und
hât
dreirlai
Line: 9
wesen
an
im
,
sam
Jacobus
spricht
.
daz
auzer
tail
hitzet
,
Line: 10
daz
mitter
tail
ist
mæzig
warm
,
daz
dritt
,
daz
inwendig
10
Line: 11
ist
sam
des
apfels
herz
,
daz
küelt
.
Line: 12
Nu
sprechent
die
maister
,
daz
sei
diu
fruht
,
dâ
von
Line: 13
unser
herr
spricht
'ir
wert
eu
an
dem
êrsten
tag
nemen
Line: 14
der
früht
des
allerschœnisten
paums
,'
als
wir
lesen
in
dem
Line: 15
puoch
Levitico
.
aber
die
juden
,
die
neur
dem
puoch\staben
15
Line: 16
volgent
,
die
nement
die
öpfel
,
die
dâ
haizent
aran\ser
Line: 17
von
dem
paum
arans
,
der
ze
latein
orangus
haizt
,
und
Line: 18
trinket
man
ir
saf
für
die
hitz
sumerzeiten
in
wälhischen
Line: 19
landen
.
ez
wahsent
gar
schœn
und
gar
hôch
cederpäum
Line: 20
in
den
landen
gegen
der
sunnen
aufganch
auf
dem
perg
20
Line: 21
Libano
.
aber
ez
sprechent
etleich
,
die
selben
päum
sein
Line: 22
unfruhtpær
all
zeit
.
nâch
den
selben
cederpaumen
ge\leicht
Line: 23
sich
unser
fraw
in
der
geschrift
und
spricht
von
ir
Line: 24
selber
'ich
pin
erhœht
sam
ain
cederpaum
auf
dem
perg
Line: 25
Libano
.'
zwâr
daz
mag
si
wol
sprechen
diu
aller
gnâden
25
Line: 26
vol
,
wan
si
ist
erhœht
über
all
engel
auf
dem
himel
unz
Line: 27
in
diu
wolken
der
götleichen
gnâden
und
lieb
.
dâ
mit
Line: 28
ist
si
umbgeben
alsô
milticleich
,
daz
si
got
ir
aingeporn
Line: 29
sun
nihts
verzeiht
,
er
gewer
si
alles
des
si
in
pitt
.
frawe
,
Line: 30
des
lâz
mich
geniezen
durch
all
dein
wirdikait
!
30
Chapter / Strophe: 12
12.
Line: 31
Line: 32
VON
DEM
CYPRESSENPAUM
.
Line: 33
Cypressus
ist
auch
gar
ain
hoher
paum
und
tregt
Line: 34
vil
gemainschaft
mit
dem
cederpaum
,
wan
der
cederpaum
Page: 319
Line: 1
und
der
cypressenpaum
und
der
therebint
und
diu
tann
Line: 2
tragent
vil
über
ain
und
allermaist
dar
an
,
daz
die
paum
Line: 3
all
harz
tragent
vil
nâhent
áins
smackes
,
iedoch
sint
der
Line: 4
ceder
und
der
cypress
lengers
wesens
wan
diu
tann
oder
Line: 5
diu
viecht
.
der
cypress
praitt
sein
wurzeln
vast
,
iedoch
5
Line: 6
seiht
und
niht
tief
in
der
erden
und
hât
klaineu
spitzigeu
Line: 7
plätel
sam
diu
viecht
oder
diu
tann
;
iedoch
ist
des
cy\pressen
Line: 8
holz
ain
klain
herter
wan
der
viechten
holz
und
Line: 9
auch
swerzer
.
ez
sint
auch
tannzäpfen
und
cypressenöpfel
Line: 10
geleich
an
der
gestalt
und
ir
körnel
smeckent
geleich
.
10
Line: 11
diu
ezzent
die
aichorn
ab
den
viechten
winterzeiten
.
des
Line: 12
cypressen
holz
ist
gar
guot
zuo
palken
in
kirchen
und
zuo
Line: 13
grôzem
gepäw
und
ist
gar
vest
,
alsô
daz
ez
grôz
und
Line: 14
swær
pürd
mag
auf
gehalten
und
getragen
.
Dem
paum
Line: 15
geleichet
sich
auch
unser
fraw
in
der
geschrift
und
spricht
15
Line: 16
von
ir
selber
'ich
bin
auf
gehœcht
als
ain
cypress
auf
Line: 17
dem
perg
Syôn
;'
daz
spricht
si
pilleich
,
wan
Syôn
ist
als
Line: 18
vil
gesprochen
als
ain
gesiht
des
frides
.
nu
ist
si
auf
Line: 19
dem
perg
,
daz
ist
der
himel
,
des
êwigen
frides
,
und
praitt
Line: 20
ir
genâd
herab
und
helt
daz
gepäw
auf
der
hailigen
20
Line: 21
christenhait
.
wær
des
niht
,
wærleich
sô
wær
diu
christen\hait
Line: 22
gar
krank
pei
unsern
zeiten
,
wan
zucht
,
tugent
,
trew
Line: 23
und
wârhait
sint
auz
der
welt
gevarn
und
habent
vier
Line: 24
swær
gesellen
hinter
in
gelâzen
:
unzucht
,
untugent
,
un\trew
Line: 25
und
valschait
.
25
Chapter / Strophe: 13
13.
Line: 26
Line: 27
VON
DEM
KÜTENPAUM
.
Line: 28
Cytonius
oder
cottanus
haizt
ain
kütenpaum
.
der
Line: 29
paum
ist
zwair
lai
.
ainr
lai
wechst
grôz
sam
ain
pirpaum
.
Line: 30
der
tregt
lenklot
küten
,
gestalt
sam
die
pirn
,
und
haizent
30
Line: 31
pirnküten
,
aber
si
smeckent
sam
die
küten
und
sint
gel
Line: 32
sam
die
küten
und
des
paums
pleter
sint
klainer
wan
des
Line: 33
gemainen
kütenpaums
pleter
.
der
ander
lai
küttenpaum
Line: 34
wechset
klainer
.
der
hât
grœzereu
pleter
und
tregt
ge\main
Line: 35
küten
;
die
sint
sinbel
und
niht
lengloht
sam
die
35
Page: 320
Line: 1
êrsten
.
die
kütenpaum
habent
die
art
,
ist
daz
man
si
Line: 2
niht
dick
umbgrebt
,
sô
dorrent
si
oder
ir
früht
werdent
Line: 3
gar
unedel
,
klain
und
rauch
.
die
küten
sint
pezzer
ze
Line: 4
ezzen
geprâten
wan
gesoten
.
man
schol
si
aber
alsô
prâten
.
Line: 5
höler
die
kern
auz
in
und
leg
lauter
honig
in
diu
grüebel
5
Line: 6
und
zeuch
in
die
haut
oder
die
rinden
oben
ab
mit
ainem
Line: 7
mezzer
.
dar
nâch
bewind
si
mit
flachs
oder
mit
werich
Line: 8
und
leg
si
dann
in
haiz
aschen
,
sô
werdent
si
gesmach
Line: 9
und
guot
.
wer
daz
wazzer
trinkt
,
dâ
der
asch
inn
ge\waschen
Line: 10
ist
,
der
geprant
wirt
auz
des
kütenpaums
esten
10
Line: 11
und
pletern
,
daz
ist
im
guot
für
die
huosten
.
die
süezen
Line: 12
küten
gezzen
sint
guot
für
des
leibes
ruor
,
diu
dâ
kümt
Line: 13
von
hitz
und
von
der
krankhait
der
habenden
kraft
des
Line: 14
magen
,
ob
man
si
nüehtarn
izt
;
aber
wenn
man
si
nâch
Line: 15
tisch
izt
,
sô
vertreibent
si
daz
wüllen
und
den
unlust
.
izzet
15
Line: 16
aber
man
ir
ze
vil
,
sô
pringent
si
smerzen
in
den
âdern
.
Line: 17
der
kütten
sâm
oder
ir
kern
sint
guot
dem
menschen
,
dem
Line: 18
diu
kel
und
diu
zung
rauch
sint
oder
scharpf
,
alsô
daz
Line: 19
ez
dâ
von
haiser
ist
,
und
der
sâm
gesoten
ist
gar
guot
Line: 20
für
den
durst
,
und
die
kütten
auch
,
und
dar
umb
niezent
20
Line: 21
si
die
weisen
nâch
wein
.
ez
wirt
auch
ain
syrop
dâ
von
,
Line: 22
der
den
gelust
ze
ezzen
wider
pringt
.
wer
die
küten
Line: 23
schelt
und
si
legt
in
ain
gepichtez
vaz
und
regenwazzer
Line: 24
dar
an
geuzt
,
sô
wirt
daz
wazzer
weinend
.
ez
muoz
aber
Line: 25
lang
in
dem
vaz
stên
.
den
kütenwein
gibt
man
den
25
Line: 26
kranken
läuten
,
die
hitzig
sint
und
die
weins
begernt
.
Line: 27
daz
wazzer
nüehtarn
getrunken
verstellt
den
leib
an
der
Line: 28
ruor
,
aber
ez
pringt
dick
die
permuoter
in
dem
leib
.
Line: 29
aber
nâch
tisch
waicht
ez
den
leip
.
alsô
tuont
auch
die
Line: 30
gesoten
küten
mit
hong
.
der
küttenwazzerwein
ist
guot
30
Line: 31
zuo
dem
rôten
überfluz
der
frawen
,
ob
sein
ze
vil
kümt
Line: 32
und
niht
verstên
wil
.
die
faulen
küten
geprant
und
ge\pulvert
Line: 33
sint
guot
für
den
siehtuom
,
der
der
krebz
haizt
,
Line: 34
und
ist
den
läuten
an
dem
aftern
und
haizent
in
etleich
Line: 35
daz
veig
.
ez
wirt
auch
öl
auz
des
kütenpaumes
pletern
,
35
Line: 36
als
rôsenöl
,
daz
ist
gar
guot
zuo
vil
dingen
.
Page: 321
Chapter / Strophe: 14
14.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
EIBAN
.
Line: 3
Ebanus
haizt
ain
eiban
.
der
paum
wechst
niht
in
Line: 4
unser
wonung
,
er
wechst
in
India
und
in
der
môrn
lant
.
Line: 5
wenn
man
den
abhawet
,
sô
wirt
er
hert
als
ain
stain
.
5
Line: 6
des
paums
holz
ist
gar
hert
und
entweicht
dem
feur
niht
Line: 7
leiht
,
und
sô
man
ez
in
ain
gar
grôz
feur
legt
,
sô
ver\print
Line: 8
ez
und
wirt
verzert
,
aber
ez
gibt
niht
flammen
oder
Line: 9
glôhen
.
des
paumes
holz
gefault
nümmer
.
sein
rind
ist
Line: 10
leicht
und
lind
sam
des
lorpaums
rind
.
der
eiban
,
der
10
Line: 11
in
India
wechset
,
der
ist
sprinkeloht
oder
spreckelloht
Line: 12
mit
weizen
und
mit
swarzen
spreckeln
oder
sprinkeln
.
Line: 13
aber
der
in
der
môrn
lant
wechset
,
der
ist
pezzer
,
und
Line: 14
der
ist
zemâl
swarz
.
des
paums
holz
ist
gar
hert
und
Line: 15
glat
oder
hæl
und
macht
man
mezzerheft
dar
auz
.
si
15
Line: 16
sint
uns
aber
seltsam
.
Platearius
spricht
,
wer
daz
holz
Line: 17
pulver
und
ez
in
trank
nem
,
daz
zerprech
den
stain
in
Line: 18
der
plâtern
.
wer
auch
den
swarzen
eiban
in
der
kinder
Line: 19
wiegen
legt
oder
dar
ein
pindet
,
die
erschreckent
niht
Line: 20
von
swarzem
gesiht
;
alsô
sprechent
die
zaubrær
in
irn
20
Line: 21
püechern
.
Chapter / Strophe: 15
15.
Line: 22
Line: 23
VON
DEM
EPAUM
.
Line: 24
Edera
haizt
ain
epaum
oder
ain
ertpaum
,
aber
er
Line: 25
hiez
pilleicher
ain
slingpaum
,
wan
er
slinget
sich
über
al
25
Line: 26
auf
die
maur
oder
auf
die
want
,
dar
zuo
er
sich
gesellet
,
Line: 27
und
vlichtet
sich
dar
ein
mit
gar
vil
wurzeln
.
er
tregt
Line: 28
selten
fruht
oder
plüet
,
dar
umb
,
daz
er
gar
kalter
nâtûr
Line: 29
ist
,
und
wechset
gern
an
kalten
steten
.
aber
sô
er
fruht
Line: 30
tregt
,
daz
sint
swarz
trauben
,
sam
die
weintrauben
sint
.
30
Line: 31
der
paum
verderbt
all
ander
paum
,
den
er
sich
zuo
ge\sellt
,
Line: 32
wan
er
seuget
all
fäuhten
dar
auz
und
derret
si
.
Line: 33
er
stinkt
vast
und
ist
alzeit
grüen
.
man
spricht
auch
,
Line: 34
daz
er
den
gaizen
vil
milich
mach
,
wenn
si
in
ezzen
.
Page: 322
Chapter / Strophe: 16
16.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
VEIGENPAUM
.
Line: 3
Ficus
haizt
ain
veigenpaum
.
der
paum
ist
gesträut
Line: 4
mit
weit
gritenden
esten
und
pletern
,
sam
Isidorus
spricht
,
Line: 5
und
sô
man
die
nidersten
est
peugt
und
si
mit
erden
be\schütt
,
5
Line: 6
sô
pringent
si
ain
neu
gesläht
umb
die
muoter
.
Line: 7
der
schat
,
der
von
seinen
pletern
gêt
,
der
ist
allen
dingen
Line: 8
schad
.
Plinius
spricht
,
ez
sint
die
veigen
in
dem
land
Line: 9
India
vil
süezer
wan
ander
veigen
,
aber
si
sint
auzlen\digen
Line: 10
läuten
gar
schad
und
krenkent
ir
sterk
und
ir
kraft
,
10
Line: 11
und
dar
umb
gepôt
der
geweltig
kaiser
Alexander
seim
Line: 12
volk
,
daz
ez
der
veigen
niht
æz
,
dô
er
in
dem
land
lag
.
Line: 13
der
paum
pringt
ê
fruht
,
ê
daz
er
laub
oder
pleter
pring
.
Line: 14
Isidorus
spricht
,
wenn
die
alten
läut
vil
veigen
ezzent
und
Line: 15
oft
,
sô
vergênt
in
ir
runzeln
,
wan
die
veigen
ziehent
die
15
Line: 16
überflüzzigen
fäuhten
zwischen
vel
und
flaisch
und
die
Line: 17
füllt
dann
die
runzeln
.
er
spricht
auch
,
daz
der
veigen\paum
Line: 18
sô
grôzer
kreft
sei
,
pinde
man
ainen
gar
wilden
Line: 19
grimmen
ochsen
dar
an
,
er
werd
zam
und
sänftig
.
des
Line: 20
paumes
saf
ist
milchvar
und
hailt
vergiftig
pizz
,
die
von
20
Line: 21
slangen
oder
von
töbigen
hunden
geschehent
.
ez
ist
auch
Line: 22
guot
wider
die
fleck
an
dem
leib
und
vertreibt
diu
mail
Line: 23
in
den
augen
,
sam
ain
vorscher
spricht
.
die
veigen
ma\chent
Line: 24
niht
guot
pluot
und
dar
umb
machent
si
dem
men\schen
Line: 25
vil
leutswürm
,
die
ich
vor
füezling
hiez
,
dô
ich
25
Line: 26
von
den
würmen
schraib
.
die
veigen
habent
die
art
,
daz
Line: 27
si
die
überflüzzichait
auztreibent
in
dem
menschen
an
die
Line: 28
end
zwischen
vel
und
flaisch
,
und
dâ
von
machent
si
den
Line: 29
menschen
switzent
mit
haizem
swaiz
.
daz
wazzer
,
daz
Line: 30
gesigen
ist
oder
gewaschen
durch
der
veigenpaum
aschen
,
30
Line: 31
daz
ist
guot
zuo
dem
gerunnenn
pluot
in
dem
leib
,
wan
Line: 32
daz
zeflœzet
ez
,
wenn
man
ez
trinkt
.
sein
laug
öffent
Line: 33
und
waicht
die
herten
apostem
und
die
geswern
,
und
des
Line: 34
paums
pleter
sint
guot
den
geswern
und
den
flecken
,
die
Line: 35
von
grober
fäuhten
koment
,
und
sein
saf
und
sein
asch
35
Page: 323
Line: 1
nagent
und
durchpeizent
,
dar
umb
sint
si
paideu
zuo
Line: 2
den
geswern
guot
.
sein
laug
ist
den
siechen
âdern
wun\derleichen
Line: 3
guot
,
sô
man
si
aingeuzet
und
trinkt
.
wenn
Line: 4
man
die
veigen
izt
,
sô
man
vastet
,
mit
nuzzen
,
sô
öffent
Line: 5
si
des
ezzens
ganch
wol
.
ir
ezzen
ist
schad
mit
groben
5
Line: 6
dingen
,
sam
gepäurisch
ezzen
ist
,
milich
und
sämleich
Line: 7
dinch
.
iedoch
,
wie
daz
sei
daz
die
veigen
niht
sô
wol
Line: 8
fuoren
sam
flaisch
und
prôt
,
doch
fuorent
si
paz
wan
Line: 9
kainrlai
ander
obz
.
der
pleter
saf
öffent
die
âdern
,
die
Line: 10
zuo
dem
aftern
gênt
,
und
daz
ist
mangem
man
gar
guot
,
10
Line: 11
der
vil
fauls
pluotes
in
im
hât
.
der
veigen
milch
ist
guot
Line: 12
für
der
scorpen
stich
,
und
wer
unzeitigeu
frischeu
veigen\pleter
Line: 13
legt
auf
die
wunden
,
die
ain
töbiger
hunt
hât
ge\pizzen
,
Line: 14
daz
hilft
gar
wol
,
sô
man
si
zereibt
.
ain
pflaster
Line: 15
gemacht
mit
dem
weizen
ains
ais
ist
guot
wider
all
ver\gift
.
15
Line: 16
Plinius
spricht
,
diu
veigenmilch
samnet
daz
dünne
Line: 17
pluot
und
macht
ez
dick
und
zeflœzt
daz
dick
.
man
mag
Line: 18
die
veigen
grüen
behalten
in
honig
,
wenn
si
dar
ein
orden\leich
Line: 19
sint
gesatzt
,
alsô
,
daz
aineu
die
andern
niht
rüert
.
Line: 20
die
veigenpaum
habent
gar
ain
pitter
rinden
und
habent
20
Line: 21
doch
gar
süez
früht
,
die
pringent
si
ân
plüet
.
die
früht
Line: 22
sint
dreirlai
und
die
pest
ist
weiz
,
dar
nâch
sint
die
Line: 23
rôten
veigen
die
pesten
und
die
swarzen
die
allerpœsten
.
Chapter / Strophe: 17
17.
Line: 24
Line: 25
VON
DER
PUOCHEN
Line: 26
Fagus
haizt
ain
puoch
.
daz
ist
gar
ain
êrleich
paum
Line: 27
und
tregt
früht
,
die
sint
dreieckot
,
die
haizent
püecheln
Line: 28
mit
uns
oder
puochaicheln
in
anderr
däutsch
.
die
früht
Line: 29
sint
süez
,
aber
si
sint
der
prust
schad
,
und
daz
öl
,
daz
Line: 30
dâ
von
kümt
,
daz
ist
gar
lauter
und
ist
guot
ze
prennen
30
Line: 31
in
den
lampen
.
des
paums
holz
ist
gnuog
hert
,
aber
ez
Line: 32
ist
gar
wurmæzig
,
ez
sei
dan
stætes
mit
rauch
umbvangen
,
Line: 33
und
dar
umb
ist
niht
guot
dâ
mit
ze
pawen
.
des
paumes
Line: 34
pleter
sint
gar
lind
und
habent
süez
fäuhten
,
und
dar
Page: 324
Line: 1
umb
,
wenn
si
dannoch
junk
sint
,
sô
machent
arm
läut
Line: 2
muos
dar
auz
und
siedent
si
sam
ain
kraut
.
ez
sprechent
Line: 3
auch
etleich
,
wenn
daz
holz
lang
in
ainem
wazzer
lig
,
sô
Line: 4
verkêr
ez
sich
in
ainen
stain
.
daz
holz
ist
gar
guot
feur\holz
Line: 5
und
macht
guot
koln
,
diu
lang
werent
,
und
wenn
5
Line: 6
daz
holz
nâhent
faul
ist
,
der
ez
dann
in
sich
prennet
,
Line: 7
alsô
daz
sich
daz
feur
auf
sich
selber
ziech
,
sô
wirt
asch
Line: 8
dar
auz
,
der
ist
gar
scharpf
und
ist
den
värbern
guot
,
Line: 9
die
gewant
und
ander
dinch
värbent
.
des
paums
fruht
Line: 10
macht
niht
sô
keckez
flaisch
an
den
sweinn
,
sam
die
10
Line: 11
aicheln
tuont
.
Chapter / Strophe: 18
18.
Line: 12
Line: 13
VON
DEM
SLINTPAUM
.
Line: 14
Fraxinus
haizt
ain
slintpaum
in
etleicher
däutsch
.
Line: 15
des
paumes
holz
wirt
sô
hert
wenn
ez
dürr
wirt
,
daz
die
15
Line: 16
zweck
,
die
dar
auz
werdent
,
etswenn
durch
ain
wâpen
Line: 17
dringent
oder
durch
ain
ander
holz
,
reht
sam
eisen
.
alsô
Line: 18
tuot
auch
diu
painwid
,
und
dar
umb
macht
man
hie
vor
Line: 19
gern
scheft
dar
auz
in
die
spiez
.
daz
holz
hât
mêr
rin\den
Line: 20
oder
röck
umb
sich
dann
áinen
rock
,
und
ist
zwischen
20
Line: 21
zwain
röcken
ain
kriezlohteu
materi
,
diu
ist
gnuog
mürb
Line: 22
oder
mar
,
aber
si
ist
gar
hert
.
und
daz
slintpäumein
Line: 23
holz
ist
niht
gar
weiz
,
ez
ist
nâhent
aschenvar
,
und
des
Line: 24
paums
rind
ist
niht
gar
rauch
noch
zemâl
sleht
:
si
hât
Line: 25
ain
mitel
under
den
zwain
.
diu
rind
ist
auch
niht
gar
25
Line: 26
dick
.
der
paum
pringt
vil
pleter
an
ainem
stengel
ze
Line: 27
paiden
seiten
,
reht
sam
der
nuzpaum
tuot
,
aber
des
slint\paums
Line: 28
pleter
sint
waicher
und
smelr
wan
des
nuzpaums
Line: 29
pleter
und
sint
an
der
schickung
nâhent
sam
der
weiden
Line: 30
pleter
,
aber
si
sint
verr
grœzer
und
habent
ain
weizer
30
Line: 31
varb
.
des
paums
fruht
ist
als
die
dünnen
trauben
,
alsô
Line: 32
daz
vil
per
an
ainer
dünnen
trauben
stênt
,
und
spricht
Line: 33
Isidorus
,
daz
der
paum
gern
wachs
an
rauhen
steten
sam
Line: 34
an
pergen
und
wâ
vil
stain
sint
.
sein
asch
ist
gar
durch\peizent
,
Line: 35
wenn
man
in
mit
ezzeich
mischet
,
und
dar
umb
35
Page: 325
Line: 1
machet
man
prend
dâ
mit
an
den
painen
oder
anderswâ
.
Line: 2
wer
des
paums
pleter
zereibt
mit
ezzeich
und
macht
ain
Line: 3
pflaster
dar
auz
,
daz
ist
guot
den
räudigen
oder
schebigen
Line: 4
läuten
,
und
dâ
mit
hailt
man
auch
die
sleg
.
des
paums
Line: 5
rind
oder
sein
pleter
,
wenn
asch
dar
auz
worden
ist
und
5
Line: 6
warm
wein
dar
zuo
gemischt
ist
,
pint
man
daz
über
ze\prochen
Line: 7
pain
,
diu
wachsent
schier
zesamen
.
Chapter / Strophe: 19
19.
Line: 8
Line: 9
VON
DEM
EILPAUM
.
Line: 10
Ilex
haizt
ain
eilpaum
.
des
paums
früht
erwelten
in
10
Line: 11
die
läut
des
êrsten
zuo
ainer
narung
,
ê
daz
korn
würd
.
Line: 12
der
paum
hât
früht
sam
die
aicheln
,
und
dar
umb
spricht
Line: 13
ain
mærlær
oder
ain
poet
:
die
tœtleichen
läut
idruckten
Line: 14
des
êrsten
aicheln
.
Chapter / Strophe: 20
20.
Line: 15
Line: 16
VON
DEM
KRANWITPAUM
.
Line: 17
Juniperus
haizt
ain
kranwitpaum
und
ist
ain
krie\chisch
Line: 18
wort
,
daz
bedäutet
sô
vil
sam
ain
feurpaum
,
wan
Line: 19
pyr
in
kriechisch
haizet
feur
,
sam
Isidorus
spricht
und
Line: 20
auch
Jacobus
,
und
dâ
von
kümt
daz
wort
juniperus
,
dar
20
Line: 21
umb
,
daz
der
paum
daz
feur
gar
lang
helt
;
wan
ist
,
daz
Line: 22
man
glüend
gluot
mit
des
paumes
aschen
bedecket
,
sô
Line: 23
wert
si
ain
jâr
.
der
kranwitpaum
haizt
in
meiner
müe\terleichen
Line: 24
däutsch
ain
wechalter
und
ist
zwair
lai
.
ainr
lai
Line: 25
ist
klain
,
der
ander
lai
ist
grôz
.
des
pamns
früht
sint
von
25
Line: 26
kraft
trucken
und
warm
und
man
nimt
si
ab
in
dem
Line: 27
lenzen
.
die
früht
habent
die
kraft
,
daz
si
zæh
fäuhten
Line: 28
in
dem
menschen
zesträwent
und
verzernt
.
wer
des
leibs
Line: 29
ruor
oder
hinganch
hab
ze
vast
,
der
koch
des
paums
Line: 30
früht
mit
regenwazzer
oder
mit
wein
,
dem
wirt
paz
.
auz
30
Line: 31
dem
kranwitpaum
macht
man
öl
,
alsô
.
man
nimt
zwên
Line: 32
erein
häfen
und
setzet
si
über
enander
,
und
der
ober
ha\fen
Line: 33
schol
ain
loch
hân
an
dem
podem
.
den
selben
obern
Page: 326
Line: 1
hafen
schol
man
füllen
mit
kranwitholz
,
daz
trucken
sei
,
Line: 2
und
schol
den
wol
vermachen
,
daz
ihts
dar
auz
rauchs
Line: 3
müg
komen
,
und
schol
ain
grôz
feur
umb
die
häfen
ma\chen
.
Line: 4
wenn
denn
daz
holz
inwendig
erhitzt
,
sô
fleuzt
daz
Line: 5
öl
auz
dem
obern
hafen
in
den
untern
,
aber
des
ist
wênig
.
5
Line: 6
daz
öl
ist
gar
guot
für
den
viertägleichen
riten
.
ez
ist
Line: 7
auch
guot
für
des
ingewaides
suht
wer
daz
öl
mit
flaisch
Line: 8
izt
,
und
ist
guot
für
daz
vallend
lait
,
daz
ze
latein
epi\lensis
Line: 9
haizt
,
wenn
man
den
ruckdorn
dâ
mit
salbet
.
ez
Line: 10
ist
auch
wider
die
nâtürleichen
melancoli
guot
,
wenn
man
10
Line: 11
daz
öl
mit
ezzen
nimt
.
diu
melancoli
macht
die
läut
Line: 12
tœrocht
,
alsô
daz
manig
mensch
sich
selber
ertœtt
oder
Line: 13
wænt
,
ez
sei
glesein
oder
ez
sei
tôt
.
Platearius
spricht
,
Line: 14
wer
des
öls
in
sein
ôrn
tröift
,
daz
ist
den
ôrn
guot
und
Line: 15
hilft
für
die
tauphait
.
der
kranwitpaum
ist
aim
cypressen
15
Line: 16
gar
geleich
und
dar
umb
haizt
man
den
kranwitpaum
Line: 17
dick
in
der
geschrift
ainen
veltcypressen
.
der
paum
wirt
Line: 18
in
den
landen
gegen
der
sunnen
aufganch
sô
grôz
,
daz
Line: 19
man
dâ
mit
pauwet
,
sam
Avicenna
spricht
.
daz
holz
ist
Line: 20
an
varw
und
an
smack
und
an
pletern
sam
der
cypress
.
20
Line: 21
man
spricht
auch
,
daz
der
kranwit
helf
für
der
glider
Line: 22
müeden
,
und
dar
umb
,
sô
etleich
müed
werdent
sô
slâfent
Line: 23
si
under
des
paums
schaten
.
die
kranwit
rainigent
und
Line: 24
öffent
die
gäng
und
diu
vaz
der
narung
,
und
dar
umb
Line: 25
sint
si
zuo
dem
magen
guot
,
wan
si
benement
dem
ma\gen
25
Line: 26
sein
vomit
und
sterkent
in
.
si
sint
auch
den
zeitigen
Line: 27
maigden
guot
für
daz
erstecken
der
muoter
,
daz
prefo\cacio
Line: 28
matricis
haizt
.
wenn
der
siehtum
den
frawen
kümt
,
Line: 29
sô
vallent
si
dick
hin
und
versinnent
sich
niht
und
ge\schicht
Line: 30
in
dick
dar
umb
,
daz
si
ze
lang
ân
man
sint
.
30
Line: 31
wizz
auch
,
daz
die
velscher
die
cubeben
oft
velschent
Line: 32
mit
den
kranwitpern
,
wan
si
sint
geleich
enander
.
wem
Line: 33
diu
glider
krank
sint
von
übriger
füll
und
von
fäuhten
,
Line: 34
der
schol
kranwitpaum
mit
wurzeln
und
mit
al
hacken
Line: 35
klain
und
sieden
gar
wol
und
schol
daz
wazzer
seihen
35
Line: 36
durch
ain
tuoch
und
sich
dar
inne
paden
(dem
sint
diu
Page: 327
Line: 1
pad
guot)
und
schol
man
im
diu
glider
reiben
mit
lainenn
Line: 2
tüechern
;
aber
sint
im
diu
glider
krank
von
übriger
ar\bait
Line: 3
oder
von
übriger
unkäusch
,
sô
sint
im
diu
dinch
alleu
Line: 4
wider
.
Chapter / Strophe: 21
21.
Line: 5
Line: 6
VON
DEM
LORPAUM
.
Line: 7
Laurus
haizt
ain
lorpaum
und
hiez
wol
ain
lobpaum
Line: 8
nâch
der
latein
,
sam
Isidorus
spricht
,
wan
laus
ze
latein
Line: 9
haizt
lop
,
dannen
kümt
laurus
daz
wort
,
wan
die
alten
Line: 10
krœnten
die
streiter
und
die
vechter
dâ
mit
,
die
irn
vein\den
10
Line: 11
angesigten
,
und
dâ
von
hiez
der
paum
hie
vor
laudea
,
Line: 12
nu
haizt
er
laurea
oder
laurus
.
den
paum
laidigt
der
Line: 13
donr
und
daz
weterplitzen
niht
.
er
wirft
auch
sein
ple\ter
Line: 14
niht
ab
,
und
diu
smeckent
gar
wol
und
habent
ain
Line: 15
kraft
ze
sterken
von
irm
edeln
smack
.
diu
pleter
schol
15
Line: 16
man
trücknen
an
ainem
schaten
,
niht
an
rauch
.
diu
be\helt
Line: 17
man
ain
jâr
in
grôzer
kraft
zuo
erznei
.
Platearius
Line: 18
spricht
,
wer
wein
seudet
mit
den
pletern
und
trinket
den
,
Line: 19
der
ist
dem
magen
guot
,
der
erkalt
ist
,
und
wider
den
Line: 20
kalten
hauptfluz
nim
lorpleter
und
rôsen
und
seud
diu
in
20
Line: 21
wazzer
und
vermach
daz
vaz
oben
;
dar
nâch
wenn
ez
Line: 22
dünstend
werd
,
sô
schol
sich
der
siech
dar
über
haben
Line: 23
und
schol
die
stirn
reiben
mit
dem
wazzer
und
die
slæf
Line: 24
pei
den
ôrn
auch
dâ
mit
reiben
,
sô
wirt
er
gesunt
.
des
Line: 25
lorpaums
früht
haizent
bace
ze
latein
und
habent
ain
kraft
25
Line: 26
ze
sträuwen
die
zæhen
fäuht
und
ze
verzern
.
die
lorper
Line: 27
gebent
öl
,
daz
man
dar
auz
machet
,
daz
ist
guot
den
Line: 28
kranken
glidern
,
diu
dâ
âdersuht
habent
,
die
dâ
haizent
Line: 29
ze
latein
artetica
,
und
ist
auch
guot
wider
all
siechtüem
,
Line: 30
die
von
kalter
nâtûr
koment
.
daz
öl
macht
man
alsô
.
30
Line: 31
man
schol
die
vrischen
lorper
zerstôzen
und
dar
nâch
Line: 32
lang
sieden
in
öl
und
schol
daz
dann
seihen
durch
ain
Line: 33
tuoch
;
daz
haizt
dann
loröl
.
daz
selb
öl
macht
man
auz
Line: 34
frischem
lorlaup
.
des
paums
pleter
alsô
grüen
machent
Line: 35
den
magen
unlustig
und
machent
dem
menschen
wüllen
35
Page: 328
Line: 1
und
kêrent
den
magen
under
;
aber
si
sint
dem
ôrnsiech\tum
Line: 2
guot
und
der
tauphait
.
Chapter / Strophe: 22
22.
Line: 3
Line: 4
VON
DEM
LORANT
.
Line: 5
Lorander
haizt
ain
lorant
.
der
haizt
auch
ze
latein
5
Line: 6
rotunda
,
daz
ist
der
sinbel
paum
,
sam
Isidorus
spricht
.
Line: 7
der
paum
hât
pleter
sam
ain
lorpaum
und
hât
plüet
sam
Line: 8
die
rôsen
.
sein
saf
ist
vergiftig
und
tœtt
diu
tier
,
aber
ez
Line: 9
ist
ain
erznei
etleicher
töbichait
,
die
die
läut
anvehtent
.
Chapter / Strophe: 23
23.
Line: 10
Line: 11
VON
DEM
HAUSPAUM
.
Line: 12
Laurex
mag
ain
hauspaum
haizen
,
wan
lar
haizt
ain
Line: 13
haus
in
ainer
bedäutung
,
dannen
kümt
daz
wort
laurex
,
Line: 14
sam
Isidorus
spricht
.
wer
auz
des
paums
holz
taveln
Line: 15
macht
und
hæht
die
an
diu
häuser
,
die
widertreibent
die
15
Line: 16
flammen
von
den
häusern
,
ob
ain
feur
auz
kœm
nâhent
Line: 17
dâ
pei
.
daz
holz
hât
ain
wunderleich
art
:
wenn
ez
ver\print
Line: 18
an
ainem
feur
,
sô
macht
ez
kainen
koln
.
Chapter / Strophe: 24
24.
Line: 19
Line: 20
VON
DEM
LENDPAUM
.
Line: 21
Lentiscus
haizt
ain
lendpaum
.
des
paums
stam
ist
Line: 22
sänft
und
waich
,
sam
Isidorus
spricht
,
dar
umb
hât
er
Line: 23
den
namen
ze
latein
lentiscus
,
wan
wir
haizen
allez
daz
Line: 24
lentum
ze
latein
,
daz
dâ
piegleich
ist
und
waich
.
des
Line: 25
paums
fruht
switzt
öl
und
sein
rind
gibt
harz
,
der
haizt
25
Line: 26
sam
der
paum
,
aber
unser
puoch
ze
latein
spricht
,
der
Line: 27
harz
haiz
mastix
.
daz
ist
niht
wâr
,
wan
mastix
ist
ain
Line: 28
besunder
paum
und
hât
harz
,
der
auch
alsô
haizt
,
als
Line: 29
her
nâch
kunt
wirt
.
Platearius
spricht
,
daz
des
paums
Line: 30
pleter
und
sein
früht
guot
sein
zuo
vil
erznei
,
und
habent
30
Line: 31
die
kraft
,
daz
si
der
frawen
rôt
flüzz
verstên
machent
Line: 32
und
sint
auch
guot
für
ander
flüzz
an
dem
leib
,
die
rôt
Page: 329
Line: 1
sint
,
und
wider
unglust
oder
wider
daz
wüllen
,
daz
von
Line: 2
krankhait
kümt
.
wem
diu
zung
vol
geswer
ist
oder
die
Line: 3
lebsen
und
der
munt
und
wer
haizsühtig
ist
,
der
schol
des
Line: 4
paums
pleter
in
ezzeich
sieden
und
schol
mit
dem
in
dem
Line: 5
hals
gorgeln
oder
hab
sich
über
den
dunst
,
sô
wirt
im
paz
.
5
Chapter / Strophe: 25
25.
Line: 6
Line: 7
VON
DEM
MALGRANPAUM
.
Line: 8
Malus
punica
oder
malogranata
haizt
ain
malgranat\paum
Line: 9
und
haizt
malus
punica
dar
umb
,
daz
malus
ze
Line: 10
latein
ain
apfelpaum
haizt
,
sô
ist
Punica
ain
küngreich
,
10
Line: 11
dâ
der
paum
vil
und
schœn
inne
wachsent
,
und
dar
umb
Line: 12
hât
der
paum
den
namen
,
sam
Isidorus
spricht
.
er
haizt
Line: 13
auch
malogranata
dar
umb
,
daz
sein
früht
körnlot
sint
Line: 14
inwendig
,
und
haizent
die
öpfel
malogranata
;
aber
neur
Line: 15
ain
apfel
haizt
malogranatum
,
wan
granum
ze
latein
haizt
15
Line: 16
ain
korn
,
dar
umb
haizent
si
die
laien
malgranöpfel
.
die
Line: 17
süezen
malgran
sint
mæzicleichen
warm
an
der
kraft
und
Line: 18
fäuht
,
alsô
daz
si
den
menschen
werment
und
fäuhtent
.
Line: 19
aber
die
sauren
sint
kalt
an
der
kraft
und
trucken
,
dar
Line: 20
umb
sint
si
den
siechen
guot
,
die
von
hitziger
materi
20
Line: 21
siech
sint
und
von
der
colera
,
die
hitzig
läut
habent
,
hirn\wüetig
,
Line: 22
wenn
man
ins
in
ezzen
gibt
.
wer
der
öpfel
saf
Line: 23
mit
zucker
mischet
und
daz
izt
,
daz
machet
,
daz
der
mag
Line: 24
daz
ezzen
gar
wol
kocht
.
Chapter / Strophe: 26
26.
Line: 25
Line: 26
VON
DEM
HOLZÖPFEL
.
Line: 27
Mala
maciana
haizent
holzöpfel
,
die
ze
holz
auf
dem
Line: 28
veld
wachsent
.
die
öpfel
habent
die
kraft
,
daz
si
wider\dauhent
,
Line: 29
und
dar
umb
sint
si
den
guot
,
die
daz
wüllen
Line: 30
ze
vil
habent
oder
daz
übergiezen
oben
,
und
sint
auch
30
Line: 31
den
guot
,
die
den
überfluz
niden
habent
auz
dem
leib
.
Line: 32
aber
die
süezen
öpfel
pringent
wind
in
dem
leib
und
ze\plæent
,
Line: 33
sam
Platearius
spricht
.
die
sauren
sint
gesünter
,
Line: 34
gibt
man
si
den
sühtigen
läuten
geprâten
oder
rôch
nâch
Page: 330
Line: 1
anderm
ezzen
;
aber
si
sint
gesünter
geprâten
oder
geso\ten
Line: 2
denn
rôch
.
iedoch
wizz
,
daz
all
öpfel
schad
sint
und
Line: 3
faulent
leicht
in
dem
menschen
und
machent
pœs
pluot
;
Line: 4
aber
man
gibt
si
den
siechen
dar
umb
,
daz
si
lustig
Line: 5
werden
.
5
Chapter / Strophe: 27
27.
Line: 6
Line: 7
VON
DEM
MAULPERPAUM
.
Line: 8
Μοrus
haizt
ain
maulperpaum
in
kriechisch
und
hai\zet
Line: 9
ze
latein
rubus
,
dar
umb
,
daz
sein
fruht
des
êrsten
Line: 10
rôt
ist
und
daz
der
fruht
saf
rôt
ist
und
pluotvar
.
Ra\banus
10
Line: 11
spricht
,
wer
des
paums
pleter
auf
ain
slangen
werf
,
Line: 12
der
tœt
si
dâ
mit
.
der
paum
pringt
sein
fruht
spât
,
aber
Line: 13
sô
die
früht
gewachsent
,
sô
werdent
si
snell
zeitig
.
der
Line: 14
paum
lebt
lang
under
andern
paumen
,
alsô
daz
er
lenger
Line: 15
grüent
und
fruhtpærr
ist
dan
vil
ander
paum
.
Platearius
15
Line: 16
spricht
,
diu
haimisch
maulper
ist
an
kraft
kalt
und
fäuht
Line: 17
und
zelæzt
in
dem
leib
oder
waicht
und
küelt
.
sein
saf
Line: 18
haizt
dyameron
,
und
wenn
man
daz
auz
gedruckt
und
Line: 19
geseudt
,
sô
ist
ez
guot
für
die
kelsuht
,
diu
ze
latein
Line: 20
squinancia
haizt
.
wenn
daz
saf
ain
wênig
gewermt
ist
,
20
Line: 21
sô
ist
ez
guot
den
verslozzenn
leib
ze
waichen
und
ze
Line: 22
öffenn
,
und
mit
honig
tœt
ez
die
würm
in
dem
leib
,
die
Line: 23
ze
latein
lumbrici
haizent
.
nu
macht
dû
sprechen
,
welich
Line: 24
paum
haizent
wild
maulperpaum
?
daz
sint
mori
oder
Line: 25
rubi
silvestres
,
die
haizent
prânper
oder
kratzpaum
und
25
Line: 26
ir
früht
sint
geleich
den
haimischen
maulpern
und
sint
Line: 27
auch
süezlot
wenn
si
zeitig
sint
und
haizent
prânper
oder
Line: 28
kratzper
dar
umb
,
daz
si
die
läut
kratzent
oder
reizent
,
Line: 29
wenn
man
die
paum
angreift
.
die
paum
naigent
sich
Line: 30
gern
an
ander
paum
und
slingent
auf
ir
este
.
wizz
,
daz
30
Line: 31
die
paiderlai
maulper
pœs
pluot
machent
.
des
haimischen
Line: 32
maulperpaums
pleter
ezzent
diu
seidenwürmel
,
aber
man
Line: 33
gibt
in
auch
lactukenkraut
ze
ezzen
,
iedoch
wirt
diu
Line: 34
seid
niht
sô
guot
,
als
wenn
si
maulperpleter
ezzent
.
die
Line: 35
süezen
maulper
würkent
nâhent
allez
daz
,
daz
die
veigen
35
Page: 331
Line: 1
würkent
,
aber
si
sint
niht
sô
guoter
narung
sam
die
vei\gen
Line: 2
und
machent
pœser
pluot
und
sint
dem
magen
sche\der
.
Line: 3
etleich
maulper
sint
rôt
und
ain
tail
pitter
.
dâ
Line: 4
macht
man
trank
auz
,
daz
haizt
moretum
.
die
pittern
Line: 5
naigent
sich
zuo
ainr
kalten
fäuhten
nâtûr
und
die
süe\zen
5
Line: 6
sint
von
kraft
warm
und
fäuht
,
sam
Albertus
spricht
.
Line: 7
wer
des
maulperpaums
pleter
seudet
mit
aines
swarzen
Line: 8
veigenpaums
pletern
und
mit
weinpletern
in
regen\wazzer
Line: 9
und
weschet
sein
haupt
dâ
mit
,
dem
wirt
daz
Line: 10
hâr
swarz
.
10
Chapter / Strophe: 28
28.
Line: 11
Line: 12
VON
DER
PIRKEN
.
Line: 13
Mirica
haizt
ain
pirk
und
haizt
auch
ze
latein
vibex
.
Line: 14
des
paums
auzwendigeu
rind
ist
weiz
,
wan
si
kümt
von
Line: 15
ainr
clâren
zæhen
fäuhten
.
diu
rind
haizt
ze
latein
liber
15
Line: 16
in
ainr
bedäutung
.
der
paum
ist
unperhaft
und
wechset
Line: 17
gern
an
wüesten
steten
,
die
unperhaft
sint
,
und
wechset
Line: 18
genuog
hôch
und
hât
vil
swanker
ästel
,
dâ
man
pesem
Line: 19
auz
macht
.
des
paums
fruht
ist
zæh
und
stinket
und
Line: 20
dar
umb
læzt
er
sich
niht
gern
spalten
.
Albertus
spricht
20
Line: 21
über
ain
puoch
,
hât
Aristotiles
gemacht
,
von
wachsenden
Line: 22
dingen
,
sam
paum
und
kräuter
sint
,
wenn
man
des
paums
Line: 23
rind
auzprenn
,
alsô
daz
wazzer
dar
auz
gêt
,
sô
sei
daz
Line: 24
wazzer
stinkend
und
zæh
und
dâ
mit
schmirben
die
wa\genläut
Line: 25
ir
wägen
.
des
hân
aber
ich
niht
gesehen
.
ich
25
Line: 26
waiz
wol
in
dem
maien
,
wenn
der
paum
gar
saffig
ist
Line: 27
und
man
ainen
spân
dar
auz
hawet
,
sô
vleuzt
gar
vil
Line: 28
saffes
dar
auz
,
und
trinkent
ez
diu
klainen
kint
auf
dem
Line: 29
gäw
,
wan
ez
ist
süez
und
stinkt
niht
.
[pirkenholz
wer
Line: 30
daz
pei
im
tregt
,
daz
ist
für
den
krampf
guot.
]
30
Chapter / Strophe: 29
29.
Line: 31
Line: 32
VON
DEM
MIRTELPAUM
.
Line: 33
Myrtus
haizt
ain
mirtelpaum
und
wechst
gern
an
Line: 34
dem
gestat
pei
dem
mer
an
dem
end
der
sibenden
wo\nung
Page: 332
Line: 1
gegen
Denmarch
.
daz
päumel
wechset
zwair
daum\eln
Line: 2
lang
oder
dreir
und
hât
pleter
sam
ain
weid
,
ân
Line: 3
daz
si
praiter
sint
ain
wênig
und
kürzer
.
sein
holz
naigt
Line: 4
sich
ain
klain
von
der
grüen
zuo
ainer
swerz
.
der
paum
Line: 5
tregt
körnel
,
diu
haizent
myrtelli
und
sint
guot
für
daz
5
Line: 6
undäwen
ze
dem
mund
und
wider
des
leibes
ruor
.
der
Line: 7
paum
hât
auch
ainen
edeln
smack
,
und
war
zuo
man
in
Line: 8
mischt
,
daz
behelt
er
lang
frisch
,
und
hât
vil
ästel
und
Line: 9
vil
pleter
,
aber
sein
smack
tuot
dem
haupt
wê
und
macht
Line: 10
ainz
reht
als
ez
trunken
sei
.
der
paum
haizt
paz
ain
10
Line: 11
staud
denn
ain
paum
,
wan
er
ist
klain
und
wechst
gern
Line: 12
pei
fäuhten
steten
und
ist
sein
pluom
gar
ains
wunder\leichen
Line: 13
smackes
und
die
plüet
legt
man
gern
in
pier
,
Line: 14
daz
man
auz
wazzer
und
auz
roken
oder
auz
gersten
Line: 15
machet
.
mit
dem
paum
pringt
man
zauberleich
zuo
,
daz
15
Line: 16
sich
die
läut
hazzent
gegen
enander
.
ez
schreibent
auch
Line: 17
die
maister
von
der
nâtûr
,
daz
der
paum
gar
nütz
sei
Line: 18
zuo
vil
dingen
.
er
hât
die
art
,
daz
er
die
übrigen
hitz
Line: 19
sänftigt
und
die
übrigen
kelten
an
des
menschen
leib
,
Line: 20
und
dar
umb
geleicht
man
unser
frawen
zuo
dem
paum
20
Line: 21
in
ainem
lobsang
,
daz
hebt
sich
an
:
salve
mater
salva\toris
,
Line: 22
dâ
spricht
ain
vers
:
myrtus
temperantie
,
daz
spricht
:
Line: 23
muoter
der
parmherzichait
,
dû
pist
ain
mirtelpaum
der
Line: 24
sänftikait
,
wan
diu
zart
muoter
diu
sänftigt
den
haizen
Line: 25
zorn
des
obristen
rihters
.
Platearius
spricht
,
wer
den
25
Line: 26
paum
seudet
mit
wein
und
den
trinket
,
daz
trank
benimt
Line: 27
dem
menschen
des
milzes
und
der
lebern
verschoppen
Line: 28
und
besliezen
,
daz
ze
latein
epilacio
haizt
,
und
des
selben
Line: 29
paums
asch
mit
ezzen
genomen
ist
auch
für
diu
selben
Line: 30
dinch
guot
,
und
wer
dick
auz
dem
holz
trinket
,
daz
hilft
30
Line: 31
auch
dâ
für
,
und
dar
umb
macht
man
lägel
auz
derlai
Line: 32
holz
,
dâ
setzt
man
wein
ein
über
nacht
,
den
trinkt
dann
Line: 33
der
siech
pei
dem
tag
.
diu
rind
ist
grœzer
kreft
denn
Line: 34
diu
pleter
sint
.
des
paums
öl
hât
die
kraft
,
daz
ez
den
Line: 35
swaiz
widerzeuht
und
all
flüzz
,
si
sein
rôt
oder
niht
,
und
35
Line: 36
wenn
man
sich
dâ
mit
reibt
in
dem
pad
,
daz
kreftigt
Page: 333
Line: 1
und
sterkt
den
leib
und
zeuht
die
fäuhten
auz
,
diu
zwi\schen
Line: 2
vel
und
flaisch
ist
.
daz
selb
geschicht
auch
,
wenn
Line: 3
man
sich
mit
dem
paum
reibt
.
aber
das
paums
öl
und
Line: 4
sein
saf
und
sein
wazzer
,
dâ
man
in
inne
seudet
,
hilft
Line: 5
für
daz
hârauzreisen
und
machet
daz
hâr
lank
und
auch
5
Line: 6
swarz
.
wer
aber
die
mirtelper
seut
mit
puttern
,
daz
wi\derzeuht
Line: 7
den
swaiz
,
und
des
paums
dürreu
pleter
bene\ment
Line: 8
den
stank
under
den
üechsen
und
anderswâ
an
dem
Line: 9
leib
und
besterkent
daz
herz
und
benement
den
herzriten
.
Chapter / Strophe: 30
30.
Line: 10
Line: 11
VON
DEM
NESPELPAUM
.
Line: 12
Mespilus
oder
esculus
haizt
ain
nespelpaum
.
der
Line: 13
paum
hât
nâhent
pleter
sam
ain
küttenpaum
und
hât
ain
Line: 14
scharpf
rinden
;
aber
er
ist
niht
gar
hôch
,
und
wenn
man
Line: 15
den
paum
pelzet
auf
ainen
fremden
stam
,
ez
sei
auf
ains
15
Line: 16
pirpaums
stam
oder
apfelpaums
oder
torenpaums
oder
Line: 17
ains
andern
,
sô
wirt
diu
fruht
grôz
und
hât
niht
herter
Line: 18
kern
in
ir
;
aber
wenn
diu
fruht
wechset
auf
irm
aigen
Line: 19
stam
,
sô
hât
si
stain
in
ir
,
wan
ie
deu
fruht
hât
vier
Line: 20
staindel
in
ir
.
die
früht
haizent
mespila
ze
latein
und
ze
20
Line: 21
däutsch
nespeln
und
sint
an
ir
kraft
warm
und
trucken
Line: 22
in
dem
êrsten
grâd
und
sterkent
den
magen
.
si
bene\ment
Line: 23
daz
wüllen
und
daz
undäwen
.
von
des
paums
holz
Line: 24
macht
man
gar
guot
knütel
ze
kämpfen
und
ze
vehten
.
Chapter / Strophe: 31
31.
Line: 25
Line: 26
VON
DEM
NUZPAUM
.
Line: 27
Nux
haizt
ain
nuzpaum
und
kümt
von
dem
wort
Line: 28
noceo
,
daz
haizt
schaden
,
sam
Isidorus
spricht
,
wan
der
Line: 29
paum
und
seiner
pleter
kraft
schadet
dem
næhsten
paum
Line: 30
gar
sêr
.
den
paum
haizt
diu
lateinisch
sprâch
vigilantem
30
Line: 31
oder
vigulum
.
diu
nuz
haizt
ze
däutsch
ain
wälhisch
nuz
Line: 32
diu
auf
dem
paum
wechset
,
dar
umb
,
daz
man
ir
ain
Line: 33
underschaid
hab
von
den
haselnuzzen
und
von
ander
lai
Page: 334
Line: 1
nuzzen
,
und
die
nuz
sint
guot
für
die
vergift
,
die
man
Line: 2
an
kräutern
izt
oder
an
swämmen
,
ez
sein
pfifferling
oder
Line: 3
ander
swämme
,
wan
die
vergift
vertreibent
die
nuz
,
aber
Line: 4
si
sint
der
prust
schad
und
pringent
wüllen
und
machent
Line: 5
den
menschen
haiser
.
iedoch
sint
si
guot
mit
veigen
ze
5
Line: 6
ezzen
.
si
sint
auch
guot
nâch
vischen
,
sam
etleich
Line: 7
sprechent
.
Chapter / Strophe: 32
32.
Line: 8
Line: 9
VON
DEN
HASELNUZZEN
.
Line: 10
Nuces
avellane
haizent
haselnuz
und
der
paum
haizt
10
Line: 11
ze
latein
corulus
.
die
nuz
sint
niht
sô
haiz
sam
die
vo\dern
,
Line: 12
alsô
spricht
Platearius
,
und
machent
niht
wint
in
Line: 13
dem
leib
.
si
fuorent
wol
,
aber
si
werdent
spât
gekocht
Line: 14
in
dem
magen
,
wenn
man
si
mit
der
auzern
rind
izt
,
wan
Line: 15
diu
ist
kalt
und
trucken
von
kraft
.
wer
ain
klainez
gär\tel
15
Line: 16
oder
rüetel
nimet
von
dem
haselpaum
und
spalt
ez
Line: 17
nâch
der
leng
und
legt
diu
zwai
tail
vonenander
ain
Line: 18
wênig
,
sô
gênt
si
wider
zuo
enander
und
füegent
sich
ze
Line: 19
samen
ân
allez
zauber
,
wan
daz
holz
hât
lebleich
luft
in
Line: 20
im
,
den
ez
auz
im
dünst
nâch
dem
spalten
,
und
zeuht
sich
20
Line: 21
wider
zesamen
.
und
dar
umb
,
wer
ain
gar
klainez
vögell
Line: 22
præt
an
der
rüetel
aime
,
sô
kêrt
sich
daz
spizzel
selber
Line: 23
umb
ain
weil
von
dem
wirbel
der
geist
und
des
dunstes
Line: 24
in
dem
holz
von
der
hitz
.
iedoch
hân
ich
des
niht
ge\sehen
.
Line: 25
25
Chapter / Strophe: 33
33.
Line: 26
Line: 27
VON
DEM
WILDEN
ÖLPAUM
.
Line: 28
Oleaster
haizt
ain
wilder
ölpaum
,
sam
Isidorus
spricht
.
Line: 29
der
paum
hât
pleter
sam
ain
rehter
ölpaum
,
aber
si
sint
Line: 30
praiter
.
der
paum
ist
wild
und
pitter
und
ân
früht
;
und
30
Line: 31
ist
,
daz
man
des
ölpaums
ain
ästel
pelzt
auf
eins
andern
Line: 32
paums
stam
,
des
nâtûr
verkêrt
er
zemâl
in
sein
art
und
Line: 33
macht
in
unfruhtpær
.
Page: 335
Chapter / Strophe: 34
34.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
ÖLPAUM
.
Line: 3
Olea
oder
oliva
haizt
ain
ölpaum
,
sam
Isidorus
Line: 4
spricht
.
des
fruht
haizt
ze
latein
oliva
und
sein
saf
,
der
Line: 5
auz
den
fäuhten
kümt
,
haizt
oleum
und
haizt
ze
däutsch
5
Line: 6
paumöl
.
der
paum
ist
gar
ain
freuntleich
paum
.
sein
öl
Line: 7
ist
grüen
,
sänft
und
vaizt
.
daz
macht
diu
augen
lieht
Line: 8
und
die
siechen
gesunt
.
sein
êrster
zäher
ist
gar
süez
,
Line: 9
der
ander
niht
sô
süez
,
der
dritt
pitter
und
ungesmach
.
Line: 10
daz
verstên
ich
alsô
,
daz
man
die
ölfrüht
dreistunt
twingt
10
Line: 11
und
druckt
und
presst
und
daz
der
êrst
saf
daz
pest
sei
Line: 12
und
daz
edlist
.
des
ölpaums
plüet
sint
wunderleich
ge\stalt
,
Line: 13
si
habent
niht
vil
pleter
sam
anderr
paum
plüet
,
Line: 14
wan
si
habent
daz
mêrer
tail
neur
zwai
plätel
und
sint
Line: 15
weiz
und
gesprängt
mit
ainer
gelben
varb
und
die
plüet
15
Line: 16
sint
den
swangern
frawen
gar
schad
.
Augustînus
spricht
Line: 17
zuo
seinen
münchen
:
daz
öl
ist
unsern
leiben
gar
ge\sunt
,
Line: 18
aber
den
vierfüezigen
tiern
ist
ez
gar
schad
.
wenn
Line: 19
man
den
ölpaum
pelzet
und
ablist
,
sô
schickent
die
Krie\chen
Line: 20
raineu
kint
und
maigd
zuo
den
werken
.
der
öl\paum
20
Line: 21
mag
niht
gewachsen
und
zuo
genemen
mit
andern
Line: 22
paumen
,
er
muoz
besunder
stet
haben
.
er
wirt
auch
un\fruhtpær
,
Line: 23
wenn
daz
vich
und
die
läut
vil
umb
in
gênt
Line: 24
und
daz
ertreich
umb
seinen
stam
nider
tretent
,
und
nimt
Line: 25
ab
,
sô
in
die
gaiz
laidigent
.
er
teuft
sein
wurzel
niht
25
Line: 26
verr
in
die
erd
und
wechset
mêr
von
dem
regenwazzer
Line: 27
wan
von
den
pächen
oder
von
prunnwazzer
.
wenn
öl
Line: 28
gekocht
ist
mit
warmen
dingen
,
sô
ist
ez
ain
warm
erz\nei
,
Line: 29
und
mit
kalten
dingen
ain
kalteu
erznei
.
ez
hât
Line: 30
auch
die
art
,
daz
ez
die
peizenden
schenpf
in
den
wunden
30
Line: 31
und
in
den
geswern
vertreibt
.
waz
dings
in
öl
gekocht
Line: 32
wirt
,
daz
læzt
im
sein
aigen
fäuhten
und
verleust
die
.
Line: 33
wizz
,
öl
wol
geläutert
scherpft
minner
und
peizt
denn
Line: 34
kain
ander
erznei
,
wan
tuot
man
ez
in
ain
aug
,
ez
be\rüert
Line: 35
niht
vil
und
ist
doch
daz
aug
gar
zart
.
ez
hailt
35
Page: 336
Line: 1
auch
die
nezzelpizz
und
anderr
kräuter
nagung
.
ez
wermt
Line: 2
den
leip
reht
sam
daz
ezzen
,
dâ
mit
man
ez
izt
,
under
Line: 3
den
dingen
,
diu
dâ
hitzent
und
küelent
.
ez
hilft
auch
Line: 4
den
müeden
und
den
swærn
glidern
,
dar
umb
,
daz
ez
Line: 5
diu
obern
tail
durch
gêt
und
verwaichet
in
die
stuck
des
5
Line: 6
leibes
,
diu
verstarrt
oder
verhertt
sint
,
oder
dar
umb
,
Line: 7
wenn
man
diu
glider
dâ
mit
reibet
,
sô
entlœzt
ez
und
Line: 8
zeuht
die
fäuhten
auz
,
die
von
der
arbait
zwischen
daz
Line: 9
vel
komen
sint
.
wenn
die
schefleut
öl
nement
in
ir
münd
Line: 10
und
lâzent
ez
under
dem
wazzer
under
sich
in
daz
mer
,
10
Line: 11
sô
scheint
ez
.
wer
warm
wazzer
vast
klopfet
und
trüf\telt
Line: 12
mit
öl
,
daz
ist
den
müeden
glidern
gar
guot
,
wan
Line: 13
des
warmen
wazzers
würken
beleibt
lang
in
den
gelidern
.
Line: 14
Aristotiles
spricht
,
wer
öl
vorn
in
der
slangen
hol
geuze
,
Line: 15
der
wer
in
irn
herauzganch
.
er
spricht
auch
,
ez
hab
15
Line: 16
ain
iegleich
dinch
in
der
werlt
öl
,
aber
daz
ist
niht
ainr
Line: 17
lai
.
daz
öl
und
ain
iegleich
vaizt
macht
daz
feur
sêr
Line: 18
prinnent
und
macht
der
flammen
rôst
haizer
,
und
dar
Line: 19
umb
prinnent
die
pœsen
christen
vast
in
der
hell
,
die
Line: 20
daz
hailig
öl
und
die
andern
hailichait
unwirdicleich
en\pfangen
20
Line: 21
habent
.
ez
wær
wol
,
daz
der
pœs
gaist
manig
Line: 22
pôshait
ân
öl
fræz
.
wenn
man
ain
schermezzer
mit
öl
Line: 23
sänftigt
,
dâ
mit
schirt
man
dester
sänfter
.
wenn
man
Line: 24
im
lâzen
wil
,
der
dann
den
arm
mit
gemainem
paumöl
Line: 25
salbet
,
dem
gêt
diu
âder
dester
leihticleicher
.
wer
sei\nen
25
Line: 26
leip
mit
öl
salbet
,
des
leib
wirt
füegsam
zuo
künf\tiger
Line: 27
arbait
.
Line: 28
Dem
zarten
edeln
ölpaum
geleicht
sich
diu
schönist
Line: 29
ob
allen
frawen
in
der
geschrift
und
spricht
von
ir
selber
Line: 30
'ich
pin
erhœcht
sam
ain
gar
schœner
ölpaum
auf
dem
30
Line: 31
veld
.'
eyâ
,
dû
gar
schœneu
genâden
vol
,
hail
mein
Line: 32
scharpf
wunden
meiner
durchsiechen
sêl
mit
dem
süezen
Line: 33
sänften
öl
deiner
überflüzzigen
güet
,
mach
mein
müeden
Line: 34
glider
an
guoten
werken
resch
,
wan
ich
stên
auf
disem
Line: 35
ellenden
veld
und
wart
deiner
genâden
mit
andern
sün\dærn
,
35
Line: 36
die
sich
dein
fräuwent
.
Page: 337
Chapter / Strophe: 35
35.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
PALMPAUM
.
Line: 3
Palma
haizt
ain
palmpaum
.
der
hât
gar
vil
aigenc\hait
Line: 4
wider
ander
paum
besunder
.
er
volkümt
niht
wenn
Line: 5
er
neur
auz
ainem
kern
wechst
,
er
muoz
auz
vil
kern
5
Line: 6
wachsen
,
und
dar
umb
nement
die
pelzer
vil
kern
in
ain
Line: 7
säckel
und
grabent
daz
in
die
erd
,
wenn
si
den
paum
Line: 8
wellent
setzen
.
diu
ander
aigenchait
ist
,
daz
under
der
lai
Line: 9
paumen
si
und
er
ist
,
und
der
er
pringt
nümmer
kain
Line: 10
fruht
,
man
muoz
si
paid
nâhent
zuo
enander
pelzen
.
sô
10
Line: 11
dann
diu
reht
zeit
kümt
,
sô
naiget
sich
der
er
zuo
der
Line: 12
sien
und
schrenket
sein
este
zwischen
ir
este
und
ie
der
Line: 13
sien
zwên
este
druckent
sich
zesamen
und
umbvâhent
des
Line: 14
ers
ainen
ast
.
dar
nâch
rihtent
si
sich
wider
auf
,
wan
Line: 15
sô
hât
diu
si
zuogevangen
und
ist
fruhtpær
worden
,
15
Line: 16
aber
si
nimt
nihts
von
im
dan
ain
gaistleich
kraft
,
sam
Line: 17
ain
luft
und
ain
dunst
ist
.
wenn
nu
diu
si
fruht
tregt
,
Line: 18
ist
dann
,
daz
der
wint
durch
den
er
wæt
und
tregt
seinen
Line: 19
dunst
auf
die
frawen
,
sô
werdent
die
früht
dester
êr
zei\tig
.
Line: 20
des
paums
fruht
haizt
ze
latein
dactylus
und
haiz
20
Line: 21
wir
si
ze
däutsch
dateln
,
dar
umb
,
daz
diu
fruht
lenklot
Line: 22
ist
,
wan
dactylοn
haizt
in
kriechisch
lank
.
diu
fruht
hât
Line: 23
inwendig
ainen
herten
kern
und
auzwendig
gar
ain
süezez
Line: 24
flaisch
.
der
paum
hât
auch
die
art
,
sô
er
ie
hœher
wirt
,
Line: 25
sô
er
sich
ie
vester
praitt
,
wan
der
stams
grœz
ist
niht
25
Line: 26
gar
weit
gegen
der
erd
sam
an
andern
paumen
,
er
ist
dâ
Line: 27
selben
clain
und
knorrot
,
oben
praitt
er
sich
aber
mêr
.
Line: 28
Dem
paum
geleicht
sich
diu
oberst
edel
kaiserinn
,
der
Line: 29
himel
fürstinn
,
aller
sünder
fürsprecherinn
und
spricht
Line: 30
'ich
pin
erhœcht
als
ain
palmpaum
an
der
stat
Cades
,
30
Line: 31
dâ
die
paum
gar
schôn
wachsent
.'
eyâ
,
nu
prüef
,
mein
Line: 32
herz
,
wie
gar
geleich
die
aigenchait
des
paums
und
unser
Line: 33
frawen
sint
.
si
ist
diu
si
,
der
hailig
gaist
der
er
;
si
Line: 34
wart
swanger
ân
allez
mail
neur
dâ
mit
,
daz
der
hailig
Line: 35
gaist
sein
este
,
daz
sint
sein
gâb
,
schrenket
zwischen
ir
35
Page: 338
Line: 1
este
,
daz
sint
ir
tugent
in
irr
rainen
sêl
,
und
prâht
uns
Line: 2
die
süezen
fruht
,
unsern
herren
Jêsum
Christum
.
Marîâ
Line: 3
helferinn
,
pin
ich
an
dir
betrogen
,
sô
pin
ich
an
der
wâr\hait
Line: 4
betrogen
,
diu
niemd
betreugt
noch
betriegen
mag
.
Line: 5
ich
verzag
niht
an
dir
mit
stætem
hoffen
,
sô
mag
auch
5
Line: 6
dein
gnâd
an
mir
niht
verzagen
.
Chapter / Strophe: 36
36.
Line: 7
Line: 8
VON
DEM
AHORNPAUM
.
Line: 9
Platanus
haizt
ain
ahorn
und
kümt
von
dem
wort
Line: 10
platοs
,
daz
ist
ain
kriechisch
wort
und
spricht
prait
,
wan
10
Line: 11
der
paum
hât
praiteu
pleter
nâhent
sam
der
weinreben
Line: 12
pleter
,
aber
diu
pleter
sint
gar
lind
und
zart
.
die
pæm
Line: 13
het
man
hie
vor
sô
gar
wert
,
daz
man
si
zôch
in
der
Line: 14
künig
hof
und
wein
zuo
in
gôz
.
die
paum
wachsent
gar
Line: 15
grôz
,
reht
als
diu
aich
,
und
macht
man
guot
taveln
oder
15
Line: 16
archen
oder
laden
oder
schrein
dar
auz
,
und
auz
des
Line: 17
holzes
maser
macht
man
guot
köpf
.
daz
holz
wechst
Line: 18
gern
pei
den
wäzrigen
steten
,
dâ
diu
erd
etswie
vil
fäuht
Line: 19
ist
.
Dem
paum
geleicht
sich
unser
fraw
in
der
geschrift
Line: 20
und
spricht
'ich
pin
erhœht
sam
ain
ahorn
pei
den
waz\zern
20
Line: 21
in
den
strâzen
.'
zwâr
,
daz
spricht
si
gar
zimleich
,
Line: 22
wan
si
ist
erzogen
in
dem
palast
des
obristen
künigs
,
der
Line: 23
si
gemacht
hât
und
genert
mit
seinem
wein
,
daz
ist
mit
Line: 24
seinen
götleichen
genâden
,
und
hât
im
got
selber
auz
Line: 25
dem
käuschen
holz
ain
arch
gemacht
,
dâ
er
sich
inn
be\slôz
25
Line: 26
und
mensch
wart
durch
unsern
willen
.
eyâ
,
dû
auz\erwelteu
Line: 27
edleu
arch
,
ain
arch
der
êren
,
ain
arch
der
göt\leichen
Line: 28
gnâden
,
ain
gar
schœneu
arch
,
ain
auzgesniteneu
Line: 29
arch
von
allem
unadel
,
diu
in
der
êwichait
ist
gepawen
Line: 30
und
geschicket
mit
der
hant
der
götleichen
weisheit
,
ge\denk
30
Line: 31
der
deineu
freund
!
Chapter / Strophe: 37
37.
Line: 32
Line: 33
VON
DER
VIECHTEN
.
Line: 34
Pinus
haizt
ain
viecht
.
daz
ist
ain
paum
gar
erkant
Line: 35
und
hât
den
namen
ze
latein
von
der
scherpf
seiner
ple\ter
,
35
Page: 339
Line: 1
wan
die
alten
maister
hiezen
scharpf
pinum
ze
latein
,
Line: 2
sam
Isidorus
spricht
.
den
paum
haizent
etleich
piceam
,
Line: 3
dar
umb
,
daz
harz
dar
auz
switzet
,
wan
pix
haizt
pech
Line: 4
oder
harz
ze
latein
.
iedoch
sprich
ich
,
daz
picea
ain
Line: 5
vorch
haiz
und
pinus
ain
viecht
und
abies
ain
tann
,
und
5
Line: 6
alsô
haizent
ez
andreu
püecher
.
Alexander
spricht
,
daz
Line: 7
diu
viecht
allem
dem
nütz
sei
,
daz
dar
under
wachs
,
Line: 8
reht
sam
der
veigenpaum
allem
dem
schad
ist
,
daz
dar
Line: 9
under
wechset
.
des
paums
früht
sint
gar
schœn
an
der
Line: 10
gestalt
und
habent
körnel
in
langen
öpfeln
verporgen
10
Line: 11
gar
ordenleich
und
die
früht
ezzent
diu
aichorn
winter\zeiten
,
Line: 12
wenn
si
niht
nuz
habent
.
die
früht
habent
die
Line: 13
art
,
daz
si
sänftigent
und
fäuhtent
und
sint
gar
guot
Line: 14
wider
den
rôten
fluz
des
leibes
.
si
sint
auch
gar
ain
guot
Line: 15
nütz
ezzen
den
,
die
siech
sint
an
den
gaistleichen
geli\dern
,
15
Line: 16
sam
umb
daz
herz
und
umb
die
prust
,
und
den
,
die
Line: 17
inwendig
geswer
habent
von
kalter
fäuhten
,
und
den
,
die
Line: 18
trucken
huostent
und
pluot
rächsent
.
man
schol
si
des
Line: 19
êrsten
auf
ainen
glüenden
koln
legen
und
schol
si
ain
wênig
Line: 20
verprennen
,
dar
nâch
schol
man
in
die
rinden
abziehen
20
Line: 21
und
schol
die
plôzen
kern
in
ain
wazzer
legen
und
schol
Line: 22
si
gar
wol
sieden
;
dar
nâch
schol
man
si
auf
ain
gluot
Line: 23
legen
,
und
den
rauch
,
der
dâ
von
gêt
,
schol
der
siech
Line: 24
mit
der
nasen
in
sich
ziehen
,
der
die
huosten
hât
.
Chapter / Strophe: 38
38.
Line: 25
Line: 26
VON
DEM
ALBERPAUM
.
Line: 27
Populus
haizt
ain
alberpaum
oder
ain
popelpaum
Line: 28
und
ist
zwair
lai
,
wan
ainer
lai
ist
weiz
und
der
ander
lai
Line: 29
ist
swarz
.
der
weiz
hât
pleter
,
diu
sint
ain
seit
weiz
und
Line: 30
die
andern
seit
grüen
,
aber
der
swarz
der
switzt
ze
öbrist
30
Line: 31
auf
den
schüzlingen
harz
,
der
smeckt
gar
wol
und
ist
Line: 32
nütz
zuo
vil
erznei
;
aber
der
ist
der
pest
,
den
man
in
Line: 33
dem
maien
sament
,
und
macht
man
den
harz
alsô
.
man
Line: 34
nimt
die
probsen
oder
diu
knögerlein
,
diu
ze
laub
sölten
Page: 340
Line: 1
sein
worden
,
und
seudet
die
in
ungesalzenr
putern
,
diu
neur
Line: 2
von
rindermilch
kümt
und
diu
in
dem
maien
gemacht
ist
,
Line: 3
und
daz
seudet
man
mitenander
,
unz
ez
zemâl
grüen
Line: 4
wirt
.
dar
nâch
seiht
man
ez
durch
ain
tuoch
und
tuot
Line: 5
ez
in
erdein
häfen
.
daz
ist
gar
guot
zuo
vil
dingen
und
5
Line: 6
haizt
ze
latein
diapopylion
.
ez
ist
gar
guot
den
,
den
daz
Line: 7
haupt
wê
tuot
von
hitz
,
wenn
man
in
die
stirn
und
die
Line: 8
slæf
an
dem
haupt
dâ
mit
salbet
.
ez
vertreibt
auch
den
Line: 9
swindel
und
die
âmaht
,
diu
von
hitz
kümt
,
und
vertreibt
Line: 10
der
gelider
geswulst
,
und
waz
auzwendiger
wunden
ist
10
Line: 11
an
dem
leib
,
die
hailt
ez
gar
krefticleich
.
daz
saf
,
daz
Line: 12
man
auz
des
paumes
pletern
drucket
,
daz
ist
den
ôrsmer\zen
Line: 13
guot
,
und
der
sâm
mit
honig
macht
diu
vinstern
augen
Line: 14
klâr
und
vertreibt
des
leibes
ruor
oder
daz
hinlaufen
.
Chapter / Strophe: 39
39.
Line: 15
Line: 16
VON
DEM
PIRPAUM
.
Line: 17
Pirus
haizt
ain
pirpaum
.
des
paumes
früht
sint
kalt
Line: 18
in
dem
êrsten
grâd
und
trucken
in
dem
andern
grâd
,
aber
Line: 19
die
wilden
pirn
,
die
ze
veld
und
ze
holz
wachsent
,
die
Line: 20
sint
kelter
wan
die
haimischen
an
irr
kraft
,
alsô
daz
si
20
Line: 21
mêr
küelent
und
trückent
auch
daz
ezzen
mêr
nider
in
Line: 22
dem
magen
,
wenn
man
si
nâch
tisch
izt
.
wenn
man
si
in
Line: 23
regenwazzer
seudet
und
si
legt
auf
des
magen
munt
,
daz
Line: 24
ist
auf
daz
grüebel
,
sô
vertreibent
si
die
undäw
und
daz
Line: 25
wüllen
und
daz
widergeben
,
und
sô
man
si
legt
niden
auf
25
Line: 26
den
kamp
,
dâ
die
rauhen
püsche
wachsent
,
sô
vertreibt
si
Line: 27
des
leibes
hinlauf
,
der
dâ
kümt
von
colera
in
dem
leib
,
Line: 28
daz
ist
ain
pitter
peizent
fäuhten
in
dem
leib
und
ist
Line: 29
gel
und
grüen
.
Diascorides
ain
arzet
spricht
,
welheu
Line: 30
fraw
des
pirpaums
wurzel
pei
ir
hab
oder
zuo
ir
pind
,
30
Line: 31
diu
gevâch
niht
zuo
und
werd
niht
swanger
die
weil
si
Line: 32
ez
pei
ir
hab
;
und
welheu
fraw
piren
auf
ir
hab
,
wenn
Line: 33
si
gepern
schüll
,
der
werd
ir
gepurt
gar
swær
.
dürr
Line: 34
holzpirn
hailent
die
wunden
an
des
menschen
leib
,
und
Page: 341
Line: 1
der
asch
,
der
auz
gar
argen
holzpiren
wirt
geprant
und
Line: 2
die
gar
spât
zeitig
werdent
,
der
ist
guot
für
die
peizenden
Line: 3
swäm
,
die
den
menschen
in
dem
leib
nagent
.
und
wel\herlai
Line: 4
swäm
man
kochet
mit
den
pirn
,
ez
sein
puochswäm
Line: 5
oder
ander
,
die
man
in
mangen
landen
kochet
und
izt
,
5
Line: 6
die
schadent
dester
minner
,
und
die
holzpirn
,
die
etswaz
Line: 7
grôz
sint
und
edler
wan
gemain
holzpirn
,
die
kreftigent
Line: 8
den
magen
und
absneident
die
huosten
und
truckent
die
Line: 9
coleram
,
diu
in
dem
leib
negt
,
und
dar
umb
schüllent
Line: 10
si
die
alsô
siech
sint
geprâten
ezzen
.
ez
sprechent
auch
10
Line: 11
die
maister
,
daz
allerlai
geprâten
piren
gesünter
sein
Line: 12
denn
rôch
und
gesünter
geprâten
wan
gesoten
,
und
die
Line: 13
lang
gelegen
sint
,
alsô
daz
si
niht
faul
sint
,
die
sint
ge\sünter
Line: 14
wan
die
frisch
von
dem
paum
koment
,
dar
umb
,
Line: 15
daz
ir
schedleicheu
fäuhten
mêr
ist
auzgedünst
.
man
15
Line: 16
schol
die
pirpaum
in
dem
næhsten
mônn
vor
dem
merzen
Line: 17
pelzen
(daz
verstên
ich
in
den
warmen
landen)
und
schol
Line: 18
si
setzen
an
küel
stet
,
sô
wachsent
si
gern
,
wan
si
sint
Line: 19
küeler
nâtûr
.
wer
ochsengallen
geuzt
in
dem
aindleften
Line: 20
mônn
,
der
november
haizt
,
zuo
des
pirpaumes
wurzeln
,
20
Line: 21
die
dannoch
warm
sint
von
dem
sumer
her
,
der
tœtet
die
Line: 22
würm
in
den
pirn
und
wert
in
,
daz
si
iht
wachsen
.
Chapter / Strophe: 40
40.
Line: 23
Line: 24
VON
DEM
KRIECHPAUM
.
Line: 25
Prunus
haizt
ain
kriechpaum
.
des
paumes
früht
sint
25
Line: 26
mangerlai
an
der
varb
,
etleich
weiz
,
die
andern
swarz
,
Line: 27
die
dritten
rôt
.
die
swarzen
,
die
etwaz
hert
sint
,
die
sint
Line: 28
die
pesten
und
allermaist
die
wir
die
wälhischen
oder
die
Line: 29
grôzen
slehen
haizen
,
die
etswaz
säuerlot
sint
.
wenn
die
Line: 30
kriechen
zeitig
werdent
und
man
si
abnimt
,
sô
schol
man
30
Line: 31
si
spalten
und
schol
si
an
die
sunnen
legen
,
unz
si
dor\ren
,
Line: 32
und
schol
si
dann
mit
ezzeich
besprengen
und
behal\ten
Line: 33
in
ainem
hülzeinen
vaz
;
diu
macht
die
ruor
verstên
Line: 34
in
dem
leibe
.
ir
harz
pricht
den
stain
in
der
plâter
,
Page: 342
Line: 1
aber
ez
spricht
ain
ander
puoch
,
daz
die
kriechen
die
Line: 2
pesten
sein
,
die
ain
grüen
varb
habent
,
diu
sich
etswaz
Line: 3
naigt
zuo
ainer
gelben
,
und
die
weizen
sein
die
pœsten
Line: 4
und
die
grôzen
sint
pezzer
dann
die
klainen
,
aber
die
Line: 5
grüenvar
sint
und
spât
zeitigent
,
die
sint
die
lustigisten
5
Line: 6
und
haizent
weinkriechel
.
ez
spricht
auch
daz
selb
puoch
,
Line: 7
daz
die
langen
kriechen
pezzer
sint
wan
die
kurzen
,
und
Line: 8
die
trucken
von
art
sint
pezzer
wan
die
wäzrigen
.
Ga\liênus
Line: 9
spricht
,
man
schüll
si
nüehtarn
ezzen
vor
anderm
Line: 10
ezzen
und
schüll
dar
nâch
ain
honigwazzer
trinken
.
die
10
Line: 11
süezen
kriechen
entlœsent
coloram
,
diu
in
dem
leib
negt
,
Line: 12
und
füerent
si
auz
;
iedoch
entlœsent
die
wäzrigen
mêr
Line: 13
wan
die
trucken
.
der
kriechen
wazzer
pringt
den
frawen
Line: 14
ir
haimlichait
,
diu
menstruum
haizt
.
wer
seinen
munt
Line: 15
wescht
auz
kriechenpletern
oder
in
dâ
mit
saubert
,
daz
15
Line: 16
wert
dem
fluz
auz
dem
haupt
in
die
kel
.
Chapter / Strophe: 41
41.
Line: 17
Line: 18
VON
DEM
PFERSICHPAUM
.
Line: 19
Persicus
haizt
ain
pfersichpaum
.
der
geleicht
sich
Line: 20
an
vil
dingen
dem
mandelpaum
an
der
rinten
und
an
20
Line: 21
den
pletern
,
ân
daz
die
pfersichpleter
lenger
sint
und
Line: 22
praiter
wan
diu
mandelpleter
,
aber
der
pfersichpaum
ist
Line: 23
klainer
wan
der
mandelpaum
.
sein
plüet
sint
rôt
sam
Line: 24
die
mandelplüet
und
sein
früht
sint
gar
fäuht
und
kalt
Line: 25
und
faulent
gar
leiht
,
und
dar
umb
,
izt
man
die
pfersich
25
Line: 26
nâch
anderm
ezzen
,
sô
zerprechent
si
die
andern
kost
in
Line: 27
dem
magen
und
verderbent
si
,
und
dar
umb
schol
man
Line: 28
si
lang
vor
anderr
kost
ezzen
.
etleich
sprechent
,
daz
die
Line: 29
pfersech
die
unkäusch
mêren
an
dem
menschen
,
aber
daz
Line: 30
mag
niht
gesein
dann
an
aim
trucken
menschen
;
der
30
Line: 31
aber
unmügent
ist
von
kalter
nâtûr
,
dem
sint
hitzigeu
Line: 32
dinch
guot
.
der
pfersich
kern
ist
ainem
mandelkern
Line: 33
geleich
,
ân
daz
er
pitter
ist
sam
die
pittern
mandel\kern
.
Line: 34
Page: 343
Chapter / Strophe: 42
42.
Line: 1
Line: 2
VON
DER
AICH
.
Line: 3
Quercus
haizt
ain
aich
und
ist
als
vil
gesprochen
Line: 4
als
quernus
,
daz
spricht
ain
klagpaum
,
wan
als
Isidorus
Line: 5
spricht
,
die
alten
haiden
heten
ir
abgötter
in
den
aichen
,
5
Line: 6
und
wenn
si
in
iren
kumer
klagten
,
sô
antwurtten
in
diu
Line: 7
abgötter
auz
den
paumen
.
daz
aichein
holz
erfault
niht
Line: 8
gern
die
weil
man
ez
trucken
helt
.
Platearius
spricht
,
Line: 9
daz
des
paums
fruht
galla
haiz
und
daz
diu
fruht
an
kraft
Line: 10
kalt
und
trucken
sei
in
dem
andern
grâd
;
aber
etleich
10
Line: 11
puoch
hât
in
dem
êrsten
grâd
.
ez
sprechent
aber
andreu
Line: 12
püecher
,
daz
diu
fruht
des
paumes
ze
latein
glans
haiz
,
Line: 13
und
daz
der
laubapfel
,
der
auf
des
paums
laub
wechst
,
Line: 14
galla
haiz
.
in
dem
laubapfel
wirt
ain
würmel
,
dar
an
Line: 15
prüefent
die
luftsager
oder
die
wetersager
künftigez
weter
,
15
Line: 16
wan
vindent
si
daz
würmel
mitten
in
dem
laubapfel
,
sô
Line: 17
kümt
ain
scharpfer
winter
nâch
irr
sag
;
wenn
aber
daz
Line: 18
würmel
an
dem
end
ist
,
sô
kümt
ain
sänfter
winter
.
die
Line: 19
aicheln
sint
pœs
,
die
leiht
sint
und
dâ
ain
lüegel
eingêt
,
Line: 20
aber
die
swæren
und
die
ganzen
die
sint
guot
.
si
sint
20
Line: 21
guot
für
daz
wüllen
und
für
die
undäw
,
diu
von
der
co\lera
Line: 22
kümt
.
wer
ain
pflaster
macht
auz
der
aicheln
pulver
Line: 23
mit
weizem
ains
ais
und
mit
ezzeich
und
pint
ez
auf
die
Line: 24
niern
und
auf
den
kamp
,
dâ
daz
püschel
stêt
,
daz
ist
Line: 25
guot
für
die
ruor
oder
für
den
hinlauf
des
leibs
,
und
daz
25
Line: 26
selb
pflaster
ist
guot
wider
daz
flaischswinden
,
wenn
sich
Line: 27
daz
flaisch
an
dem
leib
entsleuzt
und
swindet
tunkel
.
die
Line: 28
aicheln
küelent
mêr
wan
die
kesten
,
aber
die
früht
paid
Line: 29
sterkent
diu
gelider
und
fuorent
wol
,
iedoch
allermaist
Line: 30
diu
swein
,
den
menschen
niht
sô
wol
,
man
mische
dann
30
Line: 31
die
kesten
mit
zukker
.
wenn
man
aichein
pleter
pulvert
Line: 32
und
wirft
daz
pulver
auf
sleg
oder
auf
wunden
,
sô
aint
Line: 33
ez
sich
und
füegt
sich
zesamen
.
wer
die
aicheln
prætt
Line: 34
und
si
izt
,
die
sint
guot
für
die
harmwinden
und
ir
pul\ver
Line: 35
ist
guot
für
den
fäuhten
lauf
.
35
Page: 344
Chapter / Strophe: 43
43.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
RŒTELPAUM
.
Line: 3
Rubus
ist
ain
paum
in
dem
land
gegen
der
sunnen
Line: 4
aufganch
,
sam
Ambrosius
spricht
,
und
in
Italia
ist
ez
Line: 5
ein
paumpusch
.
der
gegen
der
sunnen
aufganch
mag
ain
5
Line: 6
rœtelpaum
haizen
,
wan
er
hât
ain
rôt
rinden
und
ain
Line: 7
hertez
holz
,
daz
ist
gel
sam
der
saffrân
.
des
paums
ple\ter
Line: 8
habent
sô
grôz
kraft
,
wer
si
auf
ain
slangen
wirft
,
Line: 9
diu
stirbt
zehant
,
und
dar
umb
habent
si
pilleich
kraft
Line: 10
wider
die
vergift
.
10
Chapter / Strophe: 44
44.
Line: 11
Line: 12
VON
DEM
ROSENPAUM
.
Line: 13
Rosarius
haizt
ain
rôsenpaum
,
aber
ez
ist
aigenleicher
Line: 14
ain
staud
wan
ain
paum
.
rosa
haizt
ain
rôs
,
diu
auf
der
Line: 15
stauden
wechst
,
diu
ist
kalt
in
dem
êrsten
grâd
und
15
Line: 16
trucken
in
dem
andern
grâd
.
diu
rôs
paideu
dürr
und
Line: 17
grüen
ist
guot
zuo
erznei
.
man
schol
die
rôsen
pre\chen
,
Line: 18
wenn
si
sich
zemâl
habent
auf
getân
und
die
ze\mâl
Line: 19
rôt
sint
under
den
rôten
rôsen
,
aber
die
plaichen
Line: 20
oder
die
underplaichen
schol
man
hin
werfen
.
wenn
20
Line: 21
man
die
rôsen
derrt
an
der
sunnen
,
sô
mag
man
si
Line: 22
dreu
jâr
behalten
,
daz
si
nütz
sint
.
wer
rôsenhonig
Line: 23
well
machen
,
daz
ze
latein
haizt
mel
rosaceum
,
der
würk
Line: 24
alsô
.
er
schol
daz
honig
des
êrsten
wol
vaimen
von
dem
Line: 25
schaum
,
und
schol
ez
dar
nâch
schôn
seihen
durch
ain
25
Line: 26
tuoch
und
schol
dann
diu
rôsenpleter
dar
zuo
tuon
,
alsô
Line: 27
daz
man
in
die
zipfel
niden
abprech
mit
ainer
vaizten
,
Line: 28
diu
dar
an
ist
,
und
schol
diu
rôsenpleter
gar
klain
snei\den
Line: 29
und
si
zuo
dem
honig
mischen
.
daz
schol
man
dann
Line: 30
sô
lang
sieden
mit
enander
,
unz
ez
sich
verb
und
dick
30
Line: 31
werd
.
daz
honig
hât
die
kraft
,
daz
ez
rainigt
von
des
Line: 32
honigs
art
und
sterket
von
dem
edeln
rôsensmack
,
wan
Line: 33
der
smack
kreftigt
wol
.
daz
honig
alsô
gemacht
rainigt
Line: 34
den
magen
von
pœser
fäuhten
.
zukkerrôsât
macht
man
Page: 345
Line: 1
alsô
.
rœst
rôsenpleter
wol
mit
zukker
pei
dem
feur
und
Line: 2
tuo
daz
dar
nâch
in
ain
glas
und
setz
ez
an
die
sunnen
Line: 3
dreizich
tag
und
rüer
ez
wol
all
tag
mit
ainem
löffel
und
Line: 4
misch
ez
vast
under
einander
,
alsô
daz
dû
daz
glas
oben
Line: 5
vermachest
an
der
sunnen
.
daz
beleibt
guot
dreu
jâr
,
5
Line: 6
tuost
dû
im
reht
.
ez
überhebt
dich
vil
pfenning
in
der
Line: 7
apotêken
.
daz
zukkerrôsât
hât
ain
kraft
ze
kreftigen
und
Line: 8
ze
sänftigen
wider
den
rôten
fluz
und
wider
daz
wüllen
,
Line: 9
daz
von
colera
kümt
,
und
wider
den
swintel
und
wider
Line: 10
die
âkraft
,
diu
von
der
krankhait
kümt
der
gaistleichen
10
Line: 11
gelider
,
dâ
ist
ez
gar
guot
für
,
wenn
man
ez
in
rôsen\wazzer
Line: 12
nimt
und
trinket
.
mach
rôsensyrop
alsô
.
seud
Line: 13
rôsen
in
wazzer
und
tuo
zukker
dar
ein
,
sô
wirt
der\lai
Line: 14
syropl
.
iedoch
sô
würd
er
pezzer
von
dem
saff
grüe\ner
Line: 15
rôsen
.
der
syrop
hât
die
art
,
daz
er
des
êrsten
ent\lœst
15
Line: 16
oder
waichet
die
gäng
,
und
dar
nâch
widerhelt
er
Line: 17
die
gäng
und
ist
guot
wider
des
leibes
hinlauf
und
wider
Line: 18
daz
wüllen
und
wider
die
âkraft
;
aber
man
schol
in
den
Line: 19
niht
geben
,
die
ir
stuol
swærleichen
habent
.
rôsenöl
mach
Line: 20
alsô
.
zerstôz
die
grüenen
rôsen
gar
wol
und
tuo
si
in
ain
20
Line: 21
glas
mit
öl
und
setz
daz
glas
oben
vermacht
vierzig
tag
Line: 22
in
die
sunnen
,
und
wem
diu
leber
erhitzt
ist
,
daz
haizt
Line: 23
calefactio
epatis
,
der
salb
die
stat
,
dâ
diu
leber
ligt
,
dâ
Line: 24
mit
und
nem
ez
in
ezzen
und
an
anders
öls
stat
,
dem
Line: 25
wirt
paz
.
wem
daz
haupt
wê
tuo
von
haizen
sachen
,
der
25
Line: 26
salb
die
stirn
und
die
slæf
pei
den
ôren
dâ
mit
.
rôsen\wazzer
Line: 27
hât
die
art
,
daz
ez
kreftigt
und
zesamen
zeucht
Line: 28
und
labet
wider
die
hitz
und
ist
guot
wider
den
hitzigen
Line: 29
auzlauf
des
leibs
,
der
von
colera
kümt
.
wem
swintelt
und
Line: 30
âmacht
her
gêt
,
dem
geuzt
man
rôsenwazzer
ein
und
be\sprengt
30
Line: 31
im
die
stirn
dâ
mit
.
wer
dürr
rôsen
zuo
der
Line: 32
nasen
habt
,
daz
sterket
daz
hirn
und
daz
herz
und
er\lüftigt
Line: 33
die
lebleichen
gaist
.
daz
tuont
auch
die
grüenen
Line: 34
rôsen
,
der
si
mæzicleichen
smeckt
,
aber
ze
vil
pringt
den
Line: 35
fluz
und
tuot
dem
haupt
wê
.
der
rôsen
pluom
inwendig
,
35
Line: 36
diu
dâ
gel
ist
sam
der
saffrân
,
diu
haizt
anthos
und
ist
Page: 346
Line: 1
guot
für
daz
wüllen
.
wer
frisch
rôsen
ab
dem
paum
well
Line: 2
haben
ze
weihnähten
,
der
verpint
den
rôsenpaum
in
des
Line: 3
maien
anvanch
gar
wol
den
stam
von
grunt
auf
und
ies\leichz
Line: 4
ästel
unz
an
daz
end
,
sô
beleibt
diu
fäuht
und
diu
Line: 5
wirm
inwendig
,
und
dann
drei
wochen
oder
ain
mônet
5
Line: 6
vor
weihnähten
,
sô
tuo
diu
pant
ab
,
sô
schiezent
schœn
Line: 7
rôsen
auz
.
daz
wæn
ich
wâr
sein
in
den
haizen
landen
,
Line: 8
dâ
der
luft
winterszeiten
niht
gar
kalt
ist
,
oder
in
unserm
Line: 9
land
,
sô
der
winter
sänft
ist
,
wan
diu
gar
grôz
kelten
Line: 10
erfrœret
daz
saf
in
dem
paum
,
daz
ez
niht
rôsen
præht
.
10
Line: 11
Unser
fraw
geleicht
sich
in
der
geschrift
den
rôsen
Line: 12
und
spricht
'ich
pin
gepflanzt
sam
diu
pflanzung
der
rô\sen
Line: 13
in
Jericho
.'
nu
prüef
die
herzenminnicleichen
ge\leichnüss
.
Line: 14
Jericho
ist
als
vil
gesprochen
,
sam
die
lêrær
Line: 15
der
hailigen
geschrift
sprechent
,
als
ain
abnemender
môn
.
15
Line: 16
nu
ist
allez
daz
abnement
daz
in
diser
werlt
ist
mit
dem
Line: 17
sündær
:
tugent
,
kraft
,
schœn
,
leib
und
leben
;
dâ
von
Line: 18
haizt
diseu
werlt
wol
Jericho
.
dar
inn
ist
unser
fraw
Line: 19
gepflanzt
als
ain
wol
geladener
rôsenpaum
,
der
seinen
Line: 20
smack
milticleich
umb
sich
sträwt
mit
voller
genâd
.
auz
20
Line: 21
den
edeln
rôsen
schüll
wir
uns
arm
sündær
rôsenhonig
Line: 22
machen
und
zukkerrôsât
,
rôsenöl
und
rôsensyropl
und
Line: 23
rôsenwazzer
mit
dem
honig
unser
stæten
hoffnung
,
mit
Line: 24
dem
zukker
unser
süezen
lieb
und
mit
dem
öl
christen\leiches
Line: 25
gelauben
,
mit
dem
zereiben
guoter
werk
und
mit
25
Line: 26
dem
auzprennen
rehter
peiht
und
ganzer
rew
für
alle
die
Line: 27
siechtüem
,
angst
und
nôt
,
die
uns
anligent
an
leib
und
Line: 28
an
sêl
.
eyâ
,
dû
lieht
prinnendeu
rôs
,
erschein
allen
den
,
Line: 29
die
deinen
namen
êrent
,
und
kreftig
si
in
allen
iren
nœ\ten
.
Line: 30
fraw
,
dû
waist
wol
,
ob
ich
ez
mit
ernst
main
.
30
Chapter / Strophe: 45
45.
Line: 31
Line: 32
VON
DER
SETHIN
.
Line: 33
Sethim
ist
gar
ain
edel
paum
und
wechset
in
den
Line: 34
landen
gegen
der
sunnen
aufganch
,
sam
die
lêrær
spre\chent
.
Page: 347
Line: 1
der
paum
geleicht
dem
weizen
dorn
,
aber
er
ist
Line: 2
gar
vil
grœzer
.
auz
dem
holz
machte
Noe
sein
arch
,
als
Line: 3
diu
geschrift
sagt
.
daz
holz
ist
leiht
und
weiz
und
ver\print
Line: 4
niht
leiht
und
fault
auch
niht
.
Chapter / Strophe: 46
46.
Line: 5
Line: 6
VON
DER
WEIDEN
.
Line: 7
Salix
haizt
ain
weid
und
ist
als
vil
gesprochen
als
Line: 8
ain
springerinn
,
dar
umb
,
daz
der
paum
snell
auf
springt
Line: 9
und
wechst
.
er
wechset
auch
gern
an
nazzen
steten
und
Line: 10
hât
hert
rinden
,
wenn
er
alt
wirt
:
aber
sô
er
junch
ist
,
sô
10
Line: 11
hât
er
gar
lind
rinden
.
der
paum
plüet
,
er
trait
aber
Line: 12
niht
früht
,
und
wer
die
plüet
in
trinken
nimt
,
der
wirt
Line: 13
unperhaft
,
sam
die
zaubrær
sprechent
.
sein
rind
und
Line: 14
seineu
pleter
habent
die
kraft
,
daz
si
zesamen
ziehent
und
Line: 15
stark
machent
.
daz
saf
,
daz
man
drückt
auz
den
plüeten
15
Line: 16
der
paum
,
gibt
man
daz
ze
trinken
dem
menschen
,
der
Line: 17
fiebrig
ist
ân
hitz
,
daz
ist
im
gesunt
.
wer
des
paums
Line: 18
sâmen
in
tranch
nimt
,
der
wirt
beraubt
seines
unkäuschen
Line: 19
gelustes
,
als
man
sagt
,
und
macht
die
frawen
unperhaft
.
Line: 20
daz
wær
leiht
maniger
frawen
liep
und
auch
manigem
20
Line: 21
man
.
wer
ainen
kerspaum
ze
mittelst
durchport
und
stœzt
Line: 22
ainen
weidenast
dar
ein
,
alsô
daz
er
daz
loch
füll
über
al
,
Line: 23
der
paum
pringt
kersen
ân
kern
.
wenn
man
der
weiden
Line: 24
pleter
sträwet
in
ain
haus
oder
in
ain
kamer
,
diu
küelent
Line: 25
den
luft
und
sänftigent
die
hitz
an
den
siechen
läuten
.
25
Chapter / Strophe: 47
47.
Line: 26
Line: 27
VON
DEM
HOHEN
MAULPERPAUM
.
Line: 28
Sicomorus
mag
der
hôch
maulperpaum
gehaizen
,
wan
Line: 29
sam
Rabanus
spricht
,
der
paum
hât
geleich
pleter
dem
Line: 30
maulperpaum
,
aber
er
ist
hœher
wan
der
maulperpaum
30
Line: 31
und
dar
umb
haizt
er
auch
ze
latein
celsa
,
daz
spricht
Line: 32
hôch
.
ander
lêrær
sprechent
,
daz
der
paum
der
wild
Page: 348
Line: 1
veigenpaum
sei
;
von
dem
stêt
geschriben
in
des
weissagen
Line: 2
puoch
Amos
.
Chapter / Strophe: 48
48.
Line: 3
Line: 4
VON
DEM
HOLÆR
.
Line: 5
Sambucus
haizt
ain
holær
oder
ain
holder
in
anderr
5
Line: 6
däutsch
.
der
ist
mit
der
kraft
warm
und
trucken
in
dem
Line: 7
andern
grâd
und
der
paum
haizt
ze
latein
lactis
.
des
Line: 8
paums
rind
ist
sunderleichen
guot
zuo
erzneien
und
sein
Line: 9
sâm
und
seineu
pleter
saubernt
den
leib
von
der
fäuht
,
Line: 10
diu
flegma
haizt
.
wer
der
pleter
saf
mit
honig
nimt
,
daz
10
Line: 11
tœt
die
würm
in
dem
leib
,
die
ze
latein
lumbrici
haizent
,
Line: 12
und
sô
man
ez
in
die
ôrn
tröuft
,
sô
rainigt
ez
diu
flie\zenden
Line: 13
ôrn
von
dem
aiter
und
von
der
unsauberkait
.
Line: 14
des
paums
plüet
sint
kreizelot
als
ain
korn
und
smeckent
Line: 15
gar
wol
und
sterkent
des
menschen
kreft
,
wenn
man
muos
15
Line: 16
dar
auz
macht
.
Chapter / Strophe: 49
49.
Line: 17
Line: 18
VON
DEM
SPERHAGEN
.
Line: 19
Speragus
ist
ain
paum
und
mag
ain
sperhagen
hai\zen
.
Line: 20
der
ist
an
kraft
warm
und
trucken
in
dem
dritten
20
Line: 21
grâd
.
des
früht
sint
sam
diu
körnl
oder
sam
die
probs
,
Line: 22
die
an
der
paum
reisern
her
für
schiezent
.
wenn
die
Line: 23
paum
des
êrsten
probsent
,
ê
si
läuber
gewinnent
,
diu
Line: 24
fruht
diu
ist
den
dunkeln
augen
guot
und
zepricht
den
Line: 25
stain
in
der
plâtern
.
wer
ainem
hund
daz
wazzer
gibt
,
25
Line: 26
dâ
der
paum
oder
diu
fruht
inn
gesoten
wirt
,
der
muoz
Line: 27
sterben
.
wer
aber
si
seudet
und
izzet
,
daz
waicht
den
leip
.
Chapter / Strophe: 50
50.
Line: 28
Line: 29
VON
DEM
THIMPAUM
.
Line: 30
Thimus
haizt
ain
thim
.
daz
ist
gar
ain
edel
paum
30
Line: 31
und
wechset
gegen
der
sunnen
aufganch
.
von
derlai
holz
Line: 32
macht
Salomôn
die
peistal
der
tür
an
dem
tempel
(als
Page: 349
Line: 1
diu
geschrift
sagt
in
dem
dritten
puoch
der
künig
und
Line: 2
anderswâ
;
die
peistal
haizt
diu
geschrift
fulchra)
und
Line: 3
macht
auch
an
dem
künkleichen
sal
tür
dâ
mit
und
macht
Line: 4
dar
auz
harpfen
und
leiren
den
sangmaistern
in
dem
Line: 5
tempel
.
daz
holz
fault
niht
,
sam
die
lêrær
sprechent
,
5
Line: 6
und
ist
voller
dorn
geleich
aim
weizen
dorn
,
und
die
Line: 7
paum
sint
sinbel
sam
die
viechten
;
aber
daz
holz
ist
Line: 8
weiz
und
gar
vast
scheinend
,
reht
sam
daz
helfenpain
.
Chapter / Strophe: 51
51.
Line: 9
Line: 10
VON
DEM
THEREBINTEN
Line: 11
Therebintus
ist
ain
edel
paum
.
der
hât
gar
edeleu
Line: 12
pleter
und
gar
schœneu
.
der
paum
wechset
gar
hôch
in
Line: 13
den
freien
luft
und
gibt
harz
,
der
ist
edeler
wan
aller
Line: 14
anderr
harz
und
hât
ainen
wunderleichern
smack
wan
Line: 15
kain
ander
harz
.
Platearius
spricht
,
daz
man
dar
auz
15
Line: 16
und
auz
girsteinem
melb
ain
pflaster
mach
,
daz
zeprech
Line: 17
die
geswer
in
dem
leib
,
die
man
apostem
haizt
.
des
Line: 18
paums
weirâch
smeckt
gar
wol
.
Chapter / Strophe: 52
52.
Line: 19
Line: 20
VON
DEM
DACHSPAUM
Line: 21
Taxus
oder
daxus
haizt
ain
dachspaum
.
der
ist
ver\giftig
,
Line: 22
sam
Isidorus
spricht
,
und
allermaist
in
dem
land
Line: 23
Calabria
,
und
dar
umb
drückt
man
vergift
dar
auz
,
diu
Line: 24
ze
latein
toxicum
haizt
.
auz
des
paums
holz
machten
die
Line: 25
alten
haiden
hie
vor
pogen
und
armprost
.
daz
holz
hât
25
Line: 26
mangerlai
varb
und
wert
gar
vil
jâr
,
und
sô
ez
auf
der
Line: 27
erd
ligt
,
sô
verleuset
ez
leiht
sein
kraft
.
des
paums
ple\ter
Line: 28
sint
daz
ganz
jâr
grüen
.
Platearius
spricht
,
daz
diu
Line: 29
hüenr
gar
vaizt
werden
von
des
paumes
sâmen
,
und
sô
Line: 30
in
ain
mensch
izt
,
sô
macht
er
im
den
leib
vertig
und
30
Line: 31
waich
.
er
spricht
auch
,
daz
der
paum
in
dem
land
Ca\labria
Line: 32
sô
grôz
kraft
hab
,
sei
daz
ain
mensch
dar
under
Page: 350
Line: 1
sitz
und
slâf
,
ez
kümt
im
ze
schaden
.
man
spricht
auch
.
Line: 2
sei
daz
ain
pein
den
paum
anrüer
,
si
sterb
.
Chapter / Strophe: 53
53.
Line: 3
Line: 4
VON
DER
LINDEN
.
Line: 5
Tilia
oder
dilia
haizt
ain
lind
.
der
paum
ist
gar
be\kant
5
Line: 6
pei
uns
und
ist
gar
lüftiger
art
.
dar
umb
ist
sein
Line: 7
holz
gar
leiht
.
des
paums
plüet
habent
vil
honigs
und
Line: 8
wahses
und
dar
umb
sitzent
die
peinen
gern
dar
auf
.
daz
Line: 9
honig
ist
pezzer
und
paz
gesmach
,
daz
die
peinen
dar
ab
Line: 10
samnent
,
wan
kainerlai
ander
honig
.
ez
ist
auch
des
10
Line: 11
paums
schat
den
menschen
zimleicher
wan
anderr
paum
Line: 12
schat
.
Chapter / Strophe: 54
54.
Line: 13
Line: 14
VON
DEM
WEINREBEN
.
Line: 15
Vitis
haizt
ain
weinreb
.
der
hieze
paz
ain
staud
wan
15
Line: 16
ain
paum
.
wenn
man
die
weinper
in
ainen
warmen
ofen
Line: 17
legt
und
derrt
si
dar
inn
,
die
haizent
ze
latein
uva
passa
,
Line: 18
daz
sint
geröscht
weinper
.
des
weinreben
plüet
tœtent
Line: 19
die
slangen
und
der
weinreben
zäher
,
der
dar
auz
tropfet
Line: 20
wenn
man
si
besneidet
,
vertreibt
die
räudichait
und
die
20
Line: 21
schebichait
.
sein
wurzel
vertreibt
die
unsauberkait
und
Line: 22
daz
aiter
auz
den
ôrn
,
wenn
man
si
stœzt
.
ir
saft
pricht
Line: 23
den
stain
in
der
plâtern
.
nim
die
grüen
weineste
wenn
Line: 24
man
si
absneidet
und
röscht
si
in
ainem
feur
,
unz
si
des
Line: 25
feurs
enpfindent
an
ir
prunst
,
und
zeuch
si
dann
her
wider
25
Line: 26
auz
und
trück
dar
auz
wazzer
,
daz
ist
den
wäzrigen
augen
Line: 27
guot
und
den
kranken
augen
,
wenn
man
daz
wazzer
dar
Line: 28
ein
tuot
.
dû
scholt
nâch
miltem
weinlesen
wênig
trinken
Line: 29
und
nâch
klainem
weinlesen
trink
paz
und
milticleicher
.
Line: 30
daz
verstên
ich
alsô
.
dû
scholt
niht
den
wein
trinken
30
Line: 31
dar
nâch
und
dû
sein
vil
oder
wênig
hâst
:
dû
scholt
den
Line: 32
wein
dir
selber
trinken
ze
nutz
nâch
rehter
mâz
.
alsô
Line: 33
pis
den
milten
reben
arch
und
den
argen
milt
.
slehtez
Page: 351
Line: 1
velt
pringt
mêr
weins
,
aber
gepirg
pringt
edlern
wein
.
Line: 2
der
sudenwint
,
der
auster
haizt
,
edelt
den
wein
in
den
Line: 3
weinreben
dar
umb
,
daz
er
warm
ist
;
aber
der
norden\wint
,
Line: 4
der
aquilo
haizt
,
mêret
den
wein
in
den
weinreben
,
Line: 5
die
gegen
im
stênt
dar
umb
,
daz
er
wäzrig
ist
.
die
wein\per
5
Line: 6
sint
gesünter
über
drei
tag
ze
ezzen
dar
nâch
und
Line: 7
man
si
gelesen
hât
,
dann
an
dem
êrsten
tag
,
wan
si
Line: 8
plæent
alsô
frisch
;
wenn
aber
der
plæend
dunst
auz
ge\reucht
,
Line: 9
sô
sint
si
pezzer
.
wer
die
weinper
behelt
und
si
Line: 10
auf
hæht
oder
si
paizt
mit
honig
oder
mit
zukker
in
ainem
10
Line: 11
ofen
gerœscht
,
die
fuorent
wol
.
der
weinreb
hât
die
art
,
Line: 12
daz
er
ain
seit
an
dem
ast
an
ainem
knoden
daz
weinplat
Line: 13
auzscheuzt
und
ander
seit
die
weinper
.
wenn
die
wein\reb
Line: 14
geprant
werdent
von
ainem
kalten
wind
,
sô
mêrent
Line: 15
si
diu
pleter
und
niht
die
weintrauben
.
Jacobus
spricht
,
15
Line: 16
der
weinreben
zäher
schad
den
vergiftigen
tieren
.
mitel\mæzig
Line: 17
wein
ist
guot
,
den
schol
man
nemen
nâch
der
wal
.
Line: 18
Galiênus
spricht
,
sô
der
wein
ie
elter
ist
,
sô
er
ie
hitziger
Line: 19
ist
.
Aristotiles
spricht
,
man
versuocht
an
newem
wein
Line: 20
oder
an
most
,
ob
wazzer
dar
zuo
gemischt
ist
oder
niht
;
20
Line: 21
wan
wer
ain
ai
dar
ein
legt
,
ist
niht
wazzers
dâ
pei
,
sô
Line: 22
swimt
daz
ai
ob
,
ist
aber
wazzer
dâ
pei
,
sô
vellet
ez
ze
Line: 23
podem
.
ganzer
most
hât
zwair
lai
hitz
:
ain
von
seiner
Line: 24
aigen
nâtûr
,
die
andern
von
der
stat
seiner
gepurt
,
dâ
in
Line: 25
diu
sunn
gemacht
hât
,
und
diu
zwivaltig
hitz
machet
den
25
Line: 26
most
wallend
in
dem
vaz
,
dar
umb
swimt
daz
ai
ob
;
aber
Line: 27
die
hitz
erlescht
daz
wazzer
,
dar
umb
velt
dan
daz
ai
Line: 28
under
.
Galiênus
spricht
,
süezer
wein
macht
durst
,
wan
Line: 29
er
mêret
die
hitz
in
dem
menschen
.
Isidorus
spricht
,
Line: 30
welhe
menschen
geschickt
sint
zuo
der
wazzersucht
,
die
30
Line: 31
hüeten
sich
vor
allem
süezem
wein
.
ez
ist
dreier
lai
wein
.
Line: 32
der
êrsten
lai
ist
wäzrig
und
dünn
,
der
ander
erdisch
und
Line: 33
dick
,
der
drit
hât
ain
mitel
under
den
zwain
.
der
lauter
Line: 34
wirt
schier
gekocht
in
dem
magen
und
durchgêt
die
âdern
Line: 35
und
pringet
daz
harmwazzer
,
und
dar
umb
gibt
man
in
35
Line: 36
den
sühtigen
läuten
,
wan
er
hitzt
niht
vast
und
beraubt
Page: 352
Line: 1
der
sinn
niht
und
schadet
dem
hirn
niht
und
den
âdern
.
Line: 2
ist
aber
er
gemischet
,
sô
leschet
er
den
durst
dester
paz
.
Line: 3
Aristotiles
spricht
,
wâ
gar
starker
wein
in
ainem
vaz
ist
,
Line: 4
der
daz
vaz
zeprechen
wil
,
dâ
leg
ain
wênig
kæss
ein
,
Line: 5
sô
erlischt
sein
überwal
,
wan
der
kæs
ist
kalt
und
vol
5
Line: 6
löchel
,
dâ
von
zeuht
er
die
hitzigen
dünst
in
sich
,
der
Line: 7
den
wal
macht
,
und
lescht
in
mit
seiner
kelten
.
Isidorus
Line: 8
spricht
,
die
wein
,
die
man
auz
korn
und
auz
gersten
Line: 9
macht
,
sint
niht
zimleich
und
lâzent
sich
niht
wol
kochen
Line: 10
in
dem
magen
und
machent
pœs
dünst
und
pœs
fäuhten
10
Line: 11
in
dem
leib
;
si
verschoppent
die
leber
und
daz
milz
und
Line: 12
machent
den
stain
in
der
plâtern
und
in
den
niern
.
er
Line: 13
spricht
auch
,
guot
wein
fuoret
den
leib
wol
und
pringt
Line: 14
und
behelt
gesunthait
,
ist
daz
man
in
zimleich
trinkt
von
Line: 15
der
nâtûr
nôtdurft
,
wan
sô
sterket
er
die
kochenden
kraft
15
Line: 16
in
dem
magen
und
in
den
gelidern
.
ez
ist
kain
ezzen
Line: 17
oder
kain
trinken
,
daz
die
nâtürleichen
hitz
sô
vast
sterk
,
Line: 18
sam
der
wein
tuot
:
der
benimt
trauren
und
pringt
vräud
,
Line: 19
er
wandelt
der
sêl
laster
in
tugent
,
er
kêret
von
unmilt
Line: 20
in
milt
,
von
unsänft
in
sänften
muot
,
von
hôchvart
in
20
Line: 21
diemuot
,
von
trâkhait
in
snellikait
,
von
vorht
in
kuon\hait
,
Line: 22
er
ändert
des
muotes
unwitz
in
ain
hündichait
oder
Line: 23
kluoghait
und
ungespræch
in
wolgespræch
und
ânsin
in
Line: 24
sinnichait
,
und
dar
umb
nâmen
in
die
weisen
läut
,
Perse
Line: 25
und
Heleni
,
wenn
si
mit
etswem
weisleich
reden
wolten
25
Line: 26
oder
etswaz
newes
vinden
oder
rât
geben
zuo
gemainem
Line: 27
nutz
der
läut
.
der
wein
von
dem
land
Neapolis
hât
die
Line: 28
art
,
daz
er
print
reht
sam
ain
öl
,
wenn
man
in
in
ain
Line: 29
feur
geuzt
,
und
der
ist
ain
fuorung
und
ain
kost
.
Isi\dorus
Line: 30
spricht
,
wer
ain
ai
drei
tag
oder
vier
in
ainen
ez\zeich
30
Line: 31
leg
,
sô
werd
sein
schal
sô
waich
,
daz
man
ez
leiht
Line: 32
mit
der
hant
drucken
müg
war
ain
man
well
und
müg
Line: 33
ez
sô
lang
geziehen
,
alsô
daz
man
ez
durch
ain
hant\vingerl
Line: 34
zieh
.
Galiênus
spricht
,
daz
der
ezzeich
gar
Line: 35
hilfleich
sei
den
dingen
,
diu
hitzig
nâtûr
habent
,
und
gar
35
Line: 36
schedleich
den
,
diu
kalt
nâtûr
habent
.
Platearius
spricht
,
Page: 353
Line: 1
vindet
der
ezzeich
den
magen
vol
,
sô
entsleuzt
er
in
,
vint
Line: 2
er
in
aber
lær
,
sô
besleuzt
er
in
und
zeucht
in
zesamen
.
Line: 3
er
spricht
auch
,
wer
ainen
ezzeich
bewæren
well
,
ob
er
Line: 4
guot
sei
,
der
giez
in
auf
die
erd
oder
auf
eisen
;
wirt
er
Line: 5
dann
wallent
,
sô
ist
er
guot
,
wallt
aber
er
niht
,
sô
ist
er
5
Line: 6
niht
guot
.
Galiênus
spricht
,
lauter
ezzeich
mit
wazzer
ge\mischt
Line: 7
sumerzeiten
küelt
und
lescht
den
durst
;
wazzer
Line: 8
mit
wein
oder
mit
ezzeich
gemischt
lescht
den
durst
mêr
Line: 9
wan
eitel
wazzer
,
wan
wein
und
ezzeich
füerent
daz
waz\zer
Line: 10
in
die
tiefen
des
leibes
und
machent
ez
durchprechent
,
10
Line: 11
wan
der
ezzeich
hât
die
kraft
,
daz
er
ander
ding
kreft
,
Line: 12
die
im
zuo
gesellt
sint
,
füert
in
die
tiefen
.
daz
westen
Line: 13
die
unrainen
juden
wol
,
dô
si
unsern
herren
martrâten
,
Line: 14
wan
dô
er
in
seinem
pittern
leiden
hiench
an
dem
cräuz
,
Line: 15
dô
schrai
er
mit
lauter
stimm
'mich
dürstet
!'
und
dô
15
Line: 16
gâben
im
die
juden
ezzeich
mit
gallen
,
dar
umb
,
daz
der
Line: 17
ezzeich
seineu
gelider
durchgieng
mit
der
gallen
.
ez
Line: 18
sprechent
auch
etleich
,
daz
gemischter
wein
mêr
trunken
Line: 19
mach
wan
ungemischter
,
wan
der
gemischt
wein
wirt
Line: 20
behend
von
dem
wazzer
und
sleuft
durch
.
er
dünst
auch
20
Line: 21
mêr
von
dem
wazzer
wan
sunst
,
und
der
dunst
oder
der
Line: 22
rauch
sleht
in
daz
haupt
und
macht
trunken
,
aber
diu
Line: 23
trunkenhait
wert
niht
sô
lang
sam
von
eitelm
wein
.
Chapter / Strophe: 55
55.
Line: 24
Line: 25
VON
DEM
ULMPAUM
Line: 26
Ulmus
haizt
ain
ulmpaum
oder
ain
ilmpaum
.
der
Line: 27
hât
die
art
,
sam
Isidorus
spricht
,
daz
er
gar
gern
grüenet
,
Line: 28
wan
ist
daz
er
dürr
worden
ist
,
der
in
dann
fäuht
mit
Line: 29
wazzer
,
er
wirt
wider
grüen
,
und
der
in
absneidet
und
in
Line: 30
in
die
erde
steckt
und
grebt
,
sô
würzelt
er
und
kümt
zuo
30
Line: 31
kreften
.
der
paum
ist
zeitleich
grôz
und
hât
ain
scharpf
Line: 32
kritzlot
rinten
wenn
er
alt
wirt
,
und
hât
pleter
sam
ain
Line: 33
alberpaum
,
ân
daz
seineu
pleter
an
der
ainen
seiten
niht
Line: 34
weiz
sint
,
si
sint
ze
paiden
seiten
grüen
und
sint
dünn
.
Page: 354
Line: 1
der
paum
ist
unfruhtpær
und
ist
auch
ze
paw
niht
guot
,
Line: 2
iedoch
praitent
sich
die
weinreben
etswenn
dar
auf
,
wan
Line: 3
der
paum
schadet
dem
weinreben
niht
.
aber
setzet
man
Line: 4
ain
haseln
zuo
dem
weinreben
,
diu
derrt
im
sein
wurzeln
Line: 5
und
verderbt
den
weinreben
,
und
daz
tuot
auch
kolkraut
,
5
Line: 6
reht
sam
daz
mâgenöl
den
habern
verderbt
und
der
flachs
Line: 7
und
daz
unkraut
daz
korn
.
Line: 8
IV
.
Chapter / Strophe: B
B.
Line: 9
Line: 10
VON
DEN
WOLSMECKENDEN
PAUMEN
Line: 11
Die
wolsmeckenden
paum
,
der
rinten
,
wurzel
,
pleter
,
Line: 12
harz
und
saf
man
hôch
preiset
,
wahsent
niht
in
däutschen
Line: 13
landen
,
si
wahsent
in
den
haizen
landen
gegen
mittem
Line: 14
tag
und
gegen
der
sunnen
aufganch
,
dar
umb
habent
si
Line: 15
niht
däutsch
namen
;
wir
haizen
si
in
däutscher
zung
als
15
Line: 16
man
si
nennet
in
latein
oder
in
anderr
sprâch
.
von
den
Line: 17
well
wir
nu
reden
.
Chapter / Strophe: 1
1.
Line: 18
Line: 19
VON
DER
SALBEN
ALOE
.
Line: 20
Aloe
ist
ain
salb
,
haiz
und
trucken
mit
seiner
kraft
,
20
Line: 21
sam
Plinius
spricht
.
daz
macht
man
auz
dem
saf
des
Line: 22
krautes
,
daz
aloe
haizt
,
und
macht
ez
alsô
.
man
ze\stœzt
Line: 23
daz
kraut
und
druckt
daz
saf
dar
auz
und
seudet
Line: 24
ez
lang
pei
ainem
feur
und
setzt
ez
dann
an
die
sunn
Line: 25
und
behalt
ez
.
daz
obrist
ist
daz
lauterist
und
haizet
25
Line: 26
epaticum
,
dar
umb
,
daz
ez
der
lebern
guot
ist
.
daz
an\der
Line: 27
dar
nâch
haizt
citrinum
und
daz
ist
niht
sô
lauter
Line: 28
sam
daz
êrst
.
daz
unterist
ist
trüeb
und
gerbig
und
hai\zet
Line: 29
caballinum
.
diu
obern
zwai
sint
an
der
varb
gel
,
Line: 30
aber
daz
ander
ist
niht
sô
gel
sam
daz
öbrist
und
daz
30
Line: 31
unterist
ist
swarz
.
die
aloe
alle
sint
gar
pitter
und
mensch\leichem
Line: 32
munde
widerzæm
.
daz
aloe
hât
die
art
,
daz
ez
Page: 355
Line: 1
diu
zeprochen
pain
wider
genzt
,
wenn
man
ez
auzwen\dig
Line: 2
dar
über
pindet
,
und
hilft
für
der
vergiftigen
tier
piz
.
Line: 3
aber
wenn
man
ez
inwendig
nimt
,
sô
fürbt
ez
den
leib
Line: 4
von
der
fäuhten
,
die
man
flegma
haizt
.
ez
hât
auch
die
Line: 5
kraft
ze
rainigen
und
ze
auztreiben
die
fäuht
,
diu
melan\colia
5
Line: 6
haizt
,
und
ze
sterken
diu
glider
,
und
dar
umb
ist
Line: 7
ez
guot
wider
überflüzzichait
der
fäuhten
,
die
in
dem
ma\gen
Line: 8
beslozzen
sint
.
ez
macht
daz
haupt
gesunt
,
daz
siech
Line: 9
ist
von
räuchen
und
von
dünsten
,
und
macht
diu
augen
Line: 10
clâr
.
ez
öffent
daz
verschoppen
des
milzes
und
der
lebern
,
10
Line: 11
ez
erlescht
die
überflüzzichait
der
gelider
und
allermaist
Line: 12
umb
die
schämigen
stet
.
ez
macht
daz
antlütz
schœn
,
Line: 13
daz
entverbet
ist
von
swerz
.
wie
daz
sei
,
daz
aloe
dem
Line: 14
mund
pitter
sei
,
doch
ist
ez
dem
magen
süez
,
dar
umb
Line: 15
haizt
ez
in
erznei
epiglostomachon
,
daz
spricht
:
dem
ma\gen
15
Line: 16
süez
.
man
schol
ez
geben
mit
herbem
wein
oder
mit
Line: 17
wermuotsaf
.
Chapter / Strophe: 2
2.
Line: 18
Line: 19
VON
DEM
ALOES
.
Line: 20
Aloes
ist
ain
holz
und
ist
ain
paum
,
der
wechst
in
20
Line: 21
dem
land
India
und
in
dem
land
Arabia
,
sam
Isidorus
Line: 22
spricht
,
und
hât
gar
ainen
guoten
süezen
smack
.
man
Line: 23
nützet
daz
holz
zuo
den
ältern
in
den
gotshäusern
,
reht
Line: 24
sam
man
tuot
daz
thymiama
,
daz
von
dem
paum
thymus
Line: 25
kümt
,
dâ
von
wir
vor
gesagt
haben
.
die
andern
maister
25
Line: 26
sprechent
,
daz
daz
holz
köm
von
dem
irdischen
paradis
Line: 27
in
vliezenden
wazzern
und
daz
man
ez
mit
netzen
in
den
Line: 28
wazzern
auf
vâch
.
welhez
holz
under
derlai
holz
swær
Line: 29
ist
und
knorrot
in
seiner
art
,
daz
ist
daz
pest
und
ist
gar
Line: 30
wolsmeckend
.
ez
ist
underpitter
,
alsô
daz
ez
niht
gar
30
Line: 31
pitter
ist
,
wenn
man
ez
auf
die
zungen
legt
.
ez
ist
auch
Line: 32
underswarz
oder
underrôt
an
der
varb
;
ez
læt
sich
niht
Line: 33
mit
den
zenden
leiht
prechen
.
wenn
man
ez
keut
und
in
Line: 34
dem
mund
helt
,
daz
ist
dem
hirn
guot
von
dem
edelem
Line: 35
smack
,
der
dâ
von
gêt
.
ez
ist
auch
für
die
krankhait
des
35
Page: 356
Line: 1
magen
,
der
lebern
,
des
hirns
und
des
herzen
guot
und
Line: 2
wider
daz
verliesen
der
frawen
gewonhait
,
wenn
si
der
Line: 3
niht
gehaben
mügen
,
wider
der
prust
siechtuom
und
wi\der
Line: 4
ander
krankhait
der
gelider
,
die
von
kelten
koment
.
Line: 5
der
wein
,
der
mit
dem
holz
gesoten
wirt
,
der
ist
auch
5
Line: 6
gar
guot
wider
die
vor
genanten
siechtüem
,
und
wer
den
Line: 7
dunst
mit
der
nasen
in
sich
zeucht
,
der
von
dem
sieden
Line: 8
gêt
,
daz
pringt
dem
kalten
hirn
vil
gesunthait
.
wer
daz
Line: 9
holz
pulvert
und
nimt
nägelpleter
und
daz
pain
,
daz
in
Line: 10
ains
hirzen
herz
ist
,
und
pulvert
diu
auch
und
reibt
den
10
Line: 11
pulver
zesamen
mit
paumöl
und
salbet
ainem
hann
sein
Line: 12
haupt
dâ
mit
,
der
singt
tag
und
naht
niht
.
Chapter / Strophe: 3
3.
Line: 13
Line: 14
VON
DEM
AMOMO
.
Line: 15
Amomum
ist
ain
paum
,
sam
Plinius
und
Isidorus
15
Line: 16
sprechent
,
oder
ain
staud
und
wehset
in
Armenia
und
ist
Line: 17
vol
trauben
sam
ain
weinreb
und
pringt
sâmen
gar
dick
Line: 18
zuo
einander
gesellt
und
hât
weiz
plüet
und
ze
stunden
Line: 19
violvar
und
hât
ainen
smack
sam
cinamomum
,
von
dem
Line: 20
wir
her
nâch
werden
sagen
,
und
hât
pleter
sam
ain
kraut
,
20
Line: 21
haizt
peonia
,
daz
haizt
man
ze
däutsch
peon
,
als
her
nâch
Line: 22
kunt
wirt
,
wenn
wir
von
den
kräutern
sagen
.
aber
Avi\cenna
Line: 23
spricht
,
daz
der
pâm
pleter
hab
an
der
grœz
und
Line: 24
an
der
schickung
sam
ain
weinreb
und
sei
goltvar
und
Line: 25
daz
holz
sei
gevar
sam
ain
stain
,
haizt
jâchant
,
der
ist
25
Line: 26
wahsvar
,
als
her
nâch
kunt
wirt
,
und
daz
holz
smeckt
Line: 27
gar
wol
.
iedoch
ist
ainer
lai
der
paum
,
der
wechst
an
Line: 28
fäuhten
steten
und
ist
grüenvar
an
dem
holz
und
smeckt
Line: 29
sam
die
rauten
;
und
daz
von
Egypten
land
kümt
,
daz
ist
Line: 30
niht
sô
gar
lanch
und
prait
und
ist
leiht
ze
prechen
mit
30
Line: 31
den
zenden
und
ist
sein
smack
grœzer
wan
der
rauten
Line: 32
smack
,
und
daz
haizt
egyptiacum
.
der
dritten
lai
ist
weiz\lot
Line: 33
und
naigt
sich
zuo
ainer
rœt
,
und
daz
ist
dick
sleht
Line: 34
und
aufreht
.
wenn
man
daz
keut
,
sô
ist
ez
peizend
und
Page: 357
Line: 1
scharpf
in
dem
mund
.
Diascorides
spricht
,
daz
derlai
Line: 2
daz
pest
sei
und
daz
læt
sich
stôzen
ze
pulver
und
hât
Line: 3
vil
sâmen
,
die
sament
man
auf
dem
paum
sam
die
wein\trauben
,
Line: 4
und
sprechent
die
ärzt
,
wer
amomum
trink
,
daz
Line: 5
sei
guot
für
der
pain
siehtum
,
der
podagra
haizt
,
aber
5
Line: 6
ez
beswært
daz
haupt
und
pringt
slâf
und
macht
trunken
.
Line: 7
Constantînus
spricht
,
sei
daz
ain
fraw
sitz
ob
des
holzes
Line: 8
dunst
,
diu
werd
gesunt
,
ob
ir
wê
sei
an
der
iren
,
und
Line: 9
daz
pringt
auch
der
frawen
ir
gewonhait
,
und
der
ain
Line: 10
pflaster
dâ
von
macht
,
daz
ist
guot
für
der
scorpen
hecken
.
10
Chapter / Strophe: 4
4.
Line: 11
Line: 12
VON
DEM
CARDAMOM
.
Line: 13
Cardamomum
haizt
ain
cardamom
,
daz
ist
amomo
ge\leich
Line: 14
und
ist
ain
staud
,
diu
pringt
ainen
länkloten
sâmen
.
Line: 15
der
paum
ist
vierlai
.
ainer
ist
gar
grüen
und
vaizt
mit
15
Line: 16
scharpfen
stichlingen
und
laidigt
den
,
der
sein
haut
dar
Line: 17
an
reibt
,
und
derlai
ist
der
aller
löbleichist
.
der
ander
Line: 18
ist
ain
wênich
rôt
mit
ainer
weiz
gemischt
.
daz
dritt
ist
Line: 19
kurz
und
swarz
.
daz
vierd
ist
manigverbig
und
hât
klai\nen
Line: 20
smack
und
mag
man
ez
leiht
zereiben
,
und
daz
acht
20
Line: 21
man
für
daz
pœst
.
daz
pest
ist
,
daz
aller
edelist
smecket
Line: 22
und
ain
süez
dar
ein
gemischt
ist
.
daz
holz
hât
die
kraft
,
Line: 23
daz
ez
die
nâtûr
kreftigt
mit
seinem
guoten
smack
und
Line: 24
daz
ez
entlœst
und
verzert
mit
seiner
art
,
wan
ez
ist
haiz
Line: 25
und
trucken
.
daz
holz
ist
auch
guot
wider
die
krankhait
25
Line: 26
des
magen
und
hilft
zuo
dem
kochen
in
dem
magen
und
Line: 27
ist
guot
wider
den
swintel
und
wider
die
âmaht
und
wi\der
Line: 28
daz
wüllen
,
wenn
man
ez
in
den
munt
legt
.
nu
Line: 29
macht
dû
sprechen
:
diu
dinch
sint
gar
guot
und
nütz
Line: 30
menschleicher
art
,
aber
wâ
nim
ichs
?
wærleich
,
si
wach\sent
30
Line: 31
gar
verr
in
meim
garten
!
aber
hâst
dû
guot
und
Line: 32
golt
,
dû
machest
dir
vil
ding
nâhen
und
holt
,
die
kauf\läut
Line: 33
varnt
verr
.
Page: 358
Chapter / Strophe: 5
5.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
BIDELL
.
Line: 3
Bidellia
haizt
ain
bidell
.
daz
ist
ain
paum
,
der
Line: 4
wechst
in
Arabia
.
des
paumes
zäher
ist
scheinig
und
Line: 5
weizlot
und
ist
leiht
und
gleichvirbich
,
und
der
ist
der
5
Line: 6
pest
,
der
leiht
waich
wirt
und
der
niht
gemischt
ist
mit
Line: 7
erd
und
mit
holz
,
und
der
pitter
ist
guotes
smackes
,
aber
Line: 8
er
zepricht
sein
ê
,
wenn
man
andern
zäher
dar
zuo
mischt
,
Line: 9
der
niht
sô
pitter
ist
in
dem
munde
.
Platearius
spricht
,
Line: 10
daz
der
zäher
ain
kraft
hab
zesamenziehen
und
zuo\ziehen
.
10
Line: 11
er
hailt
des
leibes
hinlauf
,
der
von
der
scharpfen
Line: 12
colera
kümt
in
dem
leib
.
er
hailt
auch
die
geswer
,
diu
Line: 13
man
apostem
haizt
,
inwendig
und
auzwendig
dâ
mit
sal\bet
,
Line: 14
und
zepricht
den
stain
in
der
plâtern
.
er
hailt
kref\ticleich
Line: 15
ains
töbigen
hundes
piz
oder
ander
wunden
oder
15
Line: 16
des
mannes
gezeuglein
,
wenn
man
in
mit
ezzeich
twirt
.
Chapter / Strophe: 6
6.
Line: 17
Line: 18
VON
DEM
BALSEMPAUM
.
Line: 19
Balsamus
haizt
ain
balsempaum
.
daz
ist
ain
paum
Line: 20
oder
ain
staud
;
sam
Jacobus
und
Solînus
sprechent
und
20
Line: 21
ander
maister
in
vil
puochen
,
den
man
hie
vor
neur
in
Line: 22
dem
land
Judêa
vant
an
der
stat
Jericho
;
aber
in
der
Line: 23
zeit
lauf
fuorten
in
Egypcier
auf
daz
velt
ze
Babiloni
und
Line: 24
dâ
pawent
in
die
christen
,
die
gevangen
sint
in
der
hai\denschaft
,
Line: 25
wan
sam
Egypcier
dick
versuocht
habent
,
wenn
25
Line: 26
in
die
haiden
pawent
,
sô
beleibt
er
unfruhtpær
,
sam
die
Line: 27
historien
sagent
,
daz
sint
die
geschrift
von
den
geschihten
Line: 28
in
den
landen
und
in
den
zeiten
.
auf
dem
selben
veld
Line: 29
ze
Babiloni
sint
sehs
prunnen
und
in
der
ainem
(sprechent
Line: 30
etleich)
hât
unser
fraw
unsern
herren
Jêsum
Christum
30
Line: 31
gepadet
und
von
dem
prunnen
und
von
den
andern
fünfen
Line: 32
wirt
des
balsems
velt
durchfäuht
.
aber
an
andern
steten
Line: 33
gibt
diu
staud
nümmer
kainen
balsemsaft
.
iedoch
spricht
Page: 359
Line: 1
Avicenna
,
daz
diu
erd
durchfäuhtt
werd
,
dâ
der
balsem
Line: 2
wechst
,
von
dem
prünnel
des
veldes
Engadi
.
Plinius
Line: 3
spricht
,
daz
des
paums
stam
sei
als
ain
weinreb
und
hab
Line: 4
pleter
als
ain
raut
,
aber
si
sein
weizer
und
beleiben
all\zeit
.
Line: 5
der
paum
hât
die
art
,
daz
man
in
dick
besneiden
5
Line: 6
muoz
und
fräwet
sich
wazzers
.
wenn
man
den
edeln
Line: 7
balsemzaher
ab
dem
paum
nemen
wil
,
sô
muoz
man
in
Line: 8
besneiden
mit
paineinn
mezzern
oder
mit
staineinn
oder
Line: 9
mit
gleseinn
mezzern
und
muoz
gar
seiht
dar
ein
hacken
,
Line: 10
sô
tropfet
daz
saf
her
ab
in
gleseineu
vaz
,
diu
man
dar
10
Line: 11
under
setzet
,
wan
besnit
man
die
paum
mit
eisen
,
sô
ver\dürben
Line: 12
si
.
aber
Avicenna
und
ander
maister
sprechent
,
Line: 13
man
besneid
si
mit
eisen
.
wenn
man
den
balsem
nu
ge\samnet
Line: 14
hât
,
sô
behelt
man
in
sehs
môneid
in
ainem
väz\zel
Line: 15
under
taubenmist
,
und
nâch
der
zeit
zeuht
man
in
15
Line: 16
her
auz
,
sô
ist
er
lauter
worden
,
und
daz
ist
dar
umb
,
Line: 17
daz
der
taubenmist
hitzig
ist
,
und
der
balsem
behelt
sein
Line: 18
kraft
,
wenn
er
niht
auzdünst
.
der
zaher
ist
mêr
werhaft
Line: 19
denn
kain
ander
zaher
.
der
paum
haizt
balsamus
,
aber
Line: 20
sein
holz
oder
sein
traub
haizt
xilobalsamum
und
sein
20
Line: 21
sâm
haizt
carpobalsamum
und
sein
saf
haizt
opobalsamum
.
Line: 22
Platearius
spricht
,
daz
opobalsamum
die
pesten
und
die
Line: 23
geweltigisten
kraft
hab
,
wan
ez
ist
haiz
und
trucken
in
Line: 24
dem
vierden
grâd
mit
seiner
kraft
,
und
dar
umb
,
daz
ez
Line: 25
seltsam
ist
,
velschet
man
ez
dick
und
mit
mangerlai
25
Line: 26
dingen
.
wan
etleich
nement
therebintenzäher
,
der
there\bintina
Line: 27
haizt
,
und
mischent
ain
wênich
balsems
dar
zuo
,
Line: 28
sô
geleicht
ez
dem
balsem
;
die
andern
nement
nardenöl
,
Line: 29
daz
von
dem
kraut
nardo
kümt
,
und
mischent
ez
zuo
Line: 30
therebintenzäher
.
30
Line: 31
Nu
sprechent
etleich
,
man
schüll
balsem
alsô
be\wæren
.
Line: 32
wer
in
vorn
an
ainen
griffel
tuo
und
in
anzünd
,
Line: 33
sô
prinn
er
,
aber
daz
tuot
ain
therebintenzäher
auch
.
Line: 34
Diascorides
spricht
,
nem
man
des
balsems
ainen
tropfen
Line: 35
und
tuo
in
in
ain
gaizein
milch
,
sô
gerinn
si
zehant
und
35
Line: 36
der
balsemtropf
vall
ze
podem
.
aber
ez
sint
vil
ding
,
Page: 360
Line: 1
diu
die
milch
rennent
.
der
balsem
ist
gelvar
und
gar
Line: 2
lauter
und
man
erkennt
in
alsô
vor
valschem
balsem
.
Line: 3
ist
daz
man
in
mit
aim
griffel
legt
unden
in
ein
wazzer
,
Line: 4
dâ
beleibt
er
;
legt
man
in
ze
mittelst
,
dâ
beleibt
er
auch
,
Line: 5
und
alsô
tuot
er
,
legt
man
in
oben
in
daz
wazzer
.
ez
5
Line: 6
ist
auch
ain
ander
versuochen
.
tuo
wazzer
etswar
ein
Line: 7
und
tuo
in
daz
wazzer
balsem
und
rüer
daz
wazzer
mit
Line: 8
aim
holz
;
ist
der
balsem
valsch
oder
ist
ez
therebinten\zäher
,
Line: 9
sô
wirt
daz
wazzer
trüeb
,
ist
aber
er
gereht
,
sô
Line: 10
wirt
daz
wazzer
niht
trüeb
.
Rabanus
spricht
,
ist
der
bal\sem
10
Line: 11
ganz
und
gereht
,
sô
wirt
ain
wüllein
tuoch
niht
un\sauber
Line: 12
dâ
von
und
gilt
niht
minner
dann
vor
.
mêr
,
wig
Line: 13
balsem
etswar
inn
und
wig
dar
nâch
therebintenzäher
in
Line: 14
der
selben
grœz
in
dem
selben
vaz
:
ist
der
balsem
gereht
,
Line: 15
sô
wigt
er
zwir
oder
dreistunt
als
swær
sam
der
there\bintenzäher
,
15
Line: 16
wigt
aber
er
neur
ain
klain
mêr
,
sô
ist
er
Line: 17
valsch
.
mêr
,
ist
der
balsem
gereht
,
sô
hât
er
sô
grôz
Line: 18
kraft
,
wenn
man
sein
an
der
sunnen
hitz
ains
tropfen
grôz
Line: 19
legt
in
die
hant
,
daz
mag
diu
hant
niht
verdoln
,
er
dringt
Line: 20
zehant
durch
die
hant
,
wan
kainerlai
fäuht
dringt
sô
vaste
20
Line: 21
durch
.
Michahel
der
Schott
spricht
,
der
balsem
hât
die
Line: 22
art
,
wenn
man
milch
dar
auf
träuft
,
sô
gerinnt
si
zehant
;
Line: 23
wenn
man
aber
in
auf
wazzer
geuzt
,
sô
behelt
er
sein
Line: 24
kraft
.
man
läutert
den
balsem
mit
ezzeichwaschen
,
wenn
Line: 25
man
in
dar
inn
welzet
.
er
nimt
kainer
andern
fäuht
zuo\mischen
.
25
Line: 26
des
gelaub
ich
Megenberær
niht
,
wan
sô
möht
Line: 27
man
in
niht
sô
wol
gevelschen
sam
man
tuot
.
der
bal\sem
Line: 28
hât
die
kraft
,
daz
er
entlœst
und
behelt
die
kreft
Line: 29
und
zeucht
zuo
im
.
under
andern
werken
,
diu
er
hât
,
Line: 30
treibt
er
daz
tôt
kint
auz
der
muoter
und
zeuht
daz
päl\gel
30
Line: 31
her
für
,
dâ
daz
kindel
inn
ligt
in
der
muoter
,
daz
ze
Line: 32
latein
secundina
haizt
,
und
volgt
dem
kindel
in
der
ge\purt
,
Line: 33
dar
umb
haizt
ez
secundina
von
dem
wort
sequor
,
Line: 34
daz
haizt
volgen
.
man
schol
balsem
geben
wider
all
Line: 35
veraltet
siehtüem
des
hauptes
mit
ainer
opiat
,
diu
dem
35
Line: 36
siechtuom
zimleich
sei
.
wer
ain
wahs
fäuht
macht
mit
Page: 361
Line: 1
ainem
balsem
und
legt
daz
auf
ain
mâsen
zehen
tag
Line: 2
(wan
sô
lang
mag
der
balsem
beleiben
mit
wahs
und
Line: 3
auch
vierzig
tag
,
geschiht
sein
nôt)
,
sô
vertreibt
er
die
Line: 4
mâsen
.
er
behelt
der
tôten
leib
ganz
ân
faulen
gar
vil
Line: 5
jâr
die
man
balsamt
mit
rehtem
balsem
.
5
Line: 6
Dem
balsem
geleicht
sich
unser
frawe
in
der
ge\schrift
Line: 7
und
spricht
'ich
hân
ainen
smack
geben
als
ain
Line: 8
wolsmeckender
balsem
.'
zwâr
,
daz
spricht
si
mit
lauterr
Line: 9
wârhait
,
wan
si
aller
tugenden
vol
sträwet
ir
grôz
parm\herzichait
Line: 10
auf
uns
arm
sündær
mit
sô
vil
genâden
,
daz
10
Line: 11
wir
den
himel
mêr
besitzen
mit
gewalt
wan
mit
reht
,
und
Line: 12
dar
umb
spricht
diu
geschrift
'der
gereht
wirt
kaum
be\halten
,'
Line: 13
wan
man
vindet
kaum
ainen
menschen
,
der
nie
Line: 14
kain
tôtsünd
hab
getân
,
ez
sein
zwelfpoten
oder
ander
Line: 15
hailigen
,
ân
unser
frawen
allain
,
und
dar
umb
spricht
15
Line: 16
auch
diu
geschrift
'celum
vim
patitur
,'
daz
spricht
:
der
Line: 17
himel
leidet
gewalt
.
nu
schaw
,
wie
wir
ze
himel
komen
.
Line: 18
parmherzichait
muoz
der
wârhait
begegen
und
gerehtic\hait
Line: 19
muoz
sänftig
sein
und
fridsam
.
dar
umb
spricht
der
Line: 20
weissag
in
dem
salter
,
diu
parmherzichait
und
diu
wâr\hait
20
Line: 21
sint
anenander
begegent
,
diu
gerehtikait
und
der
Line: 22
frid
habent
anenander
geküsset
.'
des
küssens
fräw
ich
Line: 23
mich
und
gibt
mir
ain
kraft
,
mêr
dann
aller
balsem
smack
.
Chapter / Strophe: 7
7.
Line: 24
Line: 25
VON
DEM
CINAMOMPAUM
Line: 26
Cinamomum
ist
ain
paum
in
der
môrn
land
,
sam
Line: 27
Isidorus
und
Plinius
sprechent
,
und
ist
ain
kurz
staud
Line: 28
kaum
zwair
daumellen
lang
und
hât
ain
swarze
rinden
oder
Line: 29
aschenvar
und
hât
gar
klaineu
gärtel
,
wan
daz
grôz
ist
Line: 30
und
grœzer
gärtel
hât
daz
versmæht
man
,
aber
daz
klain
30
Line: 31
preiset
man
und
daz
ist
edel
.
des
paumes
äst
sint
sinbel
Line: 32
und
hol
sam
die
rœrn
,
und
wenn
man
si
zepricht
,
sô
gêt
Line: 33
ain
merkleich
süezer
dunst
dâ
von
,
geleich
als
ain
nebel
Line: 34
oder
asch
.
Platearius
spricht
,
daz
cinamomum
von
seinem
Page: 362
Line: 1
edeln
smack
daz
hirn
sterket
und
von
seiner
hitz
den
Line: 2
magen
kreftigt
,
der
krank
ist
von
kelten
.
wenn
man
Line: 3
cinamomum
pulvert
und
ez
an
salsen
stat
gibt
mit
ezzen
,
Line: 4
sô
machet
ez
lustig
.
wer
ez
dick
kewt
,
dem
macht
ez
Line: 5
seinen
stinkenden
munt
wolsmeckend
,
und
daz
tuont
ander
5
Line: 6
würz
und
wolsmeckendeu
dinch
selten
,
sam
nägl
und
Line: 7
muscât
und
andreu
dinch
;
wan
wie
daz
sei
,
daz
si
ain
Line: 8
weil
wol
smecken
,
sô
faulent
si
doch
und
entsliezent
daz
Line: 9
flaisch
in
dem
mund
mit
irr
hitz
.
aber
cinamomum
,
ob
Line: 10
daz
entsleuzt
mit
seiner
hitz
,
doch
verzert
ez
die
faulen
10
Line: 11
fäuhten
von
der
art
seins
zuoleimens
,
daz
ze
latein
con\glutinacio
Line: 12
haizt
,
wan
ez
samnet
daz
flaisch
zuo
ainander
Line: 13
und
hertet
ez
.
wem
daz
zantflaisch
fault
und
stinket
,
Line: 14
sam
ez
tuot
daz
mêrer
tail
haizen
läuten
,
der
wasch
des
Line: 15
êrsten
daz
zantflaisch
mit
gesalzem
wazzer
und
reib
ez
,
15
Line: 16
unz
daz
ez
pluott
;
dar
nâch
nem
des
pulvers
von
cina\mom
Line: 17
und
misch
warmen
wein
dar
zuo
und
wasch
den
Line: 18
munt
gar
wol
dâ
mit
.
wer
ain
trauf
macht
,
diu
collyrium
Line: 19
haizt
,
mit
dem
cinamom
,
daz
macht
diu
augen
klâr
.
man
Line: 20
schol
sein
pulver
nemen
mit
nägelpulver
,
daz
ist
wider
den
20
Line: 21
swintel
guot
und
wider
der
prust
âmacht
,
diu
cardiaca
Line: 22
haizt
.
ez
hât
die
maht
,
daz
ez
anderr
wolsmeckender
Line: 23
ding
gewalt
widerdruckt
.
wenn
man
ez
dick
izt
,
daz
ist
Line: 24
ze
dunkeln
augen
guot
.
ez
sänftigt
die
prust
und
rainigt
Line: 25
si
und
ist
für
den
ôrnsmerzen
guot
,
und
wenn
man
ez
25
Line: 26
mischt
mit
mirren
,
sô
ist
ez
guot
für
der
scorpen
hecken
.
Line: 27
daz
öl
,
daz
dar
auz
wirt
gemacht
,
daz
ist
guot
zuo
rehter
Line: 28
wegung
der
gelider
und
hindert
der
gelider
pidem
und
Line: 29
siehtum
.
Rabanus
spricht
:
daz
cinamomum
,
daz
man
Line: 30
vindet
in
des
fenix
nest
,
daz
ist
daz
pest
und
dar
umb
,
30
Line: 31
daz
der
paum
hôch
ist
und
klain
,
dar
auf
der
fenix
Line: 32
nistet
,
dar
umb
mügent
die
läut
zuo
dem
paum
niht
Line: 33
komen
und
werfent
daz
cinamomum
her
ab
mit
pleienen
Line: 34
würflingen
.
Line: 35
Dem
cinamomo
geleicht
sich
unser
fraw
in
der
ge\schrift
35
Line: 36
und
spricht
'ich
hân
ainen
smack
geben
sam
ain
Page: 363
Line: 1
wolsmeckendez
cinamom
,'
daz
spricht
si
von
dem
rehten
Line: 2
irr
rainen
käusch
,
wan
diu
ist
sô
vol
adels
,
daz
alle
diu
Line: 3
werlt
und
besunder
die
himelischen
engel
fräude
dâ
von
Line: 4
habent
.
wan
wizz
,
daz
reht
käusch
sich
gar
hôch
swin\get
Line: 5
über
leipleich
nâtûr
.
5
Chapter / Strophe: 8
8.
Line: 6
Line: 7
VON
DER
HOLZGATZ
.
Line: 8
Cassia
lignea
haizt
ain
holzgatz
.
daz
ist
ain
paum
Line: 9
in
Arabia
,
sam
Plinius
spricht
,
und
ist
ain
staud
,
diu
Line: 10
sich
gerihts
aufstreckt
sam
ain
gert
und
ist
ainer
starken
10
Line: 11
rœt
und
purpervar
an
den
pletern
gleich
ainem
kranwit\paum
Line: 12
und
hât
cinamomes
kraft
,
aber
sein
kraft
ist
niht
Line: 13
sô
stark
und
dar
umb
muoz
man
ez
zwivalden
in
den
Line: 14
erzneien
,
dâ
cinamomum
ainvalt
guot
ist
.
diu
gert
der
Line: 15
stauden
wirt
dreier
daumellen
lanch
und
hât
dreierlai
varb
:
15
Line: 16
die
êrsten
weiz
,
die
andern
rôt
,
die
dritten
und
die
obri\sten
Line: 17
swarz
.
daz
swarz
stück
lobt
man
allermaist
und
dar
Line: 18
nâch
daz
næhst
,
aber
daz
underist
,
daz
weiz
ist
,
daz
ver\wirft
Line: 19
man
;
daz
ist
daz
pest
,
daz
aller
swerzist
ist
.
Pla\tearius
Line: 20
spricht
,
daz
daz
holz
sei
haiz
und
trucken
und
hât
20
Line: 21
ain
kraft
ze
verzern
und
ze
sterken
von
seinem
guoten
Line: 22
smack
.
sein
pleter
gemischt
mit
lôröl
,
daz
laudanum
Line: 23
haizt
,
und
mit
wermuot
,
daz
ist
wunderleichen
guot
wider
Line: 24
den
kalten
fluz
auz
dem
haupt
,
der
reuma
haizt
,
und
wi\der
Line: 25
kalt
sach
der
lebern
und
des
milzes
,
und
ist
auch
25
Line: 26
für
der
zwair
verschoppung
guot
.
ez
sterkt
daz
hirn
.
wer
Line: 27
seinen
magen
kreftigen
well
und
wider
all
kalt
sach
Line: 28
schol
man
daz
holz
mit
wein
sieden
und
den
kranken
Line: 29
läuten
geben
ze
trinken
.
Chapter / Strophe: 9
9.
Line: 30
Line: 31
VON
DEM
CASSIANPAUM
.
Line: 32
Cassiana
haizt
ain
paum
,
der
ist
haiz
und
trucken
Line: 33
und
wechset
gern
an
fäuhten
steten
und
an
mosigen
.
ie\doch
Page: 364
Line: 1
wechset
er
etswenn
an
trucken
steten
auch
,
aber
Line: 2
sein
holz
und
seineu
pleter
sint
klainer
wan
sô
er
an
Line: 3
fäuhten
steten
wechset
.
des
paums
pleter
und
sein
früht
Line: 4
sint
guot
zuo
erznei
und
sint
sein
früht
klain
gestalt
sam
Line: 5
die
kranwitper
.
wer
die
früht
oder
des
paums
pleter
seu\det
5
Line: 6
in
ainem
starken
wein
,
daz
ist
guot
für
daz
paralis
.
Line: 7
wen
auch
daz
paralis
sleht
,
daz
er
niht
gereden
mag
,
Line: 8
nimt
er
des
paums
pleter
alsô
grüen
oder
den
pulver
,
Line: 9
der
auz
den
dürren
pletern
ist
gemacht
,
und
helt
den
Line: 10
under
der
zungen
,
der
wirt
redend
ân
zweifel
,
aber
daz
10
Line: 11
muoz
geschehen
an
dem
anvang
des
siehtums
;
wert
er
Line: 12
lang
,
sô
muoz
man
grœzer
erznei
dar
zuo
tuon
;
iedoch
Line: 13
daz
ist
diu
pest
erznei
.
des
paums
pleter
sint
guot
für
Line: 14
die
harmwinden
,
wenn
man
si
under
dem
kinn
tregt
,
niht
Line: 15
in
der
hant
oder
in
dem
puosem
.
15
Chapter / Strophe: 10
10.
Line: 16
Line: 17
VON
DER
CASSENRŒRN
.
Line: 18
Cassia
fistula
mag
ain
cassenrœrn
haizen
.
daz
ist
Line: 19
ain
paum
,
der
wechset
gegen
der
sunnen
aufganch
,
sam
Line: 20
Platearius
spricht
.
der
paum
ist
gar
ebenmæzig
an
warm
20
Line: 21
und
an
kalt
und
ist
sein
fruht
als
langer
sâm
.
der
sâm
Line: 22
verrt
sich
her
dan
und
wechset
in
etleicher
zeit
,
dar
nâch
Line: 23
dorrent
die
sâmen
,
wenn
die
rind
auzwendig
getruckent
,
Line: 24
und
wirt
daz
mark
inwendig
dick
.
des
sâmen
wonent
pei
Line: 25
enander
mêr
dann
verzich
in
ainer
schaln
.
diu
cassen\rœr
25
Line: 26
ist
diu
pest
,
diu
dick
und
vaizt
ist
,
wan
daz
bedäutt
,
Line: 27
daz
si
vil
fäuhten
hât
;
aber
diu
swarz
ist
diu
ist
wol\zeitig
Line: 28
und
diu
gar
rôt
ist
oder
weiz
,
diu
ist
niht
zeitig
.
Line: 29
der
paum
ist
warm
und
fäuht
und
gar
ebenmæziger
nâ\tûr
Line: 30
und
sein
mark
ist
guot
zuo
erznei
.
wenn
man
ez
30
Line: 31
entlæzt
in
gar
warmem
wazzer
und
tuot
zucker
dar
zuo
,
Line: 32
daz
rainigt
den
pauch
und
ist
guot
in
hitzigem
fieber
,
Line: 33
und
wenn
man
ez
gorgelt
in
dem
hals
,
sô
pricht
ez
die
Line: 34
apostem
in
der
keln
.
Page: 365
Chapter / Strophe: 11
11.
Line: 1
Line: 2
VON
DEM
WOLSMECKENDEN
HALM
.
Line: 3
Calamus
aromaticus
haizt
der
wolsmeckend
halm
und
Line: 4
haizt
nâch
aim
gemainen
halm
,
wan
dem
ist
er
geleich
.
Line: 5
der
halm
ist
ain
staud
und
wechset
in
dem
land
India
.
5
Line: 6
Platearius
spricht
,
der
edel
halm
ist
haiz
und
trucken
Line: 7
und
ist
an
der
varb
weizlot
und
smeckt
gar
wol
und
ist
Line: 8
inwendig
hol
.
er
hât
die
art
,
daz
er
kreftigt
von
dem
Line: 9
adel
seins
smackes
.
er
ist
auch
ain
guot
erznei
wider
Line: 10
des
magen
siehtum
,
der
von
kalter
sach
kümt
,
und
ist
10
Line: 11
dem
gederm
guot
und
hilft
wider
die
wind
,
die
den
leib
Line: 12
plæent
,
wenn
man
sein
saf
mit
wermuotsaf
mischt
und
Line: 13
wein
dar
zuo
tuot
.
wer
daz
kochen
in
dem
magen
well
Line: 14
sterken
,
der
nem
sein
pulver
mit
cinamomspulver
,
und
Line: 15
daz
ist
auch
guot
zuo
der
prust
.
15
Chapter / Strophe: 12
12.
Line: 16
Line: 17
VON
DEM
ALEXANDRISCHEN
KÜRBIZ
.
Line: 18
Coloquintida
haizt
ain
alexandrischer
kürbiz
.
der
Line: 19
paum
wehset
gegen
der
sunnen
aufganch
pei
Jerusalem
Line: 20
und
haizt
sein
apfel
auch
coloquintida
.
des
paums
mark
20
Line: 21
ist
guot
zuo
erznei
und
sein
apfel
,
und
in
seinen
öpfeln
Line: 22
sint
sâmen
,
die
sint
auch
guot
zuo
erznei
und
die
habent
Line: 23
ain
kraft
ze
entsliezen
und
ze
verzern
und
ze
fürben
.
Line: 24
wer
wein
seudet
mit
dem
sâmen
und
gorgelt
dâ
mit
in
Line: 25
dem
hals
,
daz
hilft
für
den
zantswern
.
25
Chapter / Strophe: 13
13.
Line: 26
Line: 27
VON
DEM
CAPPAR
.
Line: 28
Capparis
haizt
ain
cappar
.
daz
ist
ain
staud
,
diu
Line: 29
wehset
gegen
der
sunnen
aufganch
und
ist
haiz
und
tru\cken
,
Line: 30
sam
Platearius
spricht
,
und
wehst
auch
in
Püllen
30
Line: 31
und
in
Romania
,
ez
ist
aber
niht
als
kreftig
.
der
stauden
Line: 32
wurz
,
rinden
,
plüet
und
pleter
sint
guot
zuo
erznei
.
wenn
Page: 366
Line: 1
man
sein
rinden
ab
zeuht
,
sô
legt
man
si
an
die
sunnen
Line: 2
und
derrt
si
und
diu
ist
rœtlot
und
pitter
.
wer
si
seudet
Line: 3
mit
wein
,
sô
ist
si
guot
für
des
milzes
laster
und
für
Line: 4
der
lebern
hertikait
.
man
schol
sein
plüet
samnen
die
Line: 5
weil
si
runzlot
sint
und
noch
niht
gepraitt
,
und
schol
si
5
Line: 6
machen
mit
salz
und
mit
ezzeich
.
die
habent
die
kraft
,
Line: 7
daz
si
den
lust
erweckent
ze
ezzen
und
kochent
die
fäuht
Line: 8
in
dem
magen
und
lutzent
den
kalten
magen
.
Chapter / Strophe: 14
14.
Line: 9
Line: 10
VON
DEN
KUBEBEN
Line: 11
Cubebe
haizent
kubeben
.
die
sint
mæzicleich
haiz
Line: 12
und
trucken
,
sam
Platearius
spricht
.
diu
fruht
wehset
Line: 13
auf
ainem
paum
gegen
der
sunnen
aufganch
.
die
pesten
Line: 14
sint
die
mæzleich
wol
smeckent
.
man
schol
die
kubeben
Line: 15
erhitzen
und
zerreiben
und
für
die
nasen
haben
,
daz
ist
15
Line: 16
guot
für
den
kalten
hauptfluz
,
der
reuma
haizt
,
und
ster\ket
Line: 17
daz
hirn
,
und
wenn
man
si
kewet
,
sô
schol
man
si
Line: 18
lang
in
dem
mund
haben
,
unz
der
dunst
auf
gê
in
daz
Line: 19
hirn
,
daz
ist
dem
haupt
gar
gesunt
.
Chapter / Strophe: 15
15.
Line: 20
Line: 21
VON
DEM
DIADRAGANT
.
Line: 22
Diadragantum
ist
kalt
und
fäuht
,
sam
Platearius
spricht
,
Line: 23
und
ist
ain
harz
oder
ain
zaher
,
der
fleuzt
auz
ainem
Line: 24
paum
gegen
der
sunnen
aufganch
,
wenn
in
diu
hitz
dar
Line: 25
auz
twingt
.
der
weiz
diadragant
und
der
lauterist
ist
der
25
Line: 26
pest
,
aber
der
rœtlot
ist
der
pœst
.
er
hât
die
art
,
daz
Line: 27
er
die
hitz
sänftigt
und
labt
und
macht
fäuht
und
rai\nigt
Line: 28
daz
gesiht
allermaist
,
wenn
man
ain
electuari
dar
Line: 29
auz
machet
,
sam
geschriben
ist
in
antidotario
.
wer
auch
Line: 30
ain
gargelwazzer
dar
auz
macht
,
daz
ist
guot
wider
der
30
Line: 31
prust
siehtum
,
und
daz
selb
ist
auch
guot
wider
die
Line: 32
huosten
,
diu
von
hitz
kümt
der
gaistleichen
gelider
:
wenn
Line: 33
man
den
diadragant
zerlæt
in
warmem
gerstwazzer
und
Page: 367
Line: 1
tuot
dar
zuo
den
zaher
,
der
gummi
arabicum
haizt
,
und
Line: 2
gorgelt
in
der
keln
dâ
mit
,
daz
ist
gar
guot
wider
die
Line: 3
kalten
huosten
und
wider
die
dürren
der
prust
.
Chapter / Strophe: 16
16.
Line: 4
Line: 5
VON
DEM
GALBAN
.
Line: 6
Galbanum
haizt
galban
.
daz
ist
ain
staud
und
wech\set
Line: 7
in
dem
land
gegen
der
sunnen
aufganch
und
haizt
Line: 8
sein
harz
oder
sein
zaher
auch
galbanum
.
der
galban
Line: 9
ist
haiz
und
fäuht
,
sam
Platearius
spricht
,
und
der
ist
Line: 10
der
pest
,
der
weiz
und
lauter
ist
,
und
hât
die
kraft
,
daz
10
Line: 11
er
entsleuzt
und
zuo
im
zeucht
und
verzert
und
senftigt
Line: 12
und
macht
zeitig
und
waicht
die
geswer
,
die
apostemata
Line: 13
haizent
.
wer
den
siehtum
hât
der
vergezzenhait
,
der
ze
Line: 14
latein
letargus
haizt
,
dem
schol
man
den
galban
auf
koln
Line: 15
legen
und
schol
der
siech
den
rauch
mit
der
nasen
in
15
Line: 16
sich
ziehen
.
er
hât
gar
ainen
guoten
smack
,
aber
der
Line: 17
smack
ist
den
schad
,
die
stankes
gewonet
sint
.
er
ver\jagt
Line: 18
die
slangen
und
rainigt
den
hauptfluz
und
ist
pitter
Line: 19
auf
der
zungen
.
er
ist
sunderleichen
guot
zuo
thymiama
Line: 20
ze
machen
,
daz
kümt
von
dem
paum
thymus
,
dâ
von
wir
20
Line: 21
vor
gesait
haben
.
Chapter / Strophe: 17
17.
Line: 22
Line: 23
VON
DEN
NÄGELLEIN
.
Line: 24
Garyophylon
haizt
ain
nägelpaum
.
daz
ist
ain
staud
,
Line: 25
diu
wechset
in
India
,
sam
Platearius
spricht
.
des
früht
25
Line: 26
sint
nägell
,
die
sint
gar
nütz
den
,
die
si
gern
smeckent
Line: 27
und
ezzent
,
ob
si
siech
sint
an
der
sêl
kraft
,
wan
si
ma\chent
Line: 28
ain
guot
sêl
.
die
nägel
sint
haiz
und
trucken
und
Line: 29
sint
gar
scharpf
auf
der
zungen
und
haizent
ze
latein
Line: 30
caryophyli
.
die
sint
die
pesten
,
die
ain
fäuht
gebent
,
wenn
30
Line: 31
man
si
under
den
vingern
zereibt
.
man
schol
si
an
ainer
Line: 32
stat
behalten
,
diu
niht
gar
dürr
sei
noch
gar
fäuht
,
und
Line: 33
alsô
mag
man
si
zehen
jâr
behalten
in
gar
grôzer
kraft
.
Page: 368
Line: 1
wenn
aber
si
verdorben
sint
und
dürr
worden
,
sô
velscht
Line: 2
man
si
alsô
.
man
nimt
der
guoten
scharpfen
nägel
und
Line: 3
pulvert
si
gar
klain
und
mischt
si
zuo
starkem
ezzeich
Line: 4
und
tuot
guoten
wein
dar
zuo
,
der
wol
smeckt
,
und
des
Line: 5
schol
wênich
sein
,
und
nimt
die
unnützen
nägel
und
pint
5
Line: 6
die
in
ain
tuoch
und
legt
si
in
daz
gemächt
über
naht
,
Line: 7
sô
ziehent
si
auz
dem
ezzeich
ain
fäuht
in
sich
und
mag
Line: 8
man
dann
niht
wol
erkennen
die
guoten
nägel
von
den
Line: 9
valschen
.
iedoch
werent
die
valschen
kaum
dreizig
tag
.
Line: 10
die
nägel
habent
ain
kraft
ze
kreftigen
und
entsliezent
10
Line: 11
und
verzerent
.
wer
sein
hirn
sterken
well
,
der
hab
die
Line: 12
nägel
zuo
seiner
nasen
.
wer
des
leibs
auzlauf
gewinn
Line: 13
von
scharpfer
erznei
,
dem
sint
si
gar
guot
.
si
sint
auch
Line: 14
guot
zuo
den
augen
,
wan
si
rainigent
daz
gesiht
und
Line: 15
vertreibent
daz
vel
in
den
augen
.
si
sterkent
den
magen
15
Line: 16
und
die
lebern
und
sint
nütz
zuo
der
undäw
und
zuo
dem
Line: 17
wüllen
.
Chapter / Strophe: 18
18.
Line: 18
Line: 19
VON
DEM
GALGAN
.
Line: 20
Galanga
haizt
ain
galgan
.
der
ist
haiz
und
trucken
,
20
Line: 21
sam
Platearius
spricht
.
der
paum
oder
diu
staud
wech\set
Line: 22
in
Persen
lant
,
dâ
die
läut
wonent
,
die
Perse
haizent
,
Line: 23
und
des
wurzel
nimt
man
in
erznei
.
man
mag
si
behalten
Line: 24
fünf
jâr
und
die
wurzel
haiz
wir
galgan
.
der
pest
galgan
Line: 25
ist
,
der
rœtlot
ist
und
swær
und
vest
und
der
scharpf
25
Line: 26
auf
der
zungen
ist
.
er
hât
die
art
,
daz
er
kreftigt
und
Line: 27
verzert
.
man
velscht
in
sam
die
nägel
,
wenn
man
neur
Line: 28
zuo
dem
gemächt
gepulverten
pfeffer
tuot
.
er
sterkt
auch
Line: 29
daz
kochen
in
dem
magen
und
ist
guot
für
des
magen
Line: 30
siehtum
,
der
von
kalter
sach
kümt
oder
von
winten
,
wenn
30
Line: 31
man
wein
mit
seinem
pulver
seudet
.
wenn
man
in
zuo
Line: 32
der
nasen
habt
,
daz
ist
dem
hirn
guot
und
sterket
ez
und
Line: 33
macht
den
munt
wolgesmach
.
er
enzündet
zuo
unkäu\schem
Line: 34
gelust
und
daz
allermaist
in
dem
sumer
.
in
dem
Line: 35
winter
ist
sein
nutz
pezzer
,
wan
in
dem
sumer
überhitzet
35
Page: 369
Line: 1
er
den
menschen
.
er
ist
auch
guot
zuo
der
grimmen
Line: 2
muoter
in
dem
leib
,
diu
ze
latein
colica
haizt
,
und
zuo
Line: 3
dem
niersmerzen
und
zuo
vil
andern
dingen
in
erznei
.
Chapter / Strophe: 19
19.
Line: 4
Line: 5
VON
DEM
ARABISCHEN
ZAHER
Line: 6
Gummi
arabicum
haizt
ain
arabischer
zaher
.
der
Line: 7
zaher
hât
den
namen
dar
umb
,
daz
er
von
ainem
paum
Line: 8
vleuzt
,
der
wehset
in
dem
land
Arabia
,
sam
Platearius
Line: 9
spricht
,
und
der
zaher
ist
haiz
und
fäuht
und
ist
dreier
Line: 10
lai
.
daz
ainr
lai
ist
weiz
und
daz
ist
der
pest
.
daz
ander
10
Line: 11
ist
gel
und
daz
dritt
undergel
oder
gelblot
.
der
zaher
Line: 12
hât
die
art
,
daz
er
fäuht
macht
und
zesamen
leimt
und
Line: 13
entlæt
und
sänftigt
.
wem
diu
zung
rauch
ist
,
der
leg
Line: 14
den
zaher
in
ain
wazzer
,
unz
daz
er
slipfrig
werd
und
Line: 15
reib
dann
die
zungen
dâ
mit
.
man
schol
in
auch
geben
15
Line: 16
für
daz
wüllen
oder
für
die
undäw
,
diu
von
krankhait
Line: 17
kümt
.
sein
pulver
mit
cinamomespulver
ist
guot
für
die
Line: 18
kalten
und
die
trucken
huosten
,
und
wider
der
prüst
dürr
Line: 19
schol
man
wazzer
sieden
mit
dem
zaher
und
mit
gersten
Line: 20
und
schol
daz
trinken
.
er
ist
auch
für
des
feurs
prunst
20
Line: 21
guot
,
ist
daz
man
seinen
pulver
mischt
mit
ainem
weizen
Line: 22
ains
ais
und
legt
ez
auf
die
stat
.
Chapter / Strophe: 20
20.
Line: 23
Line: 24
VON
DEM
ARABISCHEN
MIRREN
.
Line: 25
Mirra
Arabie
haizt
arabischer
mirr
und
ist
ain
25
Line: 26
paum
,
der
ist
zehen
daumellen
lang
,
sam
Isidorus
spricht
,
Line: 27
und
ist
voller
dorn
und
stichling
und
ist
herter
von
der
Line: 28
rinden
dann
an
andern
enden
.
des
paums
zaher
ist
grüen
Line: 29
und
ist
pitter
.
welher
zaher
willicleich
fleuzt
von
dem
Line: 30
paum
,
der
ist
pezzer
wan
der
her
auz
fleuzt
,
sô
man
des
30
Line: 31
paums
rinden
verwundet
.
wer
sein
este
in
ain
feur
wirft
,
Line: 32
daz
ist
den
läuten
pei
dem
feur
gar
schad
,
wan
si
ko\ment
Line: 33
in
unhailsam
siehtuom
von
dem
rauch
,
der
dâ
von
Page: 370
Line: 1
gêt
,
si
laufen
denn
zehant
zuo
dem
smack
des
paumes
,
Line: 2
der
storax
haizt
,
von
dem
wir
her
nâch
sagen
.
wenn
Line: 3
man
des
paumes
pleter
und
sein
plüet
samnet
und
si
an
Line: 4
der
sunnen
derrt
,
die
habent
die
art
,
daz
si
kreftigent
Line: 5
und
zesamen
ziehent
und
sint
guot
wider
die
undäw
und
5
Line: 6
wider
des
leibes
auzlauf
und
wider
des
pluotes
auzfluz
.
Line: 7
aber
sein
früht
sint
pezzer
,
die
haizent
mirruli
und
ze
Line: 8
däutsch
mirrel
,
und
sein
saf
ist
auch
pezzer
.
des
paums
Line: 9
pleter
sint
als
ains
ölpaums
pleter
,
ân
daz
si
kräuser
sint
Line: 10
und
spitzelig
und
ain
wênig
sinweller
wan
ains
ölpaums
10
Line: 11
pleter
.
des
paumes
harz
oder
sein
zaher
haizt
auch
mirra
Line: 12
und
naigt
sich
zestunden
an
der
varb
zuo
ainer
weizen
,
Line: 13
und
der
ist
der
pest
.
aber
der
sich
zuo
ainer
rœten
Line: 14
naiget
oder
zuo
ainer
swerzen
,
der
ist
niht
sô
guot
.
der
Line: 15
zaher
ist
haiz
und
trucken
und
öffent
und
entlœst
die
15
Line: 16
wint
in
dem
leib
und
in
den
gelidern
,
und
der
rauch
,
Line: 17
der
dâ
von
gêt
wenn
man
in
prennt
,
der
hât
auch
diu
Line: 18
selben
werk
;
aber
der
rauch
trückent
sneller
diu
fäuhten
Line: 19
gelider
und
behendicleicher
ân
peizen
und
nagen
.
der
Line: 20
zaher
ist
guot
zuo
erznei
und
dar
umb
tuot
man
in
zuo
20
Line: 21
grôzen
starken
erzneien
.
er
wert
der
fäulen
sô
vast
,
daz
Line: 22
er
ainen
tôten
leichnam
behüett
und
behelt
vor
faulen
und
Line: 23
vor
änderung
und
vor
gestank
und
allermaist
wenn
man
Line: 24
in
mischet
mit
aloe
,
von
dem
wir
vor
gesait
haben
.
daz
Line: 25
weste
Joseph
von
Aromathia
wol
,
der
aloe
kaufot
und
25
Line: 26
mirram
,
dô
er
unsern
herren
wolt
begraben
.
ez
gâben
Line: 27
auch
die
drei
künig
ze
verstên
,
daz
Christus
begraben
Line: 28
schölt
werden
,
dô
si
im
mirren
opferten
.
der
mirr
hât
Line: 29
auch
die
art
,
daz
er
die
rôhen
überflüzzikait
auzzeuht
und
Line: 30
dem
mund
seinen
stank
benimt
und
macht
den
wolsme\ckent
,
30
Line: 31
und
wenn
man
in
mischt
mit
ainem
weizen
ains
Line: 32
ais
und
mit
wein
und
salbt
die
ahseln
dâ
mit
und
niden
Line: 33
die
schämigen
stat
,
daz
benimt
den
stank
paider
seiten
Line: 34
und
under
den
üehsen
und
unden
an
dem
leib
.
er
macht
Line: 35
auch
die
stimm
clâr
.
wer
in
clistiert
mit
rautenwazzer
,
35
Line: 36
sô
pringt
er
den
frawen
ir
gewonhait
,
diu
menstruum
Page: 371
Line: 1
haizt
,
und
daz
tuot
er
auch
mit
wermuotwazzer
und
zeuht
Line: 2
die
gepurt
auz
dem
leib
und
die
würm
,
die
in
dem
leib
Line: 3
wahsent
.
Line: 4
Dem
mirren
geleicht
sich
unser
fraw
in
der
geschrift
Line: 5
und
spricht
'ich
hân
ainen
smack
der
süezikait
geben
als
5
Line: 6
ain
auzerwelteu
mirr
.'
daz
spricht
si
dar
umb
,
daz
si
got
Line: 7
hât
auzerwelt
und
gesegent
ob
allen
frawen
zuo
ainer
Line: 8
archen
seins
aingeporn
suns
,
dar
inn
er
kain
mail
nie
Line: 9
enpfieng
.
Chapter / Strophe: 21
21.
Line: 10
Line: 11
VON
DEM
MATZENPAUM
.
Line: 12
Macis
ist
ain
pâm
,
sam
Isidorus
spricht
,
von
dem
Line: 13
vleuzt
ain
zaher
,
der
haizt
mastix
und
smeckt
gar
wol
Line: 14
und
ist
rôtvar
sam
ain
malagramapfel
.
des
paums
rinde
Line: 15
gesoten
mit
honig
ist
gar
ain
guoteu
erznei
für
den
rôten
15
Line: 16
auzfluz
des
leibs
,
wan
daz
hât
ain
kraft
,
daz
ez
zesamen
Line: 17
zeucht
und
verzert
und
kreftigt
und
leimt
zesamen
und
Line: 18
sterkt
.
der
zaher
ist
auch
guot
wider
die
fäuhten
,
diu
Line: 19
von
dem
haupt
fleuzt
zuo
den
augen
oder
zuo
den
hen\den
;
Line: 20
iedoch
hât
daz
wort
macis
noch
ain
ander
bedäutung
,
20
Line: 21
wan
ez
haizt
auch
ain
muskâtplüet
,
sam
Platearius
spricht
,
Line: 22
oder
,
sam
die
andern
sprechent
,
macis
haizt
die
rint
,
diu
Line: 23
umb
der
muskâtnuz
ist
und
dar
inn
diu
nuz
verporgen
Line: 24
ist
,
und
daz
ist
daz
pest
muskât
macis
,
daz
underrôt
ist
Line: 25
und
scharpf
ist
auf
der
zungen
,
und
hât
die
art
,
daz
ez
25
Line: 26
daz
hirn
sterkt
und
entsleuzt
und
verzert
die
pœsen
fäuht
Line: 27
in
dem
leib
.
man
schol
ez
kewen
und
lang
in
dem
mund
Line: 28
haben
,
daz
sein
kraft
auf
gê
in
daz
hirn
und
die
über\flüzzichait
Line: 29
zersträw
.
Chapter / Strophe: 22
22.
Line: 30
Line: 31
VON
DEM
MUSKATPAUM
.
Line: 32
Muscata
haizt
ain
muskâtpaum
.
der
wechset
in
dem
Line: 33
land
India
,
sam
Plinius
und
Jacobus
sprechent
,
und
ist
Line: 34
gar
ain
edel
paum
und
tregt
nuz
,
die
haizent
muskâten
.
Line: 35
die
sint
haiz
und
trucken
in
dem
dritten
grâd
.
die
pesten
35
Page: 372
Line: 1
sint
die
swær
sint
und
auf
der
zungen
scharpf
.
wenn
Line: 2
man
die
nuz
zuo
der
nasen
habt
,
daz
sterkt
daz
hirn
vast
Line: 3
und
diu
gaistleichen
gelider
,
wan
si
hât
die
kraft
ze
Line: 4
sterken
von
irm
edelen
smack.und
von
irr
aigener
art
.
Line: 5
diu
nuz
ist
gar
guot
wider
die
kelten
des
magen
und
wi\der
5
Line: 6
des
magen
unkochen
.
wenn
man
die
nuz
des
mor\gens
Line: 7
allain
izzet
,
daz
ist
dem
haupt
guot
,
aber
wenn
man
Line: 8
si
ze
vil
nützet
,
sô
krenkt
si
daz
hirn
,
dar
umb
,
daz
si
Line: 9
durchdringender
nâtûr
ist
.
wein
gesoten
mit
muskât
sterkt
Line: 10
daz
hirn
.
die
sich
pezzernt
auz
irem
siehtum
,
die
schül\lent
10
Line: 11
muskât
kewen
,
daz
diu
gaistleichen
gelider
gesterkt
Line: 12
werden
,
daz
herz
und
diu
leber
und
andreu
gelider
,
und
Line: 13
schüllent
auch
wein
trinken
,
der
dâ
mit
gesoten
sei
.
Chapter / Strophe: 23
23.
Line: 14
Line: 15
VON
DER
ONICHEN
Line: 16
Onycha
haizt
ain
onich
und
haizt
auch
ze
latein
un\gula
,
Line: 17
daz
spricht
clâ
oder
fuoznagel
,
sam
an
den
füezen
Line: 18
und
an
des
menschen
hend
negel
sint
,
wan
ez
ist
ain
edel
Line: 19
stain
,
der
ist
an
der
varb
sam
ain
nagel
an
dem
vinger
Line: 20
oder
an
der
zehen
,
und
sprechent
etleich
,
der
stain
köm
20
Line: 21
von
den
mervischen
,
die
ostree
haizent
und
sint
mer\snecken
,
Line: 22
sam
wir
vor
haben
gesagt
von
den
mervischen
;
Line: 23
aber
ander
sprechent
,
der
stain
sei
ain
paumzaher
,
der
Line: 24
vliez
auz
ainem
paum
gegen
der
sunnen
aufganch
und
der
Line: 25
werd
in
dem
lauf
der
zeit
sô
hert
,
daz
der
vorgenant
25
Line: 26
stain
dar
auz
werd
.
der
stain
oder
der
zaher
ist
guot
Line: 27
wider
die
schebichait
oder
die
räudichait
und
macht
daz
Line: 28
antlütz
weiz
und
lauter
.
man
sagt
gar
ain
wunderleich
Line: 29
dinch
von
dem
stain
,
daz
wil
ich
behalten
,
unz
wir
von
Line: 30
den
stainen
sagen
,
wan
sô
müez
wir
des
staines
auch
ge\denken
.
30
Line: 31
Chapter / Strophe: 24
24.
Line: 32
Line: 33
VON
DEM
PFEFFERPAUM
.
Line: 34
Pipperis
haizt
ain
pfefferpaum
.
der
wehst
in
dem
Line: 35
land
India
beseits
an
dem
perg
Caucasi
,
der
gegen
der
35
Page: 373
Line: 1
sunnen
ligt
.
des
paums
holz
und
pleter
geleichent
ainem
Line: 2
kranwitpaum
.
Rabanus
spricht
,
der
pfefferpaum
hât
wei\zeu
Line: 3
körnel
,
aber
si
werdent
swarz
mit
der
prunst
an
der
Line: 4
stat
,
wenn
man
die
slangen
scheuht
.
Jacobus
Aquensis
Line: 5
der
pischolf
spricht
und
sagt
ain
ander
sach
,
war
umb
der
5
Line: 6
pfefler
swarz
sei
,
diu
vil
geläupleicher
ist
,
wan
er
schreibt
,
Line: 7
wenn
man
den
pfeffer
gesamnet
hab
ân
all
prunst
,
sô
Line: 8
derr
man
in
in
ainem
haizen
ofen
,
dar
umb
,
daz
er
dester
Line: 9
lenger
wer
oder
daz
man
den
vrischen
sâmen
in
andern
Line: 10
landen
niht
sæe
oder
paw
.
der
leiht
pfeffer
ist
alt
,
der
10
Line: 11
swær
ist
new
.
Platearius
spricht
,
der
pfeffer
ist
haiz
in
Line: 12
dem
letzten
grâd
.
wer
den
pfeffer
gar
klain
pulvert
ân
Line: 13
daz
auzer
tail
,
alsô
daz
er
daz
auzwendig
ablœst
,
und
den
Line: 14
kern
alsô
gepulvert
dick
besprengt
mit
rôsenwazzer
und
Line: 15
daz
trückent
und
ez
in
tropfen
weis
in
daz
aug
tuot
,
daz
15
Line: 16
benimt
den
augen
daz
vel
und
die
vinsternüss
.
aber
die
Line: 17
läut
,
die
haiz
und
fäuht
sint
,
die
ze
latein
sangwinei
Line: 18
haizent
,
die
schüllen
des
pfeffers
niht
nützen
,
wan
er
Line: 19
entsleuzt
und
pringt
etleichen
den
auzsetzel
.
des
pfeffers
Line: 20
pulver
negt
daz
übrig
flaisch
auz
den
wunden
.
Galiênus
20
Line: 21
und
Aristotiles
sprechent
,
daz
dreierlai
pfeffer
sei
,
swar\zer
,
Line: 22
langer
und
weizer
,
und
der
aller
auf
ainerlai
paum
Line: 23
wachs
und
daz
der
weiz
den
magen
mêr
sterk
und
der
Line: 24
lang
mach
daz
ezzen
mêr
hin
ab
steigend
in
den
magen
Line: 25
und
in
dem
gedärm
.
daz
gevelt
andern
lêrærn
niht
,
wan
25
Line: 26
daz
wir
in
unsern
landen
langen
pfeffer
haizen
,
daz
ist
Line: 27
lück
an
im
selber
und
ist
gestalt
als
länkloteu
dingl
,
diu
Line: 28
hangent
an
den
haseln
,
ê
daz
die
nuz
dar
auf
gewahsen
Line: 29
aber
der
lang
pfeffer
ist
swarz
und
smeckt
sam
rehter
Line: 30
pfeffer
,
iedoch
ist
er
sô
scharpf
niht
auf
der
zungen
,
und
30
Line: 31
daz
wir
weizen
pfeffer
haizen
,
daz
sint
nuz
nâhent
geleich
Line: 32
den
haselnuzzen
,
ân
daz
si
ain
waicher
schaln
habent
wan
Line: 33
diu
haselnuz
und
ain
weizer
schaln
und
habent
inwendig
Line: 34
niht
ain
rôt
häutel
und
diu
körnel
sam
diu
haselnuz
und
Line: 35
der
kern
smeckt
niendert
sam
der
ander
pfeffer
,
wan
er
35
Line: 36
ist
süez
und
hât
ain
klain
scherpfen
dar
ein
gemischet
,
Page: 374
Line: 1
und
daz
diu
fruht
all
auf
ainem
paum
wahs
von
nâtûr
,
Line: 2
daz
ist
niht
geläupleich
.
der
reht
pfeffer
hât
die
art
,
wer
Line: 3
sein
wênich
izt
,
der
harmt
wol
,
aber
wer
sein
vil
izt
,
Line: 4
dem
entsleuzt
er
den
leip
und
verzert
des
menschen
sâ\men
Line: 5
und
macht
in
keusch
;
aber
der
lang
pfeffer
und
der
5
Line: 6
weiz
mêrent
die
unkäusch
von
irer
fäuht
.
man
spricht
Line: 7
auch
,
wer
die
öpfel
inwendig
auzsneid
und
den
grütz
dâ
Line: 8
von
werf
und
si
schel
und
si
bespreng
inwendig
mit
ge\pulvertem
Line: 9
langem
pfeffer
und
si
alsô
prât
,
die
pringen
Line: 10
guot
hilf
zuo
dewen
und
zuo
wolkochen
in
dem
magen
.
10
Line: 11
welheu
fraw
vil
rehtes
pfeffers
nützt
,
wenn
si
swanger
ist
,
Line: 12
der
wirft
er
die
gepurt
auz
.
Chapter / Strophe: 25
25.
Line: 13
Line: 14
VON
DEM
TAUBENPAUM
.
Line: 15
Ρeridixiοn
ist
ain
paum
,
der
wehst
in
dem
land
In\dia
15
Line: 16
und
haizt
kriechisch
alsô
,
aber
er
mag
ze
däutsch
Line: 17
der
taubenpaum
haizen
,
und
dar
umb
,
daz
ainerlai
tauben
Line: 18
des
paums
früht
wunderleichen
gern
ezzent
,
und
ist
sein
Line: 19
fruht
süez
,
sam
Isidorus
spricht
,
und
die
tauben
habent
Line: 20
vrid
under
den
esten
und
under
dem
schaten
des
paums
20
Line: 21
von
ainerlai
slangen
.
von
dem
paum
hab
wir
mêr
ge\schriben
,
Line: 22
dô
wir
von
den
tauben
schriben
.
Chapter / Strophe: 26
26.
Line: 23
Line: 24
VON
DEM
MIRRENZAHER
.
Line: 25
Stacten
,
sam
die
maister
sprechent
,
ist
ain
zaher
,
25
Line: 26
der
fleuzet
von
dem
mirrenpaum
.
wenn
der
zaher
hert
Line: 27
wirt
,
sô
hât
er
den
namen
,
aber
er
ist
verr
scherpfer
wan
Line: 28
der
mirr
selb
,
der
fäuht
ist
und
wolsmeckend
.
etleich
Line: 29
sprechent
,
daz
der
zaher
vliez
von
dem
gar
alten
mirren\paum
,
Line: 30
wenn
der
wol
erhitzet
von
der
sunnen
.
die
andern
30
Line: 31
sprechent
,
daz
der
reht
mirrenpaum
in
etleichen
landen
Line: 32
den
zaher
pringet
ân
daz
,
daz
er
sô
gar
alt
sei
,
wan
daz
Line: 33
ist
gar
mügleich
,
daz
von
der
selben
lai
paum
in
ainem
Page: 375
Line: 1
land
vil
pezzer
zaher
vliez
wan
in
dem
andern
,
reht
sam
Line: 2
der
vaizt
waiz
ist
in
ainem
land
verr
pezzer
wan
in
dem
Line: 3
andern
.
Chapter / Strophe: 27
27.
Line: 4
Line: 5
VON
DEM
STORAX
Line: 6
Storax
ist
ain
paum
,
der
wehst
in
dem
land
Arabia
,
Line: 7
sam
Platearius
,
Plinius
und
Isidorus
sprechent
,
und
ge\leicht
Line: 8
nâhen
ainem
malgrampaum
.
des
paums
gärtel
Line: 9
lâzent
zäher
in
tropfen
weis
,
wenn
der
stern
auf
gêt
mit
Line: 10
der
sunnen
,
der
canis
haizt
,
und
wenn
der
zaher
auf
die
10
Line: 11
erden
gevellet
,
sô
ist
er
niht
rain
;
welher
aber
an
den
Line: 12
ästleinn
beleibt
hangend
und
an
den
hälmeln
,
der
ist
rain
Line: 13
und
weiz
.
dar
nâch
wirt
er
goltvar
von
der
sunnen
hitz
.
Line: 14
der
zaher
ist
vaizt
und
vol
harz
und
ist
gar
ains
wun\nicleiches
Line: 15
smackes
,
und
wenn
man
in
fäuht
,
sô
gibt
er
15
Line: 16
ain
honigsüez
fäuht
.
der
lai
zaher
ist
guot
,
der
fäuht
Line: 17
wirt
wenn
man
in
handelt
mit
den
henden
,
und
der
aller
Line: 18
pest
smeckt
,
der
ist
guot
wider
die
kelten
und
wider
die
Line: 19
krankhait
des
magen
und
treibt
die
fäuht
auz
dem
hirn
Line: 20
und
rainigt
ez
;
iedoch
macht
er
daz
haupt
wêtuond
.
20
Line: 21
ander
maister
sprechent
,
daz
der
zaher
köm
von
dem
öl\paum
,
Line: 22
der
in
der
môrn
lant
wahs
,
und
daz
er
zwaierlai
Line: 23
sei
;
der
ain
vleuzt
willicleich
von
dem
paum
und
ist
gel
Line: 24
und
goltvar
,
den
haizt
Constantînus
calamitum
;
der
an\der
Line: 25
kümt
von
dem
,
daz
man
die
rinten
des
ölpaums
seu\det
,
25
Line: 26
und
der
ist
swarz
und
fäuht
und
haizt
in
Constan\tînus
Line: 27
sigia
.
Chapter / Strophe: 28
28.
Line: 28
Line: 29
VON
DEM
SANDAL
.
Line: 30
Sandalus
ist
ain
paum
,
der
wehst
gegen
der
sunnen
30
Line: 31
aufganch
in
dem
land
India
,
sam
Platearius
spricht
,
und
Line: 32
ist
kalt
und
trucken
.
sein
holz
haizt
sandalum
und
daz
Line: 33
ist
dreierlai
:
weiz
,
rôt
und
gel
;
daz
gelb
smeckt
paz
wan
Line: 34
die
andern
,
und
allermaist
wenn
man
ez
zepricht
.
wer
Page: 376
Line: 1
daz
holz
pulvert
und
mischt
ez
mit
rôsenöl
und
mit
ez\zeich
Line: 2
und
macht
ain
pflaster
dar
auz
und
legt
daz
an
Line: 3
der
leber
stat
,
daz
benimt
der
lebern
ir
hitz
,
wenn
si
Line: 4
überhitzet
ist
.
daz
selb
pulver
ist
auch
dem
guot
,
dem
Line: 5
diu
stirn
wê
tuot
,
und
pringt
dem
menschen
slâf
,
wenn
5
Line: 6
man
in
mischet
mit
alraunöl
und
mit
lactukensat
.
wer
Line: 7
den
pulver
nimt
und
venichlrinden
und
zukker
und
wei\zen
Line: 8
mâgen
und
arabischen
zaher
und
lekritzenpulver
und
Line: 9
zestœzt
die
wol
mit
enander
und
rœstet
si
wol
und
Line: 10
tempert
si
mit
ainem
ainvaltigen
syropl
,
daz
ist
gar
guot
10
Line: 11
wider
die
hitzigen
apostem
und
wider
den
durst
in
dem
Line: 12
fieber
und
wider
der
lebern
überhitz
und
wider
die
huo\sten
Line: 13
und
wider
den
stirnsmerzen
,
der
von
haizer
sache
Line: 14
kümt
,
und
daz
gemächt
haizt
in
der
apotêken
diasandali
.
Line: 15
iedoch
macht
man
ez
anders
auch
,
aber
daz
electuari
alsô
15
Line: 16
gemacht
ist
pezzer
und
kreftiger
,
ez
pringt
auch
gar
kref\tigen
Line: 17
slâf
,
aber
sô
muoz
man
der
alraun
pulver
dar
zuo
Line: 18
tuon
.
Chapter / Strophe: 29
29.
Line: 19
Line: 20
VON
DEM
WEIRACHPAUM
Line: 21
Thus
haizt
ain
weirachpaum
und
ist
gar
ain
edel
Line: 22
paum
und
vol
edels
smackes
und
wehst
in
dem
lande
Line: 23
Arabia
,
sam
Platearius
und
Plinius
sprechent
.
der
paum
Line: 24
ist
unmæzleich
grôz
und
voller
est
und
hât
gar
ain
sänft
Line: 25
rinden
und
hât
pleter
,
diu
sint
klainer
wan
die
pirpaum\pleter
25
Line: 26
und
sint
underrôt
.
der
paum
trinket
gar
vil
fäuh\ten
Line: 27
in
sich
in
dem
lenzen
und
in
dem
anvang
des
su\mers
Line: 28
und
trinket
der
als
vil
,
daz
sein
dünneu
rind
dont
Line: 29
und
sich
auzreckt
,
und
dar
umb
,
wenn
die
gar
heizen
Line: 30
tag
koment
,
sô
der
stern
auf
gêt
mit
der
sunnen
der
dâ
30
Line: 31
canis
haizt
,
in
dem
augst
,
sô
tuot
sich
sein
rind
ain
klain
Line: 32
auf
und
fleuzt
ain
zaher
dar
auz
,
der
wirt
hert
von
dem
Line: 33
luft
,
und
der
zaher
haizt
auch
thus
ze
latein
und
ist
Line: 34
rehter
weirach
,
und
der
in
der
selben
zeit
wirt
,
der
ist
Line: 35
weiz
und
sinbel
und
ist
der
pest
,
und
wenn
man
den
35
Page: 377
Line: 1
auzpricht
,
sô
ist
er
inwendig
vaizt
.
wenn
man
in
zuo
Line: 2
dem
feur
habt
,
sô
enprint
er
gar
leiht
und
ist
guot
wi\der
Line: 3
der
prust
siehtum
.
wer
gar
liehten
weirach
nimt
und
Line: 4
den
gar
wol
pulvert
und
newz
wahs
,
daz
allerêrst
von
Line: 5
dem
honig
gescheiden
ist
,
und
ungesalzen
putteren
und
5
Line: 6
mischt
diu
dreu
mit
geleicher
wag
und
zerlæt
si
pei
dem
Line: 7
feur
und
rüert
si
gar
wol
under
ainander
und
læt
daz
Line: 8
dann
küelen
und
erwaicht
ez
dann
aber
pei
dem
feur
Line: 9
und
legt
ez
auf
ain
schæffein
vel
an
dem
tail
,
dâ
ez
an
dem
Line: 10
flaisch
hieng
,
und
legt
ez
auf
die
prust
,
dâ
ain
apostêm
10
Line: 11
inn
ist
,
daz
hilft
gar
wol
.
wer
ain
pflaster
macht
von
Line: 12
weirachspulver
und
mit
wein
,
daz
ist
guot
für
der
augen\zäher
Line: 13
fluz
und
wider
den
zantswern
,
der
kümt
von
dem
Line: 14
fluz
auz
dem
haupt
.
wenn
man
den
weirach
lang
kewt
Line: 15
und
in
lang
in
dem
mund
helt
und
in
izt
,
dem
benimt
15
Line: 16
er
den
hauptfluz
,
der
reuma
haizt
.
wer
des
paumes
wei\zen
Line: 17
zaher
in
trank
nimt
,
daz
sterket
den
magen
.
der
Line: 18
swarz
weirach
,
der
ze
andern
zeiten
auz
dem
paum
fleuzt
,
Line: 19
hât
kainen
adel
gegen
dem
weizen
und
ist
niht
sinbel
sam
Line: 20
der
weiz
.
dû
scholt
auch
wizzen
,
daz
all
die
maister
,
20
Line: 21
die
in
der
zauberkunst
lêrent
,
daz
sprechent
,
daz
die
Line: 22
götter
und
die
gaist
,
die
man
anruoft
mit
pildengeschrift
,
Line: 23
die
karacteres
haizent
,
und
mit
insigelgraben
,
oder
daz
Line: 24
graben
,
daz
man
in
vingerlein
tuot
,
die
zaubrær
dester
ê
Line: 25
erhœrnt
,
wenn
si
in
weirach
opfernt
.
daz
ist
ain
irrung
25
Line: 26
in
der
haidenschaft
.
aber
diu
ganz
wârhait
ist
,
daz
die
Line: 27
pœsen
gaist
des
weirachs
rauch
fliehent
und
daz
man
got
Line: 28
besunder
dâ
mit
êrt
,
und
dar
umb
ist
weirach
der
dreier
Line: 29
gâb
aineu
,
die
die
drei
künig
unserm
herren
Jêsû
Christô
Line: 30
opferten
,
und
dar
umb
prennt
man
in
auch
in
den
gots\häusern
,
30
Line: 31
aber
man
nimt
oft
andern
stinkenden
harz
dâ
Line: 32
für
,
dar
umb
,
daz
der
reht
weirach
seltsam
ist
und
tewr
.
Page: 378
This text is part of the
TITUS
edition of
Konrad von Megenburg, Buch der Natur
.
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TITUS Project
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